Leserbrief : Erheblicher Realitätsverlust

Zu den Forderungen nach weiteren Räumen anlässlich der Einweihung der Erweiterungsbauten von MPR und Schillerschule:

Seit 1971 bin ich Bürger von Bretten. In all den vergangenen Jahren ist immer an irgend einer Brettener Schule umgebaut, angebaut, erweitert oder aufgestockt worden. Auch neue Schulen wurden gebaut. Dasselbe gilt für Turn- und Schulsporthallen. Für den Gemeinderat und die Stadtverwaltung hatten Investitionen in Schulbauten immer Priorität.
Die anlässlich der Einweihung der Erweiterungsbauten von MPR und Schillerschule erhobenen Forderungen nach weiteren baulichen Maßnahmen sind gelinde gesagt eine Unverschämtheit und zeugen von Weltfremdheit und erheblichem Realitätsverlust der fordernden Personen. Wenn dem Oberbürgermeister bei soviel Unverfrorenheit „der Kragen platzt“, ist das nur verständlich. Heute ist es das zu kleine Lehrerzimmer, morgen der nicht angepasste Pausenhof etc. etc.
Wie wäre es mit etwas mehr Dankbarkeit für das bisher Erreichte. Alles muss irgendwie finanziert werden. Jetzt sollte erst einmal Schluss sein mit dem bildungspolitischem Wunschkonzert, es gibt noch viele andere Projekte, die auch erledigt werden müssen. Außerdem haben wir schon genug Schulden angehäuft. Irgendwann muss jeder Kredit zurückgezahlt werden.

Franz Gorn
Max-Planck-Straße 4
Bretten

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1 Antwort zu Leserbrief : Erheblicher Realitätsverlust

  1. -rl- sagt:

    Realitätsverlust entsteht, wenn man vergißt (oder nicht weiß), dass es sich bei allen Schulbauten um Pflichtaufgaben der Stadt – als Schulträger – handelt und deshalb die Dankbarkeit überhaupt nicht angebracht ist. Wie wäre es, wenn sich der Leserbriefschreiber die Freiwilligen Aufgaben der Gemeinde vorknöpfen würde. Dort ist ein Fundus an „finazielen Leichen“ nicht zu übersehen.

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