Rüdtwald wird nicht abgeholzt

Bretten (tk). Für Diskussionsstoff sorgte dieser Tage ein Leserbrief in den BNN, in dem sich Bürger besorgt über Baumfällarbeiten im Rüdtwald geäußert hatten.
Die Liste Unabhängiger Bürger (LUB), die derzeit zwei Stadträte stellt, hatte daraufhin in einem Schreiben den Oberbürgermeister um Mitteilung des Sachstandes gebeten.

Paul Metzger zeigte sich gegenüber den BNN „verwundert“ über die Vermutungen und daraus resultierenden Folgerungen der Bürger. Tatsache sei aber, dass „im Rüdtwald nicht abgeholzt“, sondern der Wald nach dem offiziellen Hiebs- und Kulturplan durchforstet werde. Die aktuellen Arbeiten hätten „mit einer eventuellen Erweiterung des Industriegebietes nichts zu tun“, so Metzger.
Ob und inwieweit Flächen des Rüdtwaldes in Anspruch genommen würden, sei noch nicht entschieden. Die Stadt Bretten werde bei ihren Überlegungen auch interkommunale Zusammenarbeit berücksichtigen, erklärte Metzger. Eine Beratung der Thematik im Gemeinderat werde am 30. März stattfinden. Der OB verwies darauf, dass Bretten als Mittelzentrum auch für die Schaffung von bestimmten Angeboten für Schule, Kultur und Freizeit zuständig.sei. Eine Refinanzierung dieser oft teuren Einrichtungen könne nur erfolgen, wenn auch die Wirtschaftskraft der Stadt weiter gestärkt werde.
Die Frage, ob und wie groß das Industriegebiet Gölshausen um Flächen auf Brettener Markung erweitert werde, sei nicht nur eine Entscheidung von Gemeinderat und Stadtverwaltung, sondern auch eine regionalpolitische. Die Verwaltung bereite die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes vor und werde dabei neben umweltpolitischen auch finanz- und ar-beitsmarktpolitische Aspekte beachten.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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5 Antworten zu Rüdtwald wird nicht abgeholzt

  1. n - z sagt:

    Der Haushalt 2007 sei antizyklisch ausgerichtet, tönt es im Brettener Gemeinderat. Das darf ich nur von mir geben, wenn ich genau weiß, was „antizyklisch“ bedeutet.

  2. chr.uh. sagt:

    Es wird im Gemeinderat Bretten im Zusammenhang mit dem Haushalt 2007 auch von „Vorinvestitionen“ gesprochen. Ich weiß bei bestem Willen nicht, was das ist.

  3. Ro.St. sagt:

    Im 1. Kommentar steht, was unter Refinanzierung verstanden wird.

    Bei der Stadtverwaltung Bretten versteht man darunter etwas völlig anderes, was man ohnehin nicht versteht. Also, was soll´s?

  4. mm sagt:

    Was war das doch für eine Heuchelei! Zu diesem Zeitpunkt war doch bereits alles entschieden, was dann noch kam, war Theater für’s Volk.
    Mit populistischen Formulierungen, „Angebote für Schule, Kultur und Freizeit“ finanzieren zu müssen und das über die Schaffung eines Gewerbegebietes, diskreditiert sich der Verwaltungschef selbst. Er entlarvt sich ferner als jemand der mit seinem Fachwissen nicht auf der Höhe der Zeit ist, denn unter seinen Kollegen hatte sich schon damals längst herumgesprochen, dass mit Gewerbegebieten kein Geld mehr zu machen ist. Den Zusammenhang zwischen Flächenverbrauch und Arbeitsplätzen (Anm.:es gibt keinen!), weigert er sich auch heute noch, zur Kenntnis zu nehmen. Statt dessen wiederholt er gebetsmühlenhaft Rezepte aus den frühen Jahren des Wiederaufbaus.
    Läge Bretten in Afrika, würde man Entwicklungshelfer entsenden…

  5. ran-rl sagt:

    Wie irreführend ist eigentlich die Überschrift? Wie kann behauptet werden, dass der Wald nicht abgeholzt wird, wenn die Beratungen und Entscheidungen erst Ende März gefällt werden? Sind solche Aussagen seriös?
    Oder ist eine andere Behauptung ehrlicher wenn man Begriffe verwendet die sachlich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht stimmen?
    Ein Beispiel: OB Metzger spricht von einer Refinanzierung, die laut Gablers Wirtschaftslexikon so definiert wird: „Refinanzierung ist Kreditgewährung, die nicht aus eigenen Mitteln des Kreditgebers erfolgt; dieser muss sich die erforderlichen Mittel erst beschaffen. Häufigste Form der Refinanzierung ist die Inanspruchnahme des Notenbankkredits durch die kreditgebende Bank im Weg der Rediskontierung, des Lombards oder Wertpapierverkaufs.“
    Sich als Bank aufzuspielen ist wohl eine Wunschvorstellung oder die Unkenntnis der Begriffe, mit denen versucht wird Eindruck zu erwecken. Ob das auf die Dauer gut geht?

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