Leserbrief : Brettener Fest wird aufgeblasenes Event

Zu Peter-und-Paul (BNN vom 5. Juli):
Nun ist es wieder vorbei, das Fest eins nach dem Jubiläum im letzten Jahr. Es verlief wie gewohnt, doch für den aufmerksamen Beobachter ist mehr und mehr festzustellen, dass aus dem „Brettener Fest“ ein aufgeblasenes „Event“ kreiert wird, bei dessen Durchführung dem Besucher viel geboten wird, er dafür aber auch reichlich bezahlen darf.

Hat man vor einiger Zeit bereits unsere gute alte Bühne am Marktplatz, dem neuen Denken entsprechend, durch eine moderne, meiner Meinung nach unpassende Veranstaltungsfläche ersetzt, so wurde nun das Schlachtfeld am Simmelturm durch einen mit Strohmatten kaschierten Bauzaun abgesperrt. Was zur Folge hatte, dass mancher Interessierte das Spektakel nur erahnen konnte, weil drinnen alle Plätze belegt waren. Selbst ein minimaler Durchblick durch die Matten wurde durch,wie ich meine, dem Anlass entsprechendn sinnwidrig angebrachte Werbebanner der Energie Kraichgau gänzlich verhindert.

Hierzu ein Vorschlag: Wenn die Stadtwerke das Fest zum Teil bezahlen und dafür auch werben mochten, wäre es ein Schritt in Richtung Moderne, wenn der Moderator des Ausfalls im nächsten Jahr öfter kurz unterbricht, um in mittelalterlichem Deutsch zu verkünden, dass diese Darbietung von den Stadtwerken Bretten gesponsert wird! (von wem diese Darbietung gesponsert wird!)

So würde selbst dem traditionsbewusstesten Brettener klar, dass er sich von seinem Fest, wie er es in früherer Zeit lieben gelernt hat, endgültig verabschieden kann.
Ich glaube, die verantwortlichen Macher des „Peter and Paul Events to Bretten-town“ („Events“) sollten nachdenken, was wichtiger ist: weniger Besucher, die einmal viel bezahlen – oder mehr Gäste, die wiederholt angemessen bezahlen und dafür ein Fest geboten bekommen, wie es sonst keines im süddeutschen Raum zu sehen gibt.
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Manfred Hörl
Königsberger Straße 7
Bretten

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