Stolz aufs städtische Kind

Bretten. Ums Bauen geht es in den beiden städtischen Gesellschaften, deren Jahresabschlüsse jetzt dem Gemeinderat vorlagen. Das sind aber so ziemlich alle Gemeinsamkeiten. Denn die Kommunalbau GmbH ist ein Instrument zur Wirtschaftsförderung, stellt vor allem für Unternehmen Räume und Gebäude zur Verfügung.
Die städtische Wohnungsbau GmbH dagegen ist eher im Bereich der Sozialpolitik angesiedelt, denn sie sorgt dafür, dass Menschen, die auf dem freien Markt kein Dach über den Kopf bekommen, eine bezahlbare Bleibe finden.

Für beide Gesellschaften gab es im Gemeinderat großes Lob. „Die Kommunalbau hat 2008 wesentlich zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen“, betonte Oberbürgermeister Metzger und verwies auf einen Überschuss von immerhin 117 000 Euro.

„Wir haben allen Grund, auf dieses städtische Kind stolz zu sein,“ freute sich Günter Gaus (CDU). Renate Knauss (SPD) verweis darauf, dass die Kommunalbau nicht gewinnorientiert arbeite, sondern der Wirtschaftsförderung diene. „Erstaunlich, was durch diese Gesellschaft für die Stadt erreicht wurde“, kommentierte Otto Mansdörfer (Grüne).

An Gewinne ist bei der Wohnungsbau-GmbH überhaupt nicht zu denken. Aber immerhin sei es gelungen, die Verluste deutlich zu reduzieren, sagte Bürgermeister Willi Leonhardt. Der Bilanzverlust 2008 beläuft sich auf knapp 500 000 Euro. Zwar besteht bei etlichen Wohnungen ein Unterhaltsrückstand. Dadurch könne aber auch besonders billiger Wohnraum angeboten werden, erklärte Leonhardt.
Rudolf Baier

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2 Antworten zu Stolz aufs städtische Kind

  1. iris dt. sagt:

    „Renate Knauss (SPD) verwies darauf, dass die Kommunalbau nicht gewinnorientiert arbeite, sondern der Wirtschaftsförderung diene.“

    Da hat sie vollkommen Recht!

    Also vom Markt nehmen!

  2. -wilh. sagt:

    Finanzpolitische Konsequenz aus diesem Bericht:

    Beide Gersellschaften sind nicht wettbewerbsfähig, hängen oft am Tropf mit öffentlichen Geldern und dürfen entsprechend abgewickelt werden.

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