Metzger will den Einzelhandel der Stadt fördern

Programm des „neuen“ OB
Bretten (tk). Die Sicherung und Förderung Brettens als „Stadt des Einkaufens und der Dienstleistungen“ ist einer der Schwerpunkte des alten und neuen Oberbürgermeisters. „Ich hoffe“, so Paul Metzger gegenüber den BNN, „dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich sind und die Herausforderungen als eine Gemeinschaftsaufgabe von Grundstückseigentümern, Einzelhändlern, weiteren Dienstleistern und der Stadt verstehen.“

Neben der Konkurrenz zu Anbietern auf der „grünen Wiese“ habe sich die Situation für die – vom Zuschnitt her oft zu kleinen – Geschäfte in der Innenstadt „existenzgefährdend“ vergrößert. Der in den größeren Städten zu beobachtende Trend, auf großen Flächen Erlebniskauf mit breit gefächeltem Angebot zu bieten, werde sich fortsetzen. Als Beispiel nannte Metzger die Postgalerie und das geplante ECE-Center in Karlsruhe. Zudem entstehe in Pforzheim neue Konkurrenz – und auch die Eröffnung ‚ von „Factory-Outlet-Centern“ dürfte „nur noch eine Frage des Wann sein“.

Um den Herausforderungen zu begegnen, genüge es nicht mehr, „nur Symptome zu kurieren“, sagte der OB. Notwendig werde es unter Umständen, dass kleinere Läden zu deutlich größeren Ladengeschäften mit breiterer Auswahl zusammengelegt werden. Ausser Fachgeschäften müsse es aber auch in der Innenstadt Billigpreisanbieter geben, damit die Kundenfrequenz nicht weiter reduziert werde.
Der OB forderte, dass Bretten insgesamt als Einkaufs- und Dienstleistungsstadt auftreten müsse – wozu die Diedelsheimer Höhe genauso zähle wie die Achse Melanchthonstraße-Oststadt und die Pforzheimer Straße. Die Bevölkerungsentwicklung der Region sei positiv. Nun gelte es, die dadurch angestiegene Kaufkraft in Bretten zu binden.

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3 Antworten zu Metzger will den Einzelhandel der Stadt fördern

  1. Matz sagt:

    Paul Metzger hat der Innenstadt von Bretten als Zentrum des Einzelhandels den Todesstoß versetzt, mit der Diedelsheimer Höhe, dem Kraichgau-Center, der Wilhelm-Straße sowie dem „Neben-Zentrum“ beim Handelshof. Die Gemeinde-Rädchen sind jederzeit willig über sein Stöckchen gesprungen, wenn nicht, wurde halt ein wenig nachgeholfen…

  2. ghg sagt:

    Was ist in der dritten Amtsperiode 2002 – 2010 in Sachen Förderung von Einzelhandel in der Brettener Altstadt (Innenstadt) geschehen?

    Den markigen Worten sind keinerlei Taten gefolgt. Vergleichbar den vielen potentiellen Investoren für den Rüdtwald, die sich damals sämtlich in Luft aufgelöst haben.

  3. mm sagt:

    weniger ein Programm, als eine Drohung in Richtung Einzelhandel war das wohl in der Rückschau ! Den Hinweis auf das ECE-Center Karlsruhe hätte er sich sparen können, wenige Monate später hatte er die Vision des Kraichgau-Centers, mit gleichen Auswirkungen auf den Einzelhandel der Innenstadt.

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