Stadtwerke mit Erfolgsbilanz

Brettens „Tafelsilber“ erstrahlt in hochkarätigem Glanz

Bretten. (gm) Was zum Teil andernorts meistbietend abgestoßen wurde, pflegt man in Bretten liebevoll als ,,glänzendes Tafelsilber“ zu titulieren. Und das nicht ohne Grund: Die Stadtwerke als 100 prozentige Tochter der Stadt trotzen mit ihrer erwirtschafteten Konzessionsabgabe von 1,484 Millionen und der erhöhten Eigenkapitalausstattung nicht nur den Widrigkeiten des liberalisierten Strommarktes, sondern werden für das klamme Stadtsäckel mit einem an die Stadt ausgeschütteten erwarteten Gewinn von rund 443.000 Euro zu einem Glücksfall. ,,Mit den Gewinnen der Stadtwerke werden in Bretten Dinge finanziert, die zur Lebensqualitat der Bürger beitragen“, brachte es Heinz Lang (SPD) auf den Punkt.

Viel Lob auch für Stadtwerkechef Stefan Keck gab es deswegen am Dienstagabend im Gemeinderat, zumal die Stadtwerke mit der Preisgestaltung ihrer ,,Kraichgau-Energie“ auf eine hervorragende und stetig steigende Kundenentwicklung außerhalb Brettens verweisen können. „Die Entscheidung des Gemeinderates, an den Stadtwerken festzuhalten, ist positiv hervor zu heben“, machte Oberbürgermeister Paul Metzger seinem Gemeinderat ein Kompliment für dessen damalige kluge Weitsicht und verwies auf die verschiedenen Aufgabenbereiche wie Bäder und Parkflächen, die über die Stadtwerke abgewickelt werden: ,,Das ist in Verbindung zu sehen. Es dürften vier bis fünf Millionen pro Jahr sein, die die Stadtwerke hier erwirtschaften“. Geht Gewinn vor Sicherheit — das war die Frage, die Monika Michel-Wittig (Grüne) nach den Schneeerfahrungen im Münsterland geklärt wissen wollte: „Müssen wir uns vorhalten lassen, wir haben Überschuss abgeschöpft und nicht ins Netz investiert?“ Stadtwerkechef Keck konnte sie beruhigen: „Wir betreiben Instandhaltung in notwendigem Umfang und haben dazu Rückstellungen gebildet. Das ist im Gewinn bereits eingepreist“.

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