ASYLBEWERBER-UNTERKUNFT: DEZENTRAL UND MENSCHENWÜRDIG

dieLinkeDie Situation ist da: Hunderttausende von Menschen aus den jahrzehntelang unterentwickelt gehaltenen und von Bürgerkriegen zerrissenen Ländern des Südens kommen in die wohlhabenden Staaten des Nordens, um sich endlich das zu holen, was ihnen die sogenannte „freie Welt“ immer versprochen hat: Frieden, Sicherheit und ein Leben jenseits von Hunger und Elend.
Hunderte dieser Menschen kommen auch in den Landkreis Karlsruhe. Wohin mit Ihnen ? 200 sollen, so hätte es die Kreisverwaltung Karlsruhe gerne gehabt, im ehemaligen Gebäude der Landesbußgeldstelle in Bretten (Hermann-Beuttenmüller-Straße) untergebracht werden.

Der Ortsverband Bretten der Partei DIE LINKE erklärt hierzu, dass der vom Landkreis vorgesehene Ankauf und Umbau eines gerade 15 Jahre alten Bürogebäudes nicht nur mit Blick auf die Stadtentwicklung und die volkswirtschaftliche Sinnhaftigkeit völlig verfehlt ist. Man tut vielmehr insbesondere den Asylbewerbern selbst in menschlicher und sozialer Hinsicht nichts Gutes, wenn man bis zu 200 von ihnen an einer Stelle zusammenpfercht und kaserniert. Daher sind aus Sicht der LINKEN alle Möglichkeiten zu prüfen, die eine dezentrale, menschenwürdige und integrationsfördernde Unterbringung in Bretten und in Nachbargemeinden zulassen. Vorrangig sind hierzu alle städtischen Liegenschaften heranzuziehen, die bisher an bestimmte Leiharbeitsfirmen zur Einquartierung miserabel entlohnter Leiharbeiter genutzt werden. Brettener Firmen, die auf solche Leiharbeiter zurückgreifen, sollten verpflichtet werden, in eigener Regie z.B. durch den Bau eigener Wohnheime oder Werkswohnungen, für eine angemessene Unterbringung der Arbeiter, auf deren Knochen sie ihren Gewinn erwirtschaften, zu sorgen.

Zugleich aber weisen wir auch mit aller Deutlichkeit jene Stimmen zurück, die den Asylbewerbern pauschal und von vorn herein eine Steigerung der Kriminalität oder gar eine Beeinträchtigung des Stadtbildes zuschreiben wollen und die sich unter anderem in den Reihen des „Verbandes Brettener Unternehmer (VBU)“ artikuliert haben. Eine derartige Argumentation ist rassistisch ! Denn nicht Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge sind ein Skandal – ein Skandal sind vielmehr die nicht zuletzt unter der aktiven Mitwirkung der „freien Welt“ entstandenen Verhältnisse, durch die diese Menschen überhaupt erst zur Flucht aus ihren Heimatländern getrieben wurden !

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