Region will Flächen sparen

STUTTGART (StZ). Ist Wachstum ohne den zusätzlichen Verbrauch von Grund und Boden möglich? Dieser Frage nehmen sich gemeinsam der Verband Region Stuttgart und die Universität in Karlsruhe an.
Der Ballungsraum am Neckar ist schon heute dicht bebaut. Und seit langem warnen deshalb nicht nur eingefleischte Ökologen, sich bei der weiteren Ausweisung von Baugebieten zurückzuhalten. Andererseits gibt es in einer prosperierenden Region stets Bedarf an weiteren Flächen. Was also tun?

Wie man mit Hilfe der Regionalplanung zu einer flächensparenden Siedlungsentwicklung beitragen kann, untersuchen in den nächsten zwei Jahren gemeinsam der Verband Region Stuttgart und das Institut für Städtebau und Landschaftsplanung der Universität Karlsruhe. Das Projekt zum Thema „Nachhaltiges regionales Siedlungsflächenmanagement“ wird laut Regionalverband als Modellvorhaben der Raumordnung vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung mit knapp 90.000 Euro finanziert.

Die Auftaktveranstaltung ist für Februar 2004 geplant. Danach soll das vorhandene Flächenpotenzial in der Region Stuttgart erhoben werden, sagte der Chefplaner des Regionalverbandes, Dirk Vallée. Im weiteren Verlauf gelte es dann, Strategien zu entwickeln, um gezielt die Innenstädte zu fördern. Nachverdichtung statt Ausweis neuer Baugebiete laute das Zauberwort. In diesen Prozess sollen nach dem Willen des Verbands Region Stuttgart Kommunen, Entscheidungsträger in der Region und Experten verschiedener Fachrichtungen einbezogen werden.

Unter den Fraktionen im Regionalparlament hat diese Initiative Zustimmung gefunden. „Flächenmanagement ist eine Daueraufgabe“, sagte Volker Gantner (Freie Wähler). Thomas Bopp (CDU) will auch die Industrie- und Handelskammer mit ins Boot nehmen und Andreas Schwarz (SPD) auch Bahnbrachen für eine mögliche Gewerbeansiedlung berücksichtigt wissen. Ingrid Grischtschenko (Grüne) plädiert dafür, auch Umweltverbände in das Projekt einzubeziehen.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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3 Antworten zu Region will Flächen sparen

  1. kv sagt:

    Politik (hier das Regionalparlament) findet immer wieder Dumme, die darauf reinfallen.

  2. fr. ga. sagt:

    Scheint ein Bestandteil von (schlechter) Politik zu sein.

  3. mm sagt:

    „Wie man mit Hilfe der Regionalplanung zu einer flächensparenden Siedlungsentwicklung beitragen kann“ das kann der Regionalverband Mittlerer Oberrhein sicher aufzeigen : Regionalplan sooft es geht für „Zielabweichungsverfahren“ ändern, dann Herrn Hager öffentlichkeitswirksam interkommunale Zusammenarbeit anmahnen lassen. Das ist doch alles Volksverdummung !!

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