Leserbrief: Intensiv um den Schüler gekümmert

Eine Reaktion auf die Leserbriefe „Es wurde immer schlimmer“ vom 20. November und „Was muss da noch passieren?“ vom 23. November:
Täglich werden 930 Schülerinnen und Schüler in unserer Schule unterrichtet. 930 verschiedenste Persönlichkeiten mit ihren Fragen, Bedürfnissen und Problemen – diese gilt es zu bewältigen, soweit es der schulische Alltag zulässt. Der angesprochene „Mobbingfall“ ist eines dieser vielfältigen Probleme.
Der Sensibilität der Schulleitung und aller Lehrkräfte ist es zu verdanken, dass seit vielen Jahren das „Soziale Lernen“ in den Leitgedanken der Schule verankert ist und intensiv trainiert wird. Aufgabe der Schule ist es nicht, als Reparaturanstalt gesellschaftlicher Defizite zu fungieren. Dennoch nehmen sich alle am Schulleben Beteiligten mit viel Energie und großem zusätzlichen Zeiteinsatz im Rahmen ihrer Möglichkeiten der zunehmenden Hilferufe an.

Folgerichtig wurde auch der angesprochene „Mobbingfall“ auf Klassenlehrerebene in enger Absprache mit der Schulleitung bearbeitet. Dies entspricht der internen schulischen Regelung. Mehrere Klassenlehrerstunden als „Pädagogische Maßnahme“, Eltern-Schüler-Gespräche, Einzelgespräche, schriftliche Darstellungen seitens der beteiligten Schüler wurden durchgeführt und differenzierte pädagogische Maßnahmen getroffen.
Somit hat sich die Klassenlehrerin intensiv um den genannten Schüler gekümmert und in enger Kooperation mit der Schulleitung ihren Auftrag kompetent erfüllt.

Die Aufgabe der Schulleitung besteht in diesem Fall darin, die Lehrkräfte bei der Konfliktlösung aktiv zu unterstützen und eventuelle Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen entsprechend Paragraf 90 Schulgesetz auszusprechen. Es liegen jedoch bis heute keine eindeutigen Beweise vor, die eine solche Maßnahme gesetzlich gerechtfertigt hätten.

„Ein Schuss vor den Bug“ der Schulleitung und der Lehrkräfte ist somit weder sachlich gerechtfertigt, noch drückt diese Haltung den notwendigen Respekt aus, den Schüler, Lehrer und Schulleitung erwarten dürfen. Notwendend sind wertschätzende und kompetente Unterstützungsmaßnahmen, welche die Schule auf ihrem guten Weg zusammen mit ihren Schülern konstruktiv begleiten.
Bleibt zu hoffen, dass sich Interessierte künftig direkt vor Ort erkundigen, bevor sie ihr Urteil fällen und ihre eigene Wahrnehmung für das Ganze halten.

Martin Knecht, Schulleiter
Angela Knapp, stellvertretende Schulleiterin
Max-Planck-Realschule Bretten

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2 Antworten zu Leserbrief: Intensiv um den Schüler gekümmert

  1. mm sagt:

    Von der Schulleitung wird der „notwendige Respekt“ eingefordert. Wofür eigentlich? Respekt ist eine Form der Wertschätzung, Achtung und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person und das muss man sich erst durch adäquates Handeln verdienen!
    Was hier von der Schulleitung verlangt wird, ist nicht Respekt, sondern Ehrfurcht.

  2. Blogleser sagt:

    Die Mutter hat ihrer Aussage nach mehrfach in der Schule angerufen, den Herrn Direktor oder die Vertreterin nicht erreicht. Jetzt wird sie in reichlich überheblichem Ton belehrt, sich künftig direkt vor Ort zu erkundigen! Hier wird wohl nur reagiert auf einen unangenehmen Leserbrief, den Brief selber hat man weder verstanden noch gelesen?!

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