Umwandlung in GmbH als Ziel für 2008

Kraichgau-Stromber Tourismus startet mit Erfolgsbilanz in das neue Jahr:
Bretten. (gm) In ihrem 15. Jahr kann die Kraichgau-Stromberg Tourismus (KST) auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken, die sie mit ihren heutigen Tagesgäste – und Übernachtungszahlen wenn auch nicht ganz auf die gleiche Augenhöhe, so doch in vielen Bereichen in die Nähe des „großen Bruders“ Schwarzwald bringt. Mit daran daran beteiligt: Neue Attraktionen wie das inzwischen bundesweit bekannte Brettener Deutsche Schutzengelmuseum und Events wie die Deutschlandtour und die Eppinger Heimattage. Als ausgesprochene „Zugnummer“ erweisen sich auch die vielen kleinen Besenwirtschaften, die inzwischen fast zum „Pflichtprogramm“ der Tagesgäste gehören.

Der Aufwärtstrend hat sich damit auch im vergangenen Jahr fortgesetzt, mit rund sechs Prozent liegt der Gäste-Zuwachs höher als im baden-württembergischen Durchschnitt – und das, obwohl es intern in Sachen Mitgliedschaften Diskussionen gibt und die neue Touristikgemeinschaft Heilbronner Land ein Gebiet zu spalten droht, das nicht nur landschaftlich und klimatisch, sondern auch im Verständnis der Gäste zusammengehört. Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger, Vorsitzender der KST, will diese Einheit unter der Dachmarke Kraichgau-Stromberg gewahrt wissen und setzt trotz angekündigter Austritte zum Jahresende auf eine positive Lösung bis zum Ende 2008.

Und er sagt auch, worin die bestehen könnte: In der Umwandlung der auf Vereinsbasis agierenden KST in eine KST-Marketing GmbH mit Zielgebietsagenturen und leistungsorientierten Beiträgen für die Mitglieder. „Das habe ich mir als Ziel für 2008 aufs Schild gehoben“, verdeutlicht Metzger, dessen Rücktrittsüberlegungen im vergangenen Jahr kein Geheimnis waren, den festen Willen, die KST zusammenzuhalten und weiter voran zu bringen. Für den Tourismus -Vorsitzenden ist eine solche Entwicklung („Der Tourismusverband Baden-Württemberg hat es uns vorgemacht und wir orientieren uns an ihm“) nur konsequent und eine große Chance. Das sieht zum Beispiel wohl auch die Stadt Sinsheim so, die die Umstrukturierung offenbar als wichtige Basis für ihren Verbleib in der KST ansieht. Auch beim Blick in Richtung Zabergäu gibt sich Metzger optimistisch: „Man sollte prüfen, wo man touristisch vernünftiger aufgehoben ist Ich möchte am Jahresende kein Mitglied verlieren“.

Neben der Umstrukturierung hat sich die KST aber ebenso die Weiterentwicklung der touristischen Angebote auch mit Bezug auf eine Erhöhung der Bettenzahl auf die Fahnen geschrieben. Denn zwar bilden die Tagesgäste, die mittlerweile immer öfter auch in Gruppen in die Region streben, einen Schwerpunkt bei der Erfolgsbilanz, aber parallel dazu erhöht sich die Verweildauer der anderen Gäste. 2,5 Tage bleibt jeder im Durchschnitt, was für die Attraktivität der Landschaft und der Angebote spricht. Im Vergleich dazu: Nur unwesentlich länger, nämlich 2,9 Tage, bleiben die Gäste im Schwarzwald. Auch die Pauschalangebote bringen immer mehr Gäste in die Region, KST -Geschäftsführerin Jana Kolodzie zieht die Bilanz. “ Die Zahl der Übernachtungs-Gäste hat sich seit 1993 mehr als verdoppelt“. Würden die in dieser Zahl nicht enthaltenen Übernachtungsmöglichkeiten unter neun Gästebettenmitgezählt, dann könnte Kraichgau – Stromberg schon fast eine Million Übernachtungen aufweisen. Für Metzger sind touristische Zuwächse und Entwicklungen als weiche Standortfaktoren keine reine Statistik-Sache, er weist ihnen eine Bedeutung zu, die sich letztlich auch in neuen Arbeitsplätzen niederschlägt: “ Jeder Euro der Mitgliedsgemeinden ist eine Investition in die wirtschaftliche Stärke und das Wohlfühlpotential des Raumes“.

Dem Erstarken der KST hat sich jetzt auch der Slogan angepasst. Sprach man in den ersten Jahren noch von „Kraichgau-Stromberg, das unentdeckte Land“, heißt es jetzt selbstbewusst: „Kraichgau-Stromberg, typisch Baden-Württemberg“.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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9 Antworten zu Umwandlung in GmbH als Ziel für 2008

  1. -rl- sagt:

    „…weil die Stadt Bretten bisher eine Million Euro in die Geschäftsstelle gesteckt hat.“
    Gemeint ist die KST Geschäftsstelle.
    30. November 2006      Bönnigheimer Zeitung

     

  2. -az- sagt:

    Ob die Mitglieder der KST mit dem Vorsitzender einverstanden sind?
    Hier einige Zitate aus der
    Heilbronner Stimme:

    „Auch kommunalpolitisch trifft Paul Metzger hier nicht das Stimmungsbild der Beteiligten.“

    „Nur: Wir hatten bei der Vorstandssitzung eine andere Marschroute ausgegeben, die er durch seine Presseveröffentlichung konterkariert hat.“

    „Die KST sei doch „kein Paul Metzger e.V.“, sagte Volker Schiek. Der Bürgermeister von Nordheim und Vorsitzende des Neckar-Zaber-Tourismus“

  3. D/F sagt:

    Es bleibt ihnen sowieso nichts anderes übrig.

  4. kord. sagt:

    Die Brettener Steuerzahler werden die Zeche zu zahlen haben.

  5. B-L sagt:

    Umwandlung in GmbH als Ziel für 2008 – Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

  6. B-L sagt:

    Liebe(r) -el-
    Honni soit qui mal y pense!

  7. -el- sagt:

    Immer wenn Steuergeld für freiwillige Aufgaben ausgegeben wird, dann ist Herr Metzger in seinem Element.
    Die Mitgliedskommunen zahlen in den Verein als Umlage Steuergeld von 70 Cent je Einwohner und 5 Euro je Gästebett, damit die Touristen 24,60 Euro am Tag ausgeben können. Knapp die Hälfte kommt dem Einzelhandel zu gute – schreiben die BNN vom 10.01.08. Die andere Hälfte wohl der Gastronomie.

    Jetzt soll wieder der Steuerzahler dafür sorgen, dass die Geschäfte ihren Umsatz machen.

  8. Nag. sagt:

    Der Vorsitzende Metzger als nachgewiesener Werbefachmann und Touristikmanager in Baden-Württemberg, wie er leibt und lebt. Ganz stark!

  9. Lis.-My. sagt:

    Der Vorsitzende kniet sich wieder so richtig in freiwillige Aufgaben rein und versprüht eine Energie, daß es einem fast den Atem verschlägt.

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