Wurde Stadt Bretten von Firmen betrogen?

Staatsanwaltschaft prüft:
OB Metzger hält für denkbar: „Ein Windei“
BRETTEN. Eine „saubere Verwaltung“ liegt Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger mehr am Herzen, als Gerüchte und Stammtischparolen, wenngleich er diese durchaus ernst nehmen und deshalb in die Offensive gehen will: Die Staatsanwaltschaft und die Gemeindeprüfungsanstalt sollen überprüfen, ob die Stadt Bretten im Zusammenhang mit Bauleistungen in den letzten Jahren von Auftragsnehmern betrogen wurde. Den Stein ins Rollen brachte Manfred Groß, der Vorsitzende des Brettener Handwerkervereins, der in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats die Behauptung aufgestellt hatte, auswärtige Betriebe würden häufig städtische Aufträge – sowohl was die Leistung als auch die Materiallieferungen betreffe – in minderwertiger Qualität ausführen und Ausschreibungskriterien nicht einhalten.

Auch aus der Mitte des Gemeinderats wurden Mutmaßungen laut, wonach bei öffentlichen Bauaufträgen in Bretten auswärtige Handwerker quasi tun und lassen könnten, was sie wollten, und das städtische Bauamt die mangelhafte Auftragserfüllung nicht bemerke. „Wenn die Anschuldigungen zutreffen, ist die Angelegenheit ein Fall für den Staatsanwalt“, erklärte Oberbürgermeister Metzger in öffentlicher Sitzung, der daraufhin die Strafverfolgungsbehörden einschaltete. Nach den ersten Ermittlungen, so OB Metzger auf Anfrage, hätten sich jedoch noch keine Hinweise auf Straftatbestände ergeben.

Metzger will nicht ausschließen, daß sich die ganze Angelegenheit letztlich als Windei entpuppt, ausgelöst von der Brettener Handwerkerschaft, die nicht begreifen wolle, daß nach öffentlichen Ausschreibungen Stadt und Gemeinderat gehalten seien, das annehmbarste Auftragsangebot zu akzeptieren.
ko

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