Bretten muß Schulraumproblem lösen

Projekte wie Hallenbad, Stadtund Sporthalle rückten 1966 ins zweite Glied
Bretten. Bei einer Rückschau auf das Jahr 1966 muß zunächst registriert werden, daß am 1. Februar der neugewählte Bürgermeister Alfred Leicht sein Amt übernahm. Für die Melanchthonstadt war 1966 das Jahr der verhinderten Schulneubauten. Die Schulraumnot ist groß, aber es war für Neubauten keine rechtzeitige Planung möglich, weil die Frage der Schaffung von Nachbarschaftsschulen im Raum Bretten in Verbindung mit der Einrichtung der Hauptschule bis zuletzt offenblieb. Mit Beginn des 2. Kurzschuljahres wurde das 9. Volksschuljahr verwirklicht. Gleichzeitig lief die Hauptschule an. Bretten wurde Mittelpunktschule für die oberen Jahrgänge der Nachbargemeinden Ruit, Sprantal, Dürrenbüchig und Gölshausen.

Zum Schülerzuwachs in der Brettener Hauptschule kam hinzu, daß die im Ausbau befindliche Mittelschule inzwischen über vier Jahrgänge verfügt und insgesamt 280 Schüler zählt. 58 Prozent der Schüler kommen von auswärts. Aber diese stark wachsende Schule hat kein eigenes Schulhaus. Nun wurde die Mittelschule provisorisch im nahen Gölshausen untergebracht, wo wegen Fehlens einer eigenen Hauptschule Räume leerstehen.

Die Stadt Bretten wird im neuen Jahr die Schulraumfrage lösen müssen. Man denkt daran, ein Mittelschulgebäude und zwei weitere Häuser für die Grundschulklassen zu erstellen. Aber auch das Melanchthon-Gymnasium braucht zusätzlichen Raum. Ein Erweiterungsbau muß geschaffen werden. Unmittelbar neben dem Gymnasium wurde durch Abbruch alter Gebäude bereits das erforderliche Baugelände sichergestellt.

Hallenbad, Stadthalle, Sporthalle — welches Projekt soll zuerst zum Zuge kommen? Das war die Frage am Beginn des vergangenen Jahres. Die finanziellen Sorgen, die inzwischen alle Gemeinden haben, ließen diese Pläne vorerst in den Hintergrund treten. Immerhin wurde insofern ein Fortschritt erzielt, als 1966 ein „Förderungsverein Hallenbad-Bau“ gegründet wurde. Über 200 000 Mark sind inzwischen durch Spenden usw. zusammengekommen. Main darf also zuversichtlich sein.

Das ehemalige Städtische Krankenhaus wurde zu einem Alters- und Pflegeheim umgestaltet. Im südöstlichen Neubaugebiet wurde für die Brettener Katholiken ein zweites Gotteshaus, die St Elisabeth- Kirche erstellt. Ein Erweiterungsbau des evangelischen Kindergartens und das neue evangelische Jugendzentrum wurden ihrer Bestimmung übergeben.
Die westliche Ortsausfahrt wurde durch den Ausbau des Alexanderplatzes und des neuralgischen Punktes an der Straßengabelung der B 10/B 35 verkehrssicherer gemacht.

Kurz vor Weihnachten ist nach monatelanger Sperre die verbreiterte und ausgebaute Kreisstraße Bretten-Sprantal wieder für den Verkehr freigegeben worden. Leider waren die vielseitigen Bemühungen um einen direkten Anschluß der B 294 Bretten-Pforzheim an die Autobahn (Autobahnausfahrt Pforzheim-Nord) noch immer ohne Erfolg.

„Das größte Volks- und Heimatfest des Kraichgaus“, das Peter- und Paulfest, wurde abermals ein großer Erfolg. Im Jahre 1967 soll es weiter ausgebaut und zehn Tage lang gefeiert werden, statt bisher her 3 Tage (1.-10, Juli). Denn Bretten wird In diesem Jahre seine 1200-Jahr-Feier-begehen. 767wurde Bretten erstmalig im Codex des Klosters Lorsch urkundlich erwähnt.
hw.

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