Endspurt für eine andere Politik

IG_MetallIG Metall Bruchsal-Bretten ruft in Betrieben und im Internet zur Bundestagswahl auf
Die IG Metall Bruchsal-Bretten ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf. Unter dem Motto „Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert“ versucht die Gewerkschaft, möglichst viele Menschen und Beschäftigte dazu zu motivieren, am 22. September ihre Stimme abzugeben. Der Aufruf wird begleitet von einem ungewöhnlichen Internet-Videoclip und lokalen Aktionen in den Betrieben. In den Betrieben der Region verteilen derzeit ehrenamtliche engagierte Mitglieder der IG Metall rund 8.000 von bundesweit 1,3 Millionen Faltspiel-Karten und Plakate, um mit unentschlossenen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen und sie zur Wahl zu bewegen.

Die Bundestagswahl ist für die Beschäftigten die beste Möglichkeit, ihre Interessen in die Bundespolitik zu tragen, deswegen ist die Teilnahme an der Wahl so wichtig“, erklärt Eberhard Schneider, 1. Bevollmächtigter der IG Metall bei der Sitzung der Vertrauensleute in Bruchsal. „Wir können als Gewerkschaft vor Ort und mit Tarifverträgen für sichere Arbeitsplätze und gute Jobs kämpfen. Den Rahmen dafür steckt aber die Politik, die wir am 22. September mitbestimmen können.“

Eine Wahlempfehlung gibt die IG Metall als größte Einheitsgewerkschaft nicht ab. Die Gewerkschaft hat im Sommer unter 7.425 Beschäftigten ihrer Branchen erhoben, welche Themen und Probleme die Menschen interessieren. Dabei kam heraus, dass sich die Beschäftigten vor allem einen flächendeckenden Mindestlohn und größere Anstrengungen im Kampf gegen Leiharbeit, Werkverträge und Altersarmut wünschen. Die zentralen Forderungen der Beschäftigten hatte die IG Metall im Vorfeld des TV-Duells in ganzseitigen Anzeigen in mehreren Tageszeitungen an die Politik gerichtet.

Einen großen Erfolg verbuchte die IG Metall im Internet: Seit Anfang September riefen inzwischen weit über eine Million Nutzer den Videospot „Geh wählen: Metallmix 2013“ auf.
Die Faltspiele zur Ansicht: http://arbeitsicherundfair.de/wahl2013
Das Wahlwerbevideo „Geh wählen: Metallmix 2013

Die Plakate zur Ansicht: www.igmetall.de/bundestagswahl

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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13 Antworten zu Endspurt für eine andere Politik

  1. h - z sagt:

    Auch ich möchte nicht wissen, ob beispielsweise Änderungen und Streichungen in Wahlprotokollen sowie formale Fehler bei der Auszählung und Kontrolle der Stimmzettel vorgekommen sind. Und ob ein Wahlleiter einer genauen Überprüfung zugestimmt oder ob er Bemühungen um eine Nachzählung abgeblockt hat.

    Es ist eine Tatsache, dass in Wahllokalen auch falsch gezählt wird: Welcher Mensch macht keine Fehler?
    Wichtig ist doch nur, dass die Zahlen am Ende des Wahltages passen! 🙂

  2. HGR sagt:

    Badische Neueste Nachrichten am 28. September 2013

    In Essen wird neu ausgezählt

    Essen (dpa). Im Essener Wahlkreis 120 ging die Bundestagswahl mit dem historisch knappsten Vorsprung von nur drei Stimmen aus – jetzt wird wegen Unstimmigkeiten neu ausgezählt. Das entschied der Kreiswahlausschuss gestern nach hitziger Diskussion einstimig. Der CDU-Kandidat Matthias Hauer hatte das Direktmandat gegen Petra Hinz von der SPD gewonnen. Bei der Prüfung der Protokolle der Auszählung waren aber in 23 Bezirken Unstimmigkeiten aufgetaucht. Nachzählungen hatten 31 Stimmen Vorsprung für die SPD-Kandidatin ergeben. Hinz und Hauer bleiben unabhängig vom Ausgang der Neuauszählung im Bundestag. Beide haben sichere Listen-Plätze.

    3 Simmen oder 31 Stimmen – was macht das schon?
    Addieren oder besser Zusammenzählen fällt den Wahlhelfern sehr schwer. Oder Manipulieren fällt dann leicht, wenn es nicht bemerkt wird!

