Zu den Plänen der Stadt und des Caritas-Verbandes, das Katholische Altenheim auf das Mellert-Fibron-Gelände zu verlagern, erklärt Heinz-Peter-Schwertges, Kandidat der LINKEN zur OB-Wahl:

Senioren brauchen an ihrem Lebensabend eine vertraute Umgebung und soziale Kontakte. Beides ist am bisherigen Standort des Katholischen Altenheims in der Apothekergasse und damit im Zentrum der Stadt gewährleistet. Flächen für eine notwendige Erweiterung wären in unmittelbarer Nachbarschaft im westlichen Bereich des Sporgassen-Areals vorhanden. Dagegen würden die Bewohner des Altenheims bei einer Verlegung der Einrichtung auf das Mellert-Fibron-Areal an den Rand der Stadt gedrängt. Zwar befinden sich hier mit zwei Stadtbahnhaltestellen und dem Kraichgau-Center gute Verkehrsanbindungen und Einkaufsmöglichkeiten, die eine allgemeine Wohnnutzung – wie von der Brettener LINKEN seit langem gefordert – sinnvoll machen würde.

Die jetzt bekannt gewordenen Pläne aber laufen auf die Schaffung eines isolierten „Alten-Ghettos“ zwischen Gewerbe-Immobilien hinaus, die gerade den Bedürfnissen von Senioren nach sozialer Integration in einer vertrauten Umgebung widersprechen. Einen ähnlichen Fehler hat man bereits bei der Planung des neuen Evangelischen Altenheimes auf der anderen Seite der Bahnlinie gemacht. Außerdem stehen die Verlagerungspläne in krassem Widerspruch zu der von OB Wolff immer wieder vollmundig propagierten „Stärkung der Innenstadt“. Die Verlagerung des Altenheims mit seinen Bewohnern, Mitarbeitern und Besuchern aus der Innenstadt an den Stadtrand würde die Frequenz und Bedeutung der Innenstadt weiter schwächen. Dies gilt auch für die geplante Verlagerung der Diakonie und der ev. Abrechnungsstelle aus dem Innenstadtbereich auf das Mellert-Fibron-Gelände.
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von Gunter Lange
Zum Thema Entwicklung Sporgasse soll laut BNN vom 1.2.2017 Herr OB Wolff nach der Haushaltsklausur erklärt haben: „Erst soll ein funktionales Konzept erarbeitet, dann ein Investor gesucht werden, der die Vorstellungen umsetzt.“ Das klingt als wäre die Idee, den großen Freiraum des Sporgassenparkplatzes städtebaulich zu entwickeln, gerade gestern entstanden.
Aber schon in seiner Antrittsrede vom 25.2.2010 sagte Herr Wolff zu diesem Thema: „Was wir brauchen, ist eine rückwärtige Bebauung des Sporgassenareals und, falls machbar, eine Tiefgarage, Plätze und Flächen, wenn es geht mit viel Grün…“
Im April 2012 antwortete mir Herr Wolff auf einer gemeinsamen Fahrt nach Karlsruhe in der Stadtbahn vor Zeugen auf meine Frage, wie es denn nun mit der Verkehrsplanung weiterginge: „Zuerst widmen wir uns der Sporgasse weiter und wenn die fertig ist, gehen wir an die Verkehrsplanung.“

2017 bin ich einfach nur enttäuscht. Ich hätte als einer, der Bretten stadtplanerisch immer noch verbunden ist, wenigstens den Vollzug einer dieser beiden versprochenen Maßnahmen noch erlebt. Die Antrittsrede von Herrn Wolff endete nämlich 2010 mit dem Satz: “ Nutzen wir die Zeit, die wir haben, für kreative und zielstrebige Diskussionen, verzetteln wir uns nicht im Klein-Klein, packen wir die vor uns liegenden Herausforderungen schnell und entschlossen an.“
Der einleitende Satz dieser Rede lautete: „Der OB ist nicht nur Oberhaupt der Stadtverwaltung…..Er ist Moderator, Koordinator, Antreiber, Mahner, Zuhörer, Ideengeber, Gestalter und Entscheider.“ Nach dieser Antrittsrede war ich damals überzeugt, den Richtigen gewählt zu haben.

