Leserbrief : Ein provisorischer Kreisel

Dem neu gegründeten Fachlenkungskreis Stadtentwicklung – Verkehr – wurden in seiner konstituierenden Sitzung 16 Blätter mit Verkehrsprognosen, resultierend aus der Verkehrszählung 1986, übergeben. Allerdings ohne die zu diesen Prognosen gehörenden Erläuterungen und ohne die neuesten Zahlen aus der Verkehrszählung vom Sommer 2001.
Herr Stefan Oehler hat aus diesen Prognosen interessante Zahlen der Verkehrsbelastung mehrerer Straßen- und Prognosenzeiträume veröffentlicht. Hierbei ist bemerkenswert, dass in keiner dieser Prognosen, weder für das Jahr 2000 noch für 2005 oder 2010 die Georg-Wörner-Straße als Einbahnstraße geplant und auch nicht im Generalverkehrsplan 1973 vorgesehen war.

Trotzdem wurde aus unerklärlichen Gründen die Einbahnregelung eingeführt. Die Anwohner der Georg-Wörner-Straße wussten schon immer, dass sie an einer qualifizierten Landesstraße mit entsprechendem Durchgangsverkehr und nicht an einer normalen Gemeindestraße wohnen. Im Gegensatz hierzu wurden die Anwohner der gemeindeeigenen Weißhofer Straße nachträglich zu den zusätzlichen Verkehr aus der Georg-Wörner-Straße dermaßen belastet, dass inzwischen viele Geschäfte schließen mussten und dadurch zum Beispiel die Versorgung der Oststadt mit „Gütern des täglichen Bedarfs“ nicht mehr ausreichend möglich ist.
Inzwischen ist auch Oberbürgermeister Paul Metzger der Meinung, dass die Einbahnregelung der Georg-Wörner-Straße nicht mehr länger beibehalten werden kann. Er will dies jedoch durch eine weitere kosten- und zeitaufwendige Verkehrsplanung mit Prüfung der vorgeschlagenen Kreiselregelung untersuchen lassen.
Die Stadt Bretten könnte aber viel Geld und Zeit sparen, wenn sie vor einer endgültigen Kreuzungsregelung probeweise mit geringem Kostenaufwand einen provisorischen Kreisel einbauen würde, wie er bei der „Kreuzung Bahnhof Straße – Zähringer Stra-1 ße“ erfolgreich realisiert und in dem beiliegenden, dem Oberbür-1 germeister bekannten Kreuzungsplan vom 28.02.02 als machbar eingezeichnet ist.

Als Test für die „Machbarkeit“ meiner Planstudie vom 31.01.02 schlage ich die in obigem Plan eingezeichnete provisorische Kreiselanlage vor. Dieses Provisorium könnte ohne größere Kosten in gleicher Weise und noch leistungsfähiger wie die Kreisanlage Bahnhof – Zähringer Straße ohne Schwierigkeiten in die vorhandene Straßenfläche eingefügt werden. Hierdurch könnte die zur Entlastung der Weißhofer Straße notwendige Ost – West – Befahrung der Georg-Wörner Straße ohne Planungs-Zeitverlust eingeführt werden.

Werner Pfaus
Am Schwindelbaum 3
Bretten

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