Eine Stufe hoch

Er hat wirklich Pech gehabt, der Brettener Alt-Oberbürgermeister Paul Metzger. Jahrzehntelang hat er sich dafür eingesetzt, dass Bretten wachse und gedeihe. Und nun? Gerade mal einen Monat lang hat sich die Mühe für ihn noch in Euro und Cent ausgezahlt. Der wahre Gewinner ist aber sein Nachfolger Martin Wolff.
Das Gehalt eines Oberbürgermeisters richtet sich nach der Größe der von ihm geführten Kommune. Da gibt es verschiedene Klassen, bei 30 000 gibt es einen Sprung in die nächste. Festgelegt wird die Zahl jedes Jahr vom Statistischen Landesamt, das zur Einwohnerzahl der Großen Kreisstadt noch die Hälfte des per Verwaltungsgemeinschaft verbundenen Nachbarorts Gondelsheim hinzurechnet.

Und am 30. Juni 2009, dem Stichtag für die Bezahlung im Jahr 2010, war erstmals die Grenze überschritten, wurden 30 055 Einwohner ermittelt. Das bedeutet, Brettens OB wurde hochgestuft, wurde statt bisher nach B4 nun nach B6 bezahlt. Allerdings nur einen Monat lang, denn am 1. Februar endete seine 24-jährige Amtszeit.
Martin Wolff, sein Nachfolger, wurde jetzt vom Gemeinderat eine Stufe niedriger in B5 eingeordnet. Er könnte sich noch nach B6 verbessern – aber vielleicht hat sich der Gemeinderat das ja als besonderes Bonbon vorbehalten, mit dem er seinem OB irgendwann einmal überraschen möchte. Rudolf Baier

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