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Letzten Sonntag habe ich einen Baum gesucht an dem ich mein Bein heben konnte. Dabei kam ich zufällig an der Sporthalle im Grüner vorbei, wo eine Wahlkampfveranstaltung des Oberbürgermeisters – Entschuldigung der Neujahrsempfang der Stadt Bretten – stattfand. Es war viel los. Alles was glaubt, kulturell Rang und Namen zu haben (ob zu Recht oder Unrecht), war aufmarschiert. Und der OB hielt eine fulminante Rede, unter dem Motto „Es geht was“.
Es war grandios, was er alles aufgezählt hat. Auf die Sporgasse soll so allerlei: ein Ärztehaus, Wohnen, Einkaufen, ein Festplatz und vielleicht sogar die Stadtbücherei. Genau weiß es Herr Wolf aber noch nicht. Vielleicht soll die Bücherei ja auch in die Weißhofergalerie, wobei Intersport Zimmermann bald tote (Turn-)Hose ist. Wenn die Bücherei in die Weißhofergalerie kommen sollte – da ist sich unser OB, wie gesagt noch unsicher – sollte er aber auch gleich eine Spezialfirma für Papierrestaurierung dazunehmen, denn unter Wasser, das durchs Dach kommt, leiden Bücher bekanntlich besonders. weiter lesen –>

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Leserbriefvon unbekannt (Name des Verfassers ist dem BAK bekannt)

Solange Paul Metzger OB war, gab es Vorgehensweisen mit denen man, zeit­gleich oder im Nachhinein, nicht unbedingt einverstanden sein konnte. Sie hatten aber eine Gemeinsamkeit: die „Stossrichtung nach vorne“; es war zu erkennen, dass Paul Metzger den „Laden zusammenhält“ .
Diese Art und Weise ist mit dem OB-Wechsel abhanden gekommen. Die ver­schiedenen Groß-Ereignisse zeigen dies deutlich.

— Da wird das Kaufhaus Schneider saniert, über Bürgerbefragung ein neuer Name gesucht, eine Mehrheit schält sich heraus, aber der Gemeinderat entscheidet etwas anderes. Der Bürgerwille wurde mit Füßen getreten.
— Da wird groß und wichtig ein Moscheeneubau diskutiert, aber plötzlich vollzieht die Verwaltungsspitze eine Kehrtwende um 180 Grad. Die Chance von sichtbarer Toleranz hin zur Akzeptanz ist vertan.
— Eine Firma offeriert, in engster Zusammenarbeit mit dem Rathaus, die Ver­sorgung Brettens mit Breitband. Sie gibt als Mindestlimit 3370 Vorver­träge an, um beginnen zu können. Es kommen aber nur ca. 2650 Vorverträge zustande. Trotzdem soll das Projekt begonnen werden. Die Glaubwürdigkeit in die Firma in Verbindung mit dem Rathaus wird weiter ausgehöhlt.
— Da wird plötzlich, so wie ein Kaninchen aus dem Hut, eine Bebauung des Sporgassenareals – schon fix und fertig entworfen – der Allgemeinheit präsentiert. Der Unwille der Brettener zu solcher Vorgehensweise und zum Projekt selbst schlägt hohe Wellen. Verschiedene Veränderungen dümpeln vor sich hin. Niemand erfährt, wie viel Zeit, Energie und Geld verschwendet wurde.
Warum „In der Eidelstein“ ein Neubaugebiet aus dem Boden stampfen, Gärten, Streuobstwiesen, Felder, die Schutzregeln zu natürlichen Fluren missachtend, opfern? Auf dem Harschgelände ist auch Wohnbebauung vorgesehen.
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dieLinkeZu einem kommunalpolitischen Stammtisch lädt der Brettener Ortsverband der Partei DIE LINKE für Mittwoch, den 18. Mai um 19.00 h in die Gaststätte LUCULLUS (Pforzheimer Straße) ein. Dabei wird Stadtrat Hermann Fülberth über aktuelle kommunale Themen berichten. Wie geht es weiter auf der Sporgasse?, Was ist los mit der Breitbandverkabelung? Bewegt sich Bretten nach vorne oder nach rückwärts?
Gäste sind herzlich willkommen, eine rege Diskussion ist erwünscht.

