Weit höher als erwartet

Bretten hat Dioxinwerte jetzt schwarz auf weiß vorliegen
BRETTEN. Seit Dienstag morgen hat die Stadt Bretten es vom Pforzheimer Ingenieurbüro Weber schwarz auf weiß auf dem Tisch: Auf den Dächern der Ablaugerei Süd neben dem alten Malaggelände liegt Dioxin in einer Konzentration von 400 Nanogramm pro TK. Dies ist der höchste Wert von insgesamt drei Staub-Stichproben, die beiden anderen liegen bei 100 und 67 Nanogramm pro Einheit. Alle befinden sich damit weit über der zulässigen Konzentration und liegen auch wesentlich höher als die bisher vom Gewerbeaufsichtsamt festgestellten Abluft-Ergebnisse bei der Ablaugerei, die vom Amt als unbedenklich eingestuft wurden.

Für den Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger, der sich am Dienstag morgen mit den von der Stadt in Auftrag gegebenen Untersuchungsergebnissen konfrontiert sah, die er „zwar befürchtet, aber so nicht erwartet hatte“, sind derzeit zwei Schlußfolgerungen möglich. Einmal könnte das Dioxin noch aus der Zeit der Malag- oder Neff-Werke stammen, oder das Gewerbeaufsichtsamt „hat immer dann gemessen, wenn der Ofen gerade sauber war und nicht, wenn die Klagen der Anwohner abends um 21 Uhr kamen“.

Für den OB ist augenblicklich in erster Linie wichtig, Ergebnisse der Rastermessungen des Landes aus den angrenzenden Wohngebieten zu erhalten – hier liegen neben Wohnungen zudem die Jugendmusikschule und das Jugendhaus mit Außenspielbereich. Zunächst allerdings soll jetzt möglichst schnell die Diskrepanz der verschiedenen Meßergebnisse geklärt werden – was auch zur Frage der Kostenübernahme bei der Entsorgung des Geländes von Bedeutung ist. Die Ablaugerei Süd wird ihren Brettener Standort nämlich linde des Jahres aufgeben. gm

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