    Ich möchte gar nicht wissen, was und wo natürlich entschuldbar falsch gelaufen ist. Die sicheren Listen-Plätze beider Kandidaten lassen das Vergehen eben nicht als entschuldbar erscheinen! Unstimmigkeiten – wenn sie bemerkt werden – dürfen halt überall mal vorkommen!

    Deutsches Wahlrecht – ein Scherbenhaufen!

  3. -nz- sagt:

    „Die Zukunft wird ganz anders werden:
    Die Käseglocke über Deutschland wird platzen!

    Historiker werden einmal den Bundestagswahlkampf 2013 in Deutschland als das extremste Beispiel dafür bewerten, wie ein von der Geschichte prinzipiell schon abgehalftertes Establishment skrupellos versucht hat, jegliche Realität aus der öffentlichen Debatte herauszuhalten, um den eigenen Machterhalt nicht zu gefährden. Denn es mußte befürchten, daß die politische Lage gekippt wäre, wenn die Wähler begriffen hätten, worum es wirklich ging. Ironischerweise machte es deshalb auch keinen grundsätzlichen Unterschied, welche Koalition ans Ruder kam, weil keine Kombination mental in der Lage war, die Grenzen des postdemokratischen Aquariums zu sprengen, zu dem die Bundesrepublik Deutschland verkommen war.
    Da es keinen Zweifel gibt, daß alle führenden Vertreter dieser Parteien sehr wohl wußten, daß die von der EU und der Finanzelite anvisierten drakonischen Maßnahmen den Lebensstandard der Bevölkerung kürzen und in vielen Fällen sogar ihr Leben verkürzen werden, handelt es sich um eine bewußte Täuschung, um Betrug am Wähler.“…
    …weiter lesen unter

    http://www.solidaritaet.com/neuesol/2013/39/hzl.htm

  4. ghg sagt:

    Zum Kommentar „Die SPD ist gefordert“ MARTIN FERBER BNN 27. September 2013:

    …“Noch einmal vier Jahre Stillstand kann sich Deutschland nicht leisten, der Reformvorsprung, den das Land dank der Agenda 2010 der Regierung Schröder hatte, wäre endgültig aufgezehrt. Als Regierungspartei könnte die SPD Reformmotor sein.“

    Hier werden die Tatsachen verkannt. Vier Jahre Stillstand hat „Mutti Angie“ von der CDU zu verantworten. Und trotzdem oder gerade deshalb ist sie mehrheitlich gewählt und dafür belohnt worden. Nun hat sie Gelegenheit, die Früchte ihrer Arbeit einzufahren, um zu zeigen was (nicht) in ihr steckt. Denn Reformen sind überfällig.

    Den eventuell kleineren Koalitionspartner vorab in die (Medien-)Pflicht zu nehmen:

    Die SPD ist gefordert

    bedeutet, den Steigbügelhalter für die „hohe Reiterin“ zu spielen! Dafür sollte sich die SPD zu schade sein!

  5. G. H. sagt:

    @ spezi

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

    Also müssen demnächst Wahlbeobachter her, um zu kontrollieren!

  6. spezi sagt:

    Hier noch ein Zitat – niederschmetternd oder nur noch zum lachen…?

    „Kommentar von Annette:
    Ich war Wahlhelferin, und rein zufällig hat der Wahlvorsteher die Stimmen für eine umstrittene Partei viel zu niedrig eingetragen. Schelm, der Böses dabei denkt … (Wir haben ihn allerdings erwischt.)“

  7. h - z sagt:

    @ spezi

    Die Wahlergebnisse wurden vom Bundeswahlleiter, der auch gleichzeitig Präsident des Statistischen Bundesamtes ist, festgestellt!
    Er wurde vom Bundesinnenminister auf unbestimmte Zeit ernannt und überwacht die Bundestagswahlen.

    Wer sollte daran zweifeln?

    Man zweifelt ja auch nicht an den Statistiken des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden!

  8. spezi sagt:

    Nun ist die Wahl vorbei – und die Ergebnisse???

