Arbeitsplatzsicherung chancenlos

Grüne zu Neff und Zanker:
„Die Belegschaften werden hinters Licht geführt“
STUTTGART. Die Grünen in Baden- Württemberg stellten gestern fest, die baden-württembergische Landesregierung führe mit ihrer Millionenhilfe für die AEG-Firmen Neff und Zanker die Belegschaften beider Betriebe „hinters Licht“. Der Millionenkredit sei keine „wirkliche Hilfe für die Betroffenen, hieß es in einer Mitteilung der Grünen, sondern „erfüllt lediglich die Wünsche des AEG-Vorstandes und des Banken- Konsortiums, die eine rasche und ruhige Schließung der beiden Werke in Bretten und Tübingen anstreben“.

Die Grünen schlagen vor, ein unabhängiges Wirtschafter-Team mit der Ausarbeitung von Alternativkonzepten zu beauftragen. Diese Konzepte sollen auf die Erhaltung aller Arbeitsplätze zugeschnitten sein und langfristige Produktionskonzepte beinhalten. Die Belegschaften von Zanker und Neff hätten nach Auffassung der Grünen „sonst keine andere Möglichkeit, als mit einer Betriebsbesetzung auf die Hinhaltetaktik der Landesregierung und die Schließungsabsichten zu reagieren“.

Die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD Baden-Württemberg hat im Zusammenhang mit den Bemühungen um die Hilfe für den AEG-Konzern kritisiert, „daß es in unserem Lande zwei Klassen von Arbeitsplätzen gibt“. Zu den „erstklassigen“ Arbeitsplätzen gehörten wohl die Großunternehmen und der öffentliche Dienst, zu den „zweitklassigen“ die Arbeitsplätze der mittelstandischen Industrie, beim Handel, beim Handwerk und in den freien Berufen, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der Landes-SPD.

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