Absage an eine Entwicklung um jeden Preis

Paul Metzger strebt für seine dritte Amtszeit als OB die Konsolidierung Brettens an
„Stadt muss auch emotionale Freiräume haben“ / Gerlinde Hämmerle erste Gratulantin
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Um Konsolidierung Festigung Stabilisierung nicht aber um Entwicklung um jeden Preis werde es ihm in den kommenden acht Jahren auf dem Chefsessel im Brettener Rathaus gehen kündigte Paul Metzger an nachdem er am Dienstagabend feierlich für seine dritte Amtszeit verpflichtet worden war. Und auch zwischenmenschliche Aspekte sprach der Oberbürgermeister der seit 16 Jahren im Amt ist an. Die Stadt müsse nicht nur funktionieren sie müsse auch emotionale Freiräume haben für die älteren wie für die jüngeren Bewohner Und es sei ihm wichtig das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Bretten positiv zu begleiten sagte Paul Metzger.
Die offizielle Verpflichtung des Oberbürgermeisters, der als einziger Kandidat am 4 November mit 97,3 Prozent wieder gewählt worden war, nahm sein ehrenamtlicher Stellvertreter Gerhard Mayer vor. Mayer wies daraufhin, dass dies aus Altersgründen die letzte Amtszeit Metzgers sein wird. Als Chef der Stadtverwaltung und als Vorsitzender des Gemeinderats habe der Oberbürgermeister eine sehr starke Position. Dank der Direktwahl verfüge er aber auch über eine hohes Maß an Unabhängigkeit, das er bisher zum Wohl der Stadt eingesetzt habe.

In einem Rückblick auf die vergangenen 16 Jahre seit Metzgers erster Wahl 1985 streifte Mayer die Entwicklung Brettens, nannte unter anderem Industriekarussell und Stadtbahn, die Ausweisung von Industrie- und Wohngebieten, die Einrichtung der Fußgängerzone den Bau von Schulen und Kindergarten, aber auch die Bürgerinitiative Heimat- und Denkmalpflege, als deren Kopf Metzger unter anderem die Sanierung von Gerberhaus und Schweizer Hof vorantrieb. „Bretten hat sich positiv entwickelt, das Stadtbild wurde freundlicher, angenehmer reicher“, resümierte Mayer die vergangenen 16 Jahre.

Als Aufgaben für die neue Amtszeit sprach Mayer unter anderem die Schaffung weiterer Arbeitsplätze, die Verbesserung der schulischen Situation bis hin zur Einrichtung eines beruflichen Gymnasiums, die Vereinsförderung und den Erhalt des Lebensraumes an. Es sei gut, dass Metzger ein erfinderischer Kopf sei, der fehlendes Geld durch Ideen ersetzen könne „Mit Paul Metzger haben wir einen Macher als Oberbürgermeister“ Dass er auch in den Partnerstädten geschätzt wird belegten die Glückwunschadressen seiner europäischen Amtskollegen, die Mayer verlas.

Erste Gratulantin des neu verpflichteten Stadtoberhauptes war Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle. Sie wünschte Metzger dass bei ihm Mut, Ehrgeiz, Einsatzfreude und Toleranz nie erlahmen „Er wird nicht ruhen, bis er das letzte alte Gebäude m Bretten restauriert hat“, sagte sie voraus. Die Regierungspräsidentin befand im Brettener Rathaus werde Bürgernahe praktiziert. Sie wünschte Metzger dass er stets die Kräfte habe den Bürgern Rat geben zu können. Zugleich bot sie sich ihm als Ratgeberin an.
Als Kollege aus der Nachbarschaft und zugleich Brettener Bürger gratulierte der Ölbronner Bürgermeister Adalbert Bangha ,Paul Metzger ist ein Motor für die Entwicklung dieser Region. Das wirkt sich auch auf die Nachbarschaft aus. Wir Nachbarn schauen genau hin was sich in Bretten tut. Als Freund Metzgers sprach Bangha die Mahnung aus bei der Gesundheit den Bogen nicht zu überspannen. Du hast ein Anrecht auf Dich und Deine Familie.

Er habe den Wunsch immer den Konsens zu finden um diese Stadt und ihre Bürger voran zu bringen sagte Paul Metzger abschließend und räumte ein: Alleine kann ich das nicht erreichen. Er dankte den Bürgern die ehren-amtlich Projekte mit getragen haben die die Stadt allem nicht hätte bewerkstelligen können. Metzger erwähnte jene die sich am Arbeitsplatz engagieren ebenso wie jene die als Unternehmer für Arbeitsplätze und damit eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit sorgen. Sein Wunsch sei der soziale Friede in der Stadt. „Ich sehe nicht die Chance Erfüllung aller Wünsche. Aber die wichtigen Dinge sollen vorangebracht werden” fasste der Oberbürgermeister sein Programm zusammen.

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