So manche volle Mülltonne bleibt stehen

Abfallwirtschaftsbetrieb: Neustrukturierung der Abfuhr läuft nicht reibungslos an
Von unserem Redaktionsmitglied Michael Rudolphi
Kreis Karlsruhe. Volle Mülltonnen blieben stehen, Abfuhrzeiten wurden nicht eingehalten, technische Probleme mit den Müllfahrzeugen, dazu noch Widrigkeiten mit dem Wetter – der Start für die Müllabfuhr in der Regie des Landkreises zum Jahresbeginn lief nicht gerade nach Plan. „Der Umstellungsprozess läuft einigermaßen normal“, betont hingegen Uwe Bartl, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Karlsruhe. Trotz einiger Probleme ist er ganz zufrieden damit, wie die zum Jahreswechsel neu organisierte Müllabfuhr angelaufen ist. „Selbstverständlich geht das bei einem so großen Landkreis nicht völlig reibungslos über die Bühne.

Da kann man nicht einfach den Schalter umlegen und alles funktioniert“, räumt der Betriebsleiter einige Anlaufschwierigkeiten ein. So wurden beispielsweise in Helmsheim, Büchenau und Untergrombach am vergangenen Freitag die vollen Müllbehälter nicht geleert, obwohl der Abfuhrkalender dies vorsah. Bartl zufolge geschah dies in Büchenau und Untergrombach einen Tag später und in Helmsheim dann am Montag.

Viele Bürger äußern darüber ihren Unmut. Der Chef des Abfallwirtschaftsbetriebs rät zu Gelassenheit und empfiehlt: „Wenn das Müllfahrzeug nicht kommt, den Mülleimer einfach draußen stehen lassen. Er wird in jedem Fall abgeholt.“
Bartl zufolge haben die Probleme in einzelnen Gemeinden einfach logistische Gründe. So reduziert sich durch die so genannte Rückdelegation der Müllabfuhr von den Kommunen an den Landkreis die Zahl der Abfuhrbezirke von 120 auf 40. Dadurch verändern sich vielfach Abfuhrtage und -zeiten. „Das muss sich alles erst noch einspielen“, meint der Betriebsleiter. Hinzu kommt, dass die Feiertage für die Müllabfuhr sehr ungünstig gefallen seien – mit der Folge, dass die Regeltage nicht eingehalten werden konnten und etliche Sondertermine notwendig waren. Auch das Wetter mit winterlichen Straßenverhältnissen habe zu Verspätungen bei den Müllfahrzeugen beigetragen.

„Das vom Landkreis beauftragte Unternehmen setzt alles ein, was Räder und Füße hat“, versichert Bartl. So seien nicht nur die 25 neuen Müllfahrzeuge, sondern auch ältere Lkw ohne Greifarme für die Behälter unterwegs. Die nagelneuen Müllautos hatten zum Teil mit technischen Problemen zu kämpfen. Die Antennen, die den Greifarm steuern, waren oft nicht richtig justiert. „Die Fahrer mussten immer wieder aussteigen und nachjustieren. Diese Feinabstimmung kostete einfach Zeit“, erläutert Bartl. Mittlerweile seien diese Probleme jedoch behoben. Der Chef der Abfallwirtschaft rechnet damit, dass die Umstellungsphase noch zwei bis drei Wochen dauern wird. „Die ersten Regelleerungen wird es Ende Januar/Anfang Februar geben“, sagt er.
Service
Infos zum Abfuhrkalender und den jeweiligen Sonderterminen finden sich im Internet unter www.awb-landkreis-karlsruhe.de, Rubrik „Aktuelles“. Weitere Auskünfte gibt es auch unter der Service-Hotline (0 18 02) 98 20 20 oder bei den jeweiligen Gemeinden.

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