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bak_logoZitat aus Ihrer Antrittsrede:
Was wir brauchen, ist eine rückwärtige Bebauung des Sporgassenareals und, falls machbar, eine Tiefgarage. Plätze und Flächen, wenn es geht mit viel Grün, müssen weiterhin für eine freundliche Innenstadt vorhanden sein. Auch für eine unserer Hauptattraktionen: Das Peter-und Paul-Fest.

Dann ist doch eigentlich alles klar, oder? Wozu eigentlich dann das ganze Hickhack der vergangenen Wochen?
Falls Sie also bei Ihrem nächsten Projekt/Vision Ihren Masterplan verlegt haben sollten, hier beim BAK werden Sie fündig!

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Leserbriefvon Dr. Frank Altenstetter
Obwohl die Stadtwerke Bretten durch die Finanzierung des Freibades und der wirtschaftlichen Energieproblematik bereits hoch verschuldet waren, wurde ihnen eine Kostenübernahme von über 10 Millionen Euro für den Hallenbadbau aufgebürdet. So sollte der Bevölkerung signalisiert werden, dass trotz der erheblichen Kostenerhöhung durch das Erstellen eines zweiten Beckens für Wellness der städtische Haushalt nicht belastet wird. Wie zu erwarten, müssen jetzt die Stadtwerke Bretten massiv finanziell unterstützt werden. Daher stehen durch dieses konzeptionslose Verhalten zur Zeit keine finanziellen Mittel für eine Tiefgarage zur Verfügung.
Es ist zu befürchten, dass als Verlegenheitslösung durch eine weitere Fehlentscheidung das Sporgassenareal mit einem wuchtigen Parkhausturm bebaut wird. Aber nur eine Tiefgarage als optimale Lösung kann die beabsichtigte Platzatmosphäre schaffen.
Es ist außerdem geplant, möglichst bald auf dem Sporgassenareal ein Ärztehaus zu errichten, um damit ein Abwandern von Ärzten, wofür es aber zur Zeit vermutlich keinen Anhalt gibt, zu verhindern. In Wirklichkeit wird ein Ärztehaus in erster Linie als Publikumsfrequenzbringer mit 800 Praxisbesuchern angesehen, von denen erwartet wird, das sie trotz ihrer Erkrankung noch „shoppen“ gehen.

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Leserbriefvon Gunter Lange
Sehr geehrter Herr OB Wolff, sehr geehrter Herr Bürgermeister Nöltner, sehr geehrte Damen und Herrn des Gemeinderates, die Bürgerinformations-veranstaltung am 18.2. hat für mich folgende Erkenntnisse gebracht:

1. OB, BM. und die Mehrheit des Gemeinderates sind entschlossen, auf dem Sporgassenparkplatz ein Ärztezentrum errichten zu lassen. Dies ist ihr Recht, aber auch Ihre Pflicht, wenn dies nicht vorwiegend dem Interesse einzelner, sondern vor allem dem der Allgemeinheit dienen sollte.

2. Die eindeutige Mehrheit der ca. 500 anwesenden Bürger will aber den geplanten Koloss eines 75 m langen, 40 m breiten Parkhauses nicht. Die Bevölkerung spricht sich für ein Gesamtkonzept mit Parken unter der Erde und Einbeziehung von Wohnen aus, wie dies auch zutreffend Ortsvorsteher Aaron Treut formuliert hat.

3. Sie, Herr OB Wolff, sind trotz dieser Stimmungslage offenbar wild entschlossen, die Planung und das Einzelinteresse des Investors an der jetzigen Planung schnell umzusetzen.

4. Das Abschmettern der Frage von Alt-OB Metzger, auf welcher Baurechtsgrundlage das Vorhaben genehmigt werden soll, war nicht nachzuvollziehen.

