Neue „Gründerinitiative Bretten“ nahm ihre Arbeit auf

Hilfe bis zur gesicherten Existenz
In der Ruiter Straße 2 mehr als 400 Quadratmeter Bürofläche
Bretten (wod).
Ob ein Start-Up-Unternehmen im Hightech-Bereich oder eine Hausfrau, die sich mit einer Mangelstube selbstständig machen will: Existenzgründer haben in Bretten jetzt eine eigens für sie geschaffene Anlaufstelle: Am Donnerstagabend wurde die „Gründerinitiative Bretten“ (GIB) in ihren neuen Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss in der Ruiter Straße 2 offiziell vorgestellt. Über 400 Quadratmeter Bürofläche stehen dort zur Verfügung – noch leerstehend.
Hoffentlich nicht mehr lange, hoffen OB Paul Metzger und die Geschäftsführerin der GIB, Susanne Kretschmann. Schon für kommende Woche indes hat sich eine Karlsruher PR-Agentur angekündigt, die mit vier Mitarbeitern in Bretten starten will. Über die Chancen von Gründerinitiativen referierte Friedrich Hoepfner in seiner Eigenschaft als Leiter des Cyber-Forums der Technologieregion Karlsruhe.

In den Räumen der früheren Stadtwerke, die danach von der Softwarefirma Seeburger – auch ein hier gegründetes Unternehmen – genutzt wurden, soll nun künftig denjenigen ein Büro mitsamt Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, die zwar eine marktfähige Idee, aber noch zu wenig „Know how“ und Geld haben, um Räume am freien Markt anzumieten. Davor jedoch stehen teils hohe Hürden, die es auf dem Weg zum Existenzgründer zu überwinden gilt: Fördermöglichkeiten ausfindig machen, Fachberatung einholen, gesetzliche Vorschriften abchecken, Marktchancen ausloten, Geld beschaffen. In allen Bereichen steht Kretschmann potentiellen Jungunternehmern zur Verfügung, sie will Kontakte schaffen, möglicherweise auch mit alteingesessenen Brettener Unternehmen, die eventuell als „Paten“ auftreten. Schließlich soll per Marketing auch auf die jungen Unternehmen hingewiesen werden. Kurz: Die Gründerinitiative will Jungunternehmer von der Idee über den Geschäftsplan bis zur gesicherten Existenz begleiten.

Die GIB versteht sich als regionales Netzwerk der kommunalen Wirtschaftsförderung, des Arbeitsamts, der Industrie- und Handelskammer, der Banken, örtlicher Firmen und von Bildungsträgern wie der USQ. Das Projekt der Stadt Bretten wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds. Das sei auch der Grund gewesen, warum man mit der Eröffnung habe warten müssen, so der OB. Knapp 30 Gäste, darunter die Geschäftsführer namhafter Brettener Firmen, Banker, Bürgermeister aus Nachbargemeinden und Gemeinderäte, waren gekommen, um Hoepfners Vortrag über das CyberForum zu hören. Der Brauerei-Chef stellte den virtuellen Industriepark der Technologieregion unter dem Thema „Neue Firmen, neue Jobs“ vor. Speziell für kleinere Kommunen sieht Hoepfner bessere Chancen für die Neugründung von Unternehmen: So sei Bretten weit über die Region hinaus dafür bekannt, Bürokratie durch persönliche Beratung und Engagement zu egalisieren: Das schaffe ein gutes Klima für Neuansiedlungen. So wie Bretten jetzt Räume und Flächen zur Verfügung stelle und den jungen Firmen bei der Selbstvermarktung beiseite stehe, sei der richtige Weg.

Und Bretten hat Gelände en masse: Von 40000 Quadratmetern sprach Metzger, die für neue Firmen zur Verfügung stünden. In Bretten wolle man sich um „Tüftler“ genauso kümmern wie um nicht so hoch qualifizierte Kleinunternehmer, aber auch um solche, die mit ihren Ideen neue Arbeitsplätze schaffen könnten.

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