    Die Welt
    „Schwere Pannen bei Auszählung in Hamburg“

    http://www.welt.de/regionales/hamburg/article120332544/Schwere-Pannen-bei-Auszaehlung-in-Hamburg.html

    Weiter Zitate:

    „… doch wer garantiert, dass es in anderen Wahlbezirken wirklich immer zu 100% abläuft?“

    „Bereits Stalin sagte ja schon, dass es nicht auf das Wahlergebnis sondern auf den ankommt, der die Stimmen auszählt.“

    Glücklicherweise brauchen wir uns ja über solche Sorgen in einer funktionierenden Demokratie keine Gedanken zu machen. Sicher werden sich die Unklarheiten alle restlos aufklären, denn solche unschönen Dinge gibt es ja nur in Zimbabwe, Iran, den USA oder beim „bösen Putin“…

  9. HGR sagt:

    Von epochalem Triumph der CDU/CSU ist die Rede (29,3 Prozent der Wahlberechtigten hat sie hinter sich gebracht, nicht einmal ein Drittel!)

    Auch heuer ist man mit Koalitionsaussagen ins Rennen gegangen. Was ist dabei rausgekommen?…

    Derartige Wähler-Verunsicherungen („Manipulationen“) waren noch nie glaubwürdig. Nach einer Wahl ist doch jede Koalition wegen des Regierens und Machtstrebens denkbar, weil der Wähler nach seiner Wahl nichts mehr zu entscheiden hat:

    Wer seine Stimme abgibt, hat nichts mehr zu sagen!
    Übrigens: Wer Rot wählt, will Schwarz nicht und umgekehrt!

  10. ghg sagt:

    Noch eine andere Betrachtungsweise ist möglich:

    71,5% = Wahlbeteiligung
    15,0% = 6,86 Mio. ohne Stimmeneinfluss
    56,5% = Wahlbeteiligung
    Davon
    34,1% = Stimmenanteil CDU
    29,3% = der Wahlberechtigten werden durch die CDU repräsentiert. Das ist nicht einmal ein Drittel!

    Was gibt es hier zu jubeln?

  11. G. H. sagt:

    „Endspurt für eine andere Politik“

    Die Schlussfolgerungen und Analysen von Politikern und Medien über das Wahlergebnis lassen sehr zu wünschen übrig: Warum?

    Vergleich der Ergebnisse 2013 und 2009

    2013
    CDU 34,1% CDU
    CSU 7,4% CSU
    Total: 41,5%

    SPD 25,7%
    LINKE 8,6%
    GRÜNE 8,4%
    Total: 42,7%
    DIFFERENZ: + 1,2%

    2009
    CDU 27,3%
    FDP 14,6%
    CSU 6,5%
    Total: 48,4%
    DIFFERENZ: + 2,8%

    SPD 23,0%
    LINKE 11,9%
    GRÜNE 10,7%
    Total: 45,6%

    Die Koalition von 2009 bis 2013 hatte 2,8 Prozent der Stimmen mehr als die Opposition.
    CDU/CSU haben aktuell 1,2 Prozent Stimmen weniger als SPD, die LINKE und GRÜNE.
    CDU/CSU fehlen ohnehin acht = 8 Sitze für eine Mehrheit im Bundestag.

    Es fehlt mir die rechnerische Ableitung, um mit der CDU/CSU als Wahlsieger mitjubeln zu können.

  12. h - z sagt:

    Hin zu einem Zweiparteiensystem! Weg mit der anonymen Landesliste!
    Aber was, wenn es nur CDU und SPD geben würde?

    1. Ein Mehrheits- und Persönlichkeitswahlrecht reichen völlig aus.
    2. Nur eine einmalige Wiederwahl als Kanzler!
    3. Keine staatliche Parteienfinanzierung, sondern allenfals durch Spenden wie bei eingetragenen Vereinen.
    4. Keine Freistellung (Vollkaskoversorgung) für Angehörige aus dem öffentlichen Dienst, weil Nichtangehörige ihre Arbeit auch aufgeben müssen. …

    Lassen wir uns überraschen, wer mit wem das Wahlergebnis (aus-)nutzt, nur um mitzuregieren!

  13. h - z sagt:

    Zur Pressemitteilung fällt mir das gestrige Zitat in der Sendung „Pelzig hält sich“ ZDF, 22.45-23.45 Uhr, ein:

    „In der Diktatur hat man keine Wahl und wird unterdrückt.
    In der Demokratie kann man wählen, von wem man unterdrückt wird.“

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