Dadurch sehe ich mich als Beamter i. R. auch noch zu folgendem Hinweis verpflichtet: Auch OB, Verwaltung und Gemeinderat haben sich an Gesetze zu halten. Weder das Ärztezentrum noch das geplante Parkhaus sind in der vorgelegten Form genehmigungsfähig.
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Leserbriefvon Judith Fritz
Dass in Bretten eine Bebauung ohne Überlegung und sofort, also spornstreichs entsteht, kann man nicht behaupten. Fassungslos ob der veröffentlichten Entwürfe zur Sporgassenbebauung öffnen wir sofort die Stadtplanungsseite der Stadt Bretten – vielleicht hat man Wesentliches verpasst – liest aber die beruhigenden Worte
„Bretten […] besteht aus der Kernstadt mit einem gut erhaltenen, mittelalterlichen Zentrum [?] […].Kern der Stadtentwicklung ist der Erhalt und die Weiterentwicklung der stadträumlichen Qualitäten der Kernstadt und ihrer neun Stadtteile.“
Und stellt sich sofort die Frage: Wie kann das dann soweit kommen? Plötzlich steht das Parkdeck – Ungeheuer in der Gasse. Und jetzt? Seit den 1970er Jahren versucht man, das Sparkassen – Monster samt Pfeiferturmbegleitbebauung zu verdauen, bestaunt den unansehnlichen Wohn-Moloch am Engelsberg gegenüber und nun? Wieder eine Planung in der Kleinstadt, zu groß, falsch platziert und unabwendbar? Wieder ohne qualitätssichernden Architektenwettbewerb und wieder unter dem vermeintlichen Druck der günstigen Gelegenheit. Und wieder geht es schief!

Wie dringend notwendig ein Stadtentwicklungsplan wäre, wie sehr Bretten auf eine Lösung der Verkehrsführung wartet – der Stau aktueller Mißstände wurde oft und von kompetenter Seite auch in den letzten Leserbriefen besprochen. Der Kampf gegen die windigen Bürokratiemühlen reicht von der Moschee, die scheinbar in der ganzen Stadt keinen Platz findet über die Tatsache, dass man in Bretten (was natürlich absolut wichtig ist) eher gut betreut sterben als geboren werden kann, bis zum Festplatz in der Stadt, auf dem jetzt einfach alle Probleme geparkt werden sollen. Überirdisch!
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Leserbriefvon Gunter Lange
Der Kommunismus konnte nicht funktionieren, weil der ordnende Staat auf eine Handvoll Funktionäre und das Volk, jeglicher Initiative beraubt, auf gleich gemachte „Arbeitsameisen“ reduziert wurden.

Aber der liberalisierte Kapitalismus, der bald alle Gewalt dem freien Spiel der (Kapital-) Marktkräfte gibt und staatliche Institutionen personell ausblutet, wird genauso wenig Bestand haben.

Wenn ich also in die letzten Brettener Zeitungsberichte schaue, dann drängt sich mir als kaum oder zu spät informiertem Bürger der Eindruck auf, als wolle man in Bretten seit einigen Jahren Franz Münteferings „Heuschrecken“ in Form von Kapital-Investoren-Gesellschaften über alle freigeräumten oder noch bebaubaren Grundstücke im Windhundverfahren herfallen lassen.

Es ist gesetzliche Aufgabe der Gemeinden, eine nachhaltige Entwicklung durch Stadtplanung zu gewährleisten, wie dies beispielhaft auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände von Karlsruhe mit der neuen Südost-Stadt erfolgt ist.

Wie kann es da sein, dass für alle noch freien städtischen Grundstücke in Bretten die Rendite orientierten Kapital-Investoren bestimmen, was wann wie und wo gebaut werden sollte und das eigentlich für Stadtentwicklung prädestinierte Stadtplanungsamt, welches bei fast allen Großen Kreisstädten mit einem beim Staat ausgebildetem Beamten des höheren Dienstes besetzt ist, nur noch den Weg für die Umsetzung bereiten soll?
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