Schulterschluss mit dem Nachbarn

Der hemdsärmelige Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger hat gestern einen weiteren politischen Erfolg verbucht: Mit den Grenzen überquerenden neuen Versorgungsleitungen bindet er Teile des Enzkreises immer fester an das historische Mittelzentrum. An der Baustelle in Knittlingen stand seine ungeschriebene Forderung erneut im Raum: Die Zeit sei reif für Korrekturen an den Grenzen zwischen dem Enzkreis und dem Landkreis Karlsruhe.

Das Stadtoberhaupt aus dem Melanchthonhaus hat in den letzten Jahren immer neue Fakten geschaffen. Seine „Kraichgau-Hauptstadt“ entwickelt sich zum Knotenpunkt der Stadtbahnlinien für den östlichen Enzkreis. Mit dem netten Nachbarn Knittlingen feilt Metzger an einem überdimensionalen Gewerbegebiet, das die Kreisund Regionalgrenzen überwindet. Die Schüler aus Neulingen, Ölbronn und dem östlichen Enzkreis wurden von ihm auf die Gymnasien in Bretten gelockt. Und nun fließen Erdgas und Trinkwasser über die heute eher künstliche Regionalgrenze. Der enge Schulterschluss zwischen den Stadtoberhäuptern von Bretten und Knittlingen, zwischen Metzger und Hopp, setzt die nördliche Kreisgrenze wieder auf die politische Tagesordnung. Metzger drängt in den Enzkreis. Aber wer öffnet ihm die Tür?

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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