Ein Stück Wahlkampf

Oberbürgermeister Metzger zu den zugeklebten Schaufenstern
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier

Bretten. Zugeklebt hatten am gestrigen Freitag etliche Geschäftsleute die Schaufenster ihrer Läden, um so auf ihre Sorge hinzuweisen, dass das geplante Fachmarkt-Zentrum im Süden der Innenstadt ihre Existenz bedrohe. „Das ist ein Stück Wahlkampf, für wen auch immer“, vermutet Oberbürgermeister Metzger. Denn auf den Plakaten werde der Eindruck vermittelt, die Bürger konnten bei der Ge-meinderatswahl am 13. Juni auf dieses Projekt Einfluss nehmen. Dies sei aber nicht zutreffend, erklärte er. Auf den bereits geschlossenen Vertrag zwischen der Stadt Bretten und dem Investor des Fachmarkt-Zentrums habe ein neu zu wählender Gemeinderat keinen Einfluss.

Und der bisherige Rat habe einstimmig beschlossen, ein Raumordnungsverfahren für einen solchen Markt zu beantragen. Metzger rechnet damit, dass es zu einem positiven Abschluss dieses laufenden Verfahrens kommen wird. Die Stadt habe berücksichtigt, dass der Anteil der Verkaufsfläche für Bekleidung an den geplanten 10 300 Quadratmetern reduziert wird. Die dadurch freiwerdende Fläche solle auch Brettener Händlern angeboten werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Fachmarktzentrums werde der Drogeriemarkt Müller sein, der auch Spielwaren verkauft. Dieses Unternehmen sei nicht bereit gewesen, direkt in die Innenstadt zu gehen, wo es bis vor einiger Zeit ein Spielwarengeschäft betrieb.

Auf der Suche ist man offenbar noch nach einem Anbieter für Unterhaltungs-Elektronik im Fachmarktzentrum. „Wenn wir jetzt hier niemanden finden, wird das Zentrum zunächst kleiner realisiert mit der Option auf eine spätere Erweiterung um dieses Angebot“, erklärte Metzger gegenüber den BNN.
„Ich stehe zu der Entscheidung für das Fachmarktzentrum“, erklärte der Oberbürgermeister. „Wenn nichts geschieht, schließen die Geschäfte in Bretten noch schneller“, sagte er mit Hinweis auf die wachsende Konkurrenz in Karlsruhe, Pforzheim und Bruchsal.

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