Gespräche über IKG

Unsere Bürger wollen ein Bürgerzentrum im Rathaus
Knittlinger Notariat zieht um / Gespräche über IKG
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Knittlingen. Seine Idee, im Rathaus ein Burgerzentrum einzurichten, will Knittlingens Burgermeister Heinz-Peter Hopp in den kommenden Wochen im Gemeinderat zur Diskussion stellen. „Wir haben bei einer Umfrage erfahren, dass unsere Bürger ein Bürgerzentrum im Rathaus wollen. Das soll ebenerdig zugänglich sein und alle Dienstleistungen einer modernen Verwaltung bieten.“
Für den Rathaus-Chef sind auch schon die Räumlichkeiten für ein solches Burgerzentrum klar: Dort, wo jetzt das Stadtbauamt seine Büros hat, könnten bald Bürger ihre Pässe und Führerscheine abholen oder sich als Gewerbetreibende anmelden. Platz gebe es dort genug -und einst habe es auch einen direkten Zugang gegeben, der später zugemauert wurde. „Das wäre für die Stadt die kostengünstigste Möglichkeit“, begründet Hopp seinen Vorschlag.

Wenn das Notariat, das in dem Gebäude neben dem Rathaus untergebracht ist, in den Neubau in der Stuttgarter Straße umzieht -und der Polizeiposten Ende April/Anfang Mai auszieht, könnte das Stadtbauamt seine Büros im Nachbarhaus einrichten. „Dann mussten wir nur noch den Türdurchbruch machen und die Innenräume umgestalten.“
Umgestalten will Hopp auch den unteren Schulhof der Faust-Schule sowie den Platz zwischen dem benachbarten Busbahnhof, der Sporthalle und dem Feuerwehr-Areal. „Das ist nicht gerade ein Aushängeschild für unsere Stadt“. Der Platz soll heller und überschaubarer werden, womit Hopp auch die Sicherheit für die Schulkinder verbessern mochte. Der Technische Ausschuss des Gemeinderates habe bereits entsprechende Plane gebilligt, berichtet der Bürgermeister.
Grünes Licht gab der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung auch für die erste konkrete Entwicklungsfläche für das Industriegebiet „Knittlinger Kreuz“ im Westen der Stadt. Von den insgesamt 60 Hektar, die als Rahmengroße im Flächennutzungsplan für Gewerbe und Industrie vorgesehen sind, sollen nun 25 Hektar („Das ist eine Kompromisslösung“) entwickelt werden. Davon hat die Stadt laut Hopp bereits 18 Hektar im Besitz.
Einig sei sich der Gemeinderat darüber gewesen, dass die Flache „professionell vermarktet“ werden müsse. Als Beispiel, wie dies erfolgreich geschehen könne, nennt Hopp das Gebiet „Enz-Nagold“. Ob die Flache als „Interkommunales Gewerbegebiet“ (IKG) betrieben werde, werde sich in den nächsten Wochen klären: „Wir werden jetzt Gespräche mit unseren benachbarten Gemeinden im Enzkreis führen, um auszuloten, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.“
Über das IKG will Hopp demnächst auch mit Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger sprechen. Immerhin sei er – wie Metzger – der Meinung, dass die Grundstücke möglichst plan-eben angelegt werden und variabel in der Grenzgestaltung sein sollten. Das sei nämlich bei anderen Interkommunalen Gebieten nicht immer der Fall, weswegen sich deren Vermarktung mitunter schwierig gestalte.

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