Schneider soll über 1999 hinaus bleiben

Bretten
Verkaufsleiterin Sabine Pointinger-Samac versichert beim Diskussionsabend des Handwerker- und Gewerbevereins Bretten:
Das Kaufhaus Schneider wird auch über das Jahr 1999 hinaus am Standort Bretten festhalten. Mit dieser Aussage setzte Schneider-Verkaufsleiterin Sabine Pointinger-Samac beim Diskussionsabend des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Bretten am Mittwoch abend kursierenden Gerüchten ein (vorläufiges) Ende.

Rund 80 Interessenten – denen das Thema „Schließt der Innenstadtmagnet“? unter den Nägeln brennt – bevölkerten das Foyer der Stadtparkhalle. Laut wurden vor allem Ängste vor dem Abbau von Arbeitsplätzen, die bis zum 30. Juni 1999 garantiert seien. Verkaufsleiterin Pointinger-Samac dementierte die Frage, die Post habe ein Vorkaufsrecht am Kaufhaus Schneider erworben. Es treffe auch nicht zu, daß das Unternehmen global vermieten wolle. Zur Debatte stehe lediglich, einen Teil der Verkaufsfläche zu vermieten. In der Vergangenheit hätten Gespräche mit einem Metzger stattgefunden (weil der Erfolg des Kaufhauses nicht im Lebensmittelbereich liege), diese seien aber gescheitert. Auch die Post habe Interesse an einem Teil der Verkaufsfläche gezeigt (rund 250 bis 300 Quadratmeter), wobei man allerdings noch in Vorverhandlungen stehe.

„Große Errungenschaft“
Oberbürgermeister Paul Metzger bezeichnete das Kaufhaus Schneider als „eine der großen Errungenschaften der 70er Jahre für unsere Stadt“. Es gebe hier aber einige Bereiche, die weniger rentabel seien, weshalb von einem Umstrukturierungsprozeß gesprochen werde. Der Rathaus- Chef unterstrich ferner, die Post verfolge bundesweit die Strategie, sich in Fußgängerzonen zu etablieren.

Deshalb sei der Standort im Kaufhaus Schneider im Gespräch. Dieses wolle seine Sortimentsfrage überprüfen, das Angebot weiter attraktiv gestalten, das Umfeld ergänzen, aber seine Kaufhaus-Struktur erhalten. Weitere Themen waren die Bebauung „Gottesackertor“, die nach wie vor eine multifunktionale Nutzung im Hotel, Kino, Gastronomie und Einzelhandel vorsieht. Mit möglichen Nutzern, die dem „Leitbild des Gemeinderates gerecht“ würden, seien Kontakte geknüpft.

Ausgeräumt wurden die Vorwürfe, das Engagement der Bürgerinitiative um Paul Metzger und Rudi Tobler bei der Installation der Wege im Stadtpark sei „Schwarzarbeit“, ebenso die Anschuldigung gegen den HGV-Vorsitzenden Manfred Groß, er arbeite bei städtischen Auftragsvergaben gegen die Mitglieder und Brettener Betriebe.

Aufgrund der großen Resonanz im Jahr 1995 soll vom 5. bis 7. Juni 1998 die nächste Leistungsschau in der Melanchthonstadt durchgeführt werden. Ein entsprechendes Konzept – auch zur Standortfrage – will der Handwerker- und Gewerbeverein noch in diesem Monat dem Gemeinderat vorlegen.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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