Zehn Millionen Mark für die „Ökologische Offensive“

Bretten-Tag auf der Gartenschau – Besondere Ausstellung eröffnet
Von unserem Redakteur Roger Rosendahl
Die Stadt Bretten gibt jährlich zehn Millionen Mark für eine „Ökologische Offensive“ aus, etwa zehn Prozent des städtischen Haushaltes. Dies erklärte gestern Brettens Umweltkoordinator Andreas Knab bei der Eröffnung der Ausstellung „Ökologische Offensive“ im Enzkreis-Pavillon auf der Landesgartenschau. Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger freute sich über einige Programmpunkte dieser „grünen Offensive“ wie Brettener Schulgärten, ökologischer Städtebau mit einem integrierten Verkehrskonzept, Naturschutz, Energiekonzept und Umweltpädagogik. Er erklärte, daß „so etwas in Baden-Württemberg Modellcharakter hat“.

Zwölf ökologische Programme für jeden Monat des Jahres sind auf einer großen Schautafel anschaulich dargestellt. Dazu gehört unter anderem der „Kindergarten-Garten“, wo die Kleinen natürliche Vegetationsabläufe verfolgen, Jahreszeiten beobachten, den Erfolg einer Ernte genießen und sich in die Natur einbringen können. Ein Schulgarten, der auf ökologische Weise bewirtschaftet wird, bietet nicht nur den Kindern die Chance, Natur zu erfahren, sondern auch der Natur selbst ein Stück Lebensraum. Neben einer „Kräuterspirale“ im Garten gibt es auch einen „unglaublichen Haufen“: Kompost.

Umweltpartys für junge Leute
Umweltpartys für junge Leute, Bürgerinitiativen zur Müllvermeidung, Garten- und Landschaftsmarkt mit Blumenpflanz-Aktionen, Umweltkasperle und einen Umweltpreis für den naturnahen Garten sind nur einige Beispiele, wofür Bretten zehn Millionen jährlich ausgibt. Auch ein Förderprogramm für umweltschonende Landwirtschaft ist darin enthalten. Erhaltung des Streuobstbaus sowie der Brettener Feucht- und Naßwiesen, Geldprämien für umweltschonende Bewirtschaftung von Ackerflächen, ein Wildhecken-Konzept und Umweltpädagogik in allen Brettener Schulen und Kindergärten stehen nicht nur auf dem Papier, sondern wurden in die Tat umgesetzt. Von den zwölf geplanten Umweltprogrammen hat der Gemeinderat der Melanchthonstadt bereits sieben abgesegnet.

Kinder-Umweltspiele
Im Anschluß an die Ausstellungseröffnung zeigten 35 Kinder des St. Elisabeth Kindergartens Bretten Umweltspiele auf der Wiese. Das Stück der Kleinen, hatte eine große Aussage: Helft alle mit, die Umwelt zu erhalten. Ein kleines Mädchen, das mit ihrem hübschen Kopfschmuck unverkennbar eine hübsche Blume darstellte, wurde nicht allein auf die Gartenschau-Wiese gestellt. Da waren auch noch die vielen als „Krabbeltiere“ ausstaffierten Kinder, die um diese Blume herumkrochen und sich wohl fühlten.

„ Chaosfamilie “ beim Picknick
Plötzlich kam eine „Chaosfamilie“ mit Tretrollern und lauten Radiogeräten. Sie zerstörte die Idylle. Beim Picknick wurden Cola-Dosen, Plastikbecher und Tüten weggeworfen. Die Wiese war nicht mehr schön, was auch einige Wanderer feststellten, die den Abfall aufräumten. Dann fühlten sich Tiere und Menschen wieder wohl im Grünen, aber dennoch hat die Umweltuhr „fünf vor zwölf geschlagen. Das hübsch einstudierte, kindgerechte Stück mit dem ersten Umwelthintergrund, gefiel Brettens Oberbürgermeister besonders gut an „seinem Tag auf der Landesgartenschau“.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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4 Antworten zu Zehn Millionen Mark für die „Ökologische Offensive“

  1. crok. sagt:

    Rustikaler geschrieben:

    Die sprachlichen Steckenpferde von Politikern wirken maximal wie lahme Gäule! 🙂

  2. b/m sagt:

    Absichtserklärungen sind die häufigsten sprachlichen Steckenpferde von Volksvertretern auf allen Ebenen! 🙂

  3. Tim sagt:

    Was man nicht alles vorgehabt hat!

  4. mm sagt:

    einzig Paul, das „Umweltkasperle“ ist uns von dieser „Offensive“ noch geblieben 🙂

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