Stadt hat die Haltestelle nicht aufgegeben

Oberbürgermeister Paul Metzger weist Vorwürfe zurück:
Die Station fürs Neubaugebiet Kupferdächle mit in die Planfeststellung gegeben

ws – Die Haltestelle der Stadtbahn für das Neubaugebiet der Kupferhälde ist nicht aufgegeben worden. Dies hatten offenbar Bürger befürchtet, deren Interessen jetzt ein Rechtsanwalt in einem Schreiben an den Oberbürgermeister darlegte: In dem Neubaugebiet wohnten einmal 2000 einfache Bürger, die keinen großen Wagen in der Garage hätten und die auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen seien. Ein Fußweg zur Haltestelle am Schwimmbad sei für sie nicht zumutbar.
Der Stadt wird in dem Brief unterstellt, sie habe Protesten von „Villenbesitzern“ nachgegeben und deshalb von ihrer Planung Abstand genommen. Oberbürgermeister Paul Metzger verweist jedoch darauf, daß die gesamte Stadtbahnlinie samt der Haltestelle Kupferhälde in das Planfeststellungsverfahren gegeben worden sei.

Problematisch sei diese Haltestelle aber schon: Um Anlieger vor Lärm zu schützen, hätte man nur wenige Meter vor deren Haus eine zwei Meter hohe Trennwand errichten müssen – „ein Eingriff ins Eigentum, der nicht angemessen war“, urteilt Paul Metzger. Deshalb habe die Stadt die Haltestelle auf der anderen Seite des Bahndamms geplant – und hätte dafür dann 20 bis 30 Quadratmeter des Landschaftsschutzgebiets in Anspruch nehmen müssen. Dies wollten die Vertreter der Naturschutzverbände, von BUND, von der Bezirksstelle für Landschafts- und Naturschutz sowie der Naturschutzbeauftragte Simon nicht akzeptieren, berichtet Paul Metzger.

Die Verbände hätten der Stadt vorgeschlagen, statt des Abgangs zum Baugebiet Kupferhälde einen Abgang von der Haltestelle an der anderen Seite in die freie Landschaft anzulegen und die Stadtbahnbenutzer hätten
dann durch einen dort befindlichen engen, unbeleuchteten Tunnel unter dem Bahndamm durchschlüpfen müssen. Das sei aus Sicherheitsgründen (im Blick auf Kinder und Frauen) nicht möglich gewesen.
Deshalb hätten die Naturschutzverbände als Kompromiß vorgeschlagen, ein Stück der freien Landschaft jenseits des Bahndamms zu bebauen. Dafür wären dann aber Streuobstwiesen geopfert worden. Das habe die Stadt nicht akzeptieren können.
In dieser Situation habe man die ursprüngliche Planung für die Stadtbahnhaltestelle ins Planfeststellungsverfahren gegeben. Die Stadt sei also keineswegs vor zu erwartenden Einsprüchen „der Villenbesitzer“ zurückgewichen. Beim Planfeststellungsverfahren sei die Haltestelle enthalten. Der Konflikt um die Haltestelle müsse dort gelöst werden. „Wir hoffen auf Genehmigung“, sagt der Oberbürgermeister.

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