Sorge um Neff-Werke

Es geht um 2000 Arbeitsplätze
Heute AEG-Sondersitzung des Landeskabinetts
KARLSRUHE/STUTTGART. Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Wintruff und sein Kollege im Europa-Parlament Horst Seefeld haben sich gestern in Bretten gegen eine mögliche Schließung der zum AEG- Konzern gehörenden Neff-Werke ( Bretten) ausgesprochen. In einer in Karlsruhe veröffentlichten Mitteilung äußerten die Abgeordneten ihren Unmut darüber, daß ein „gut funktionierender und leistungsfähiger Betrieb geopfert werden soll, um das Versagen des AEG-Managements auf Kosten anderer regulieren zu wollen“.

Eine Schließung des Brettener Neff-Werkes würde nach Meinung der Parlamentarier eine beträchtliche Sorge für die Stadt Bretten bringen. Rund jeder vierte Arbeitsplatz hänge in der großen Kreisstadt von Neff ab. Von einer eventuellen Schließung Neffs würden rund 2 000 Menschen betroffen. Bei Neff werden Herde gefertigt.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Späth hat heute das Landeskabinett zu einer Sondersitzung über die aktuelle Lage bei AEG und ihre Produktionsstätten in Baden-Württemberg einberufen. Späth will dabei den Ministerrat über den bisherigen Verlauf der Beratungen zwischen Beamten des Wirtschaftsministeriums und Mitarbeiter von AEG-Telefunken und sein Gespräch mit AEG-Chef Dürr informieren. Bei diesen bis Mittwoch dauernden Gesprächen sollen die Folgen des Vergleichsantrags auf die 18 oaden-württembergiscnen Betriebsstätten von AEG-Telefunken erörtert werden.

Wie das Staatsministerium gestern weiter mitteilte, soll dabei auch die Frage geprüft werden, „inwieweit das Land mithelfen kann, mögliche Folgeprobleme im Zulief erbereich zu mindern“. Späth forderte alle Beteiligten auf, jetzt mit Besonnenheit zusammen mit der Landesregierung alles zu versuchen, um möglichst vielen betroffenen Arbeitnehmern ihre Arbeitsplätze zu erhalten.

N.N.

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