Salami-Taktik an der Platane?

Im Gemeinderat geht es heute um Bäume des Neff-Parks

Bretten (ba). Von Salamitaktik und Täuschung reden Anwohner des Areals der Villa Neff im Brettener Nordosten, wenn sie auf Punkt sieben der Tagesordnung zu sprechen kommen, die dem Gemeinderat am heutigen Dienstag vorliegt. „Befreiung von den Grün-ordnungsplanerischen Festsetzungen des Bebauungsplans“ heißt es dort. Es geht um eine Reihe von Bäumen, die zum Park der ehemaligen Villa Neff gehören. Sie stehen der geplanten Errichtung einer Doppelhaushälfte im Wege. Doch einfach fällen darf man sie nicht, denn sie sind Bestandteil des Bebauungsplans. Bevor die Säge angesetzt wird, muss der Gemeinderat zustimmen.

Das möchte Egon Konanz aus der Reuchlinstraße verhindern. Gemeinsam mit anderen Anliegern fordert er von der Stadtverwaltung den vollständigen Erhalt der Baumgruppe. Der Bauträger, der ursprünglich eine Reihenhauszeile errichten wollte und später auf Doppelhäuser umschwenkte, müsse seine Planungen dem alten Baumbestand anpassen und dürfe nicht die im Weg stehenden Bäume verschwinden lassen. Obwohl der Erhalt der Bäume schriftlich zugesichert worden sei, sei wiederholt versucht worden, sie zu fällen. Nur Dank des schnellen Einschreitens des Baurechtsamts stünden sie bisher noch, berichtet Konanz.

Das Ansinnen des Bauträgers stößt bei der Stadt jedoch auch auf Verständnis. Schließlich sei eine hohe Bebauungsdichte ein erstrebenswertes Ziel, heißt es in den Beratungsunterlagen. Deshalb könne man eine Teilrodung zulassen und Ersatzpflanzungen fordern, notfalls aber auch eine Ausgleichszahlung akzeptieren.

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