Leserbrief: Anpruch und Wirklichkeit

von Gunter Lange
Zum Thema Entwicklung Sporgasse soll laut BNN vom 1.2.2017 Herr OB Wolff nach der Haushaltsklausur erklärt haben: „Erst soll ein funktionales Konzept erarbeitet, dann ein Investor gesucht werden, der die Vorstellungen umsetzt.“ Das klingt als wäre die Idee, den großen Freiraum des Sporgassenparkplatzes städtebaulich zu entwickeln, gerade gestern entstanden.
Aber schon in seiner Antrittsrede vom 25.2.2010 sagte Herr Wolff zu diesem Thema: „Was wir brauchen, ist eine rückwärtige Bebauung des Sporgassenareals und, falls machbar, eine Tiefgarage, Plätze und Flächen, wenn es geht mit viel Grün…“
Im April 2012 antwortete mir Herr Wolff auf einer gemeinsamen Fahrt nach Karlsruhe in der Stadtbahn vor Zeugen auf meine Frage, wie es denn nun mit der Verkehrsplanung weiterginge: „Zuerst widmen wir uns der Sporgasse weiter und wenn die fertig ist, gehen wir an die Verkehrsplanung.“

2017 bin ich einfach nur enttäuscht. Ich hätte als einer, der Bretten stadtplanerisch immer noch verbunden ist, wenigstens den Vollzug einer dieser beiden versprochenen Maßnahmen noch erlebt. Die Antrittsrede von Herrn Wolff endete nämlich 2010 mit dem Satz: “ Nutzen wir die Zeit, die wir haben, für kreative und zielstrebige Diskussionen, verzetteln wir uns nicht im Klein-Klein, packen wir die vor uns liegenden Herausforderungen schnell und entschlossen an.“
Der einleitende Satz dieser Rede lautete: „Der OB ist nicht nur Oberhaupt der Stadtverwaltung…..Er ist Moderator, Koordinator, Antreiber, Mahner, Zuhörer, Ideengeber, Gestalter und Entscheider.“ Nach dieser Antrittsrede war ich damals überzeugt, den Richtigen gewählt zu haben.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Innenstadtentwicklung abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Leserbrief: Anpruch und Wirklichkeit

  1. -az- sagt:

    „Nach dieser Antrittsrede war ich damals überzeugt, den Richtigen gewählt zu haben.“

    Nicht nur Sie, Herr Lange!
    Aber nicht lange… 🙁

    Ein weiteres Zitat aus der OB-Rede:
    “Rat und Verwaltung sollten sich daher nicht als „geschlossene Gesellschaft“ verstehen, keinen Alleinvertretungsanspruch für die örtlichen Belange reklamieren und sich erst recht nicht in Besitz der alleinigen und selig machenden Weisheit wähnen.”

    Und das ist der vorläufige Gipfel:
    http://www.bak-bretten.de/texte/wp/2015/08/08/stellungnahme-von-stadtrat-gernot-fritz-zur-dezernatsabgrenzung/

    Das war eine Meisterleistung zwischen Beamtenkollegen und Teilen (zwei außerhalb der CDU Fraktion) des Gemeinderats.
    OberbürgerMEISTER und BürgerMEISTER – macht Sinn…

    Was hat den der BM Nöltner als Baubürgermeister – von Beruf Lehrer – bisher gebracht?
    Mindestlohn (lt.OB) 9145Euro/Monat
    Siehe unter –
    http://www.bak-bretten.de/texte/wp/2015/05/05/die-buergermeisterwahl-2015/
    – und die Kommentare!

    Liegen dem Gemeinderat (als Aufsichtsgremium) Antworten vor?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.