Grüne bleiben bei Rüdtwald hart

Renate Pinhard löst Otto Mansdörfer an der Vorstandsspitze ab

Bretten (BNN). Die Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen trafen sich, um nach den Veränderungen durch die Kommunalwahl die Vorstandschaft neu zu wählen. Die neu in den Gemeinderat eingezogenen Mandatsträger Monika Michel-Wittig und Otto Mansdörfer legten ihre Vorstandsämter nieder, ,,nicht weil wir das aufgrund irgendwelcher Regularien müssten, sondern weil sich die personelle Trennung von Fraktionsspitze und Ortsverband seit 20 Jahren bewährt hat“, wie Noch-Vorsitzender Otto Mansdörfer in seinem Arbeitsbericht darlegte.

Durch Ablauf aller Amtszeiten stand eine komplette Neuwahl der Vorstandschaft an. Die Mitglieder wollten die gleichberechtigte Vorstandsspitze wieder deutlicher unterstreichen und wählten Renate Pinhard zur Vorsitzenden (bisher Schriftführerin). Rainer Ziegler wurde an der Spitze bestätigt, heißt aber jetzt schlicht Vorsitzender (bisher zweiter Vorsitzender). Die Schriftführung übernimmt Marianne Gruber. Die Kasse wird wie bisher von Marion Günderth verwaltet. Als Beisitzer wurden Achim Heimberger und Susanne Lindacker neu gewählt. Letztere wird sich der Pressearbeit widmen.

Mansdörfer ließ die Ereignisse der letzten eineinhalb Jahre Revue passieren, die vor allem durch den Kampf um den Rüdtwald und die Vorbereitungen zur Kommunalwahl geprägt waren.
„Es ist schade, dass die Initiative Rüdtwald am Schluss an Schlagkraft verloren hat, weil BUND und Bürgerarbeitskreis sich nicht durchringen konnten, den normalen Weg des Bürgerbegehrens zu beschreiten, auch wenn der Ausgang offen war“ resümierte der Grünen-Vorsitzende. Die letztlich erfolgte Übergabe der Unterschriften durch den BUND an den Landesforstpräsidenten habe leider keinerlei Rechtswirkung.

Im zweiten Teil der Versammlung beschlossen die Grünen ein Positionspapier zur demnächst anstehenden Rüdtwaldentscheidung im Gemeinderat. Darin erteilen sie der Waldumwandlung eine klare Absage und betonen, die weitere Ansiedlung von Betrieben könne zukunftsweisend und langfristig nur im Verbund mit den übrigen Gemeinden des Mittelbereichs Bretten gemeinsam geleistet werden. Die Abholzung von 22 Hektar Wald schade der Lebensqualität Brettens und dem Naturhaushalt. ,,Der Eingriff ist weder zu Lebzeiten der jetzigen Brettener Bevölkerung ökologisch ausgleichbar, noch in irgendeiner Weise als Strategie wiederholbar, betonte Mansdörfer.
Die Speyrischen Acker in Neibsheim könnten nur ein einziges Mal als rechnerische Ausgleichsfläche dienen. Nach Besiedlung der Neufläche im Wald sei die Stadt in jedem Fall gezwungen, einen neuen Weg in der Gewerbeansiedlung einzuschlagen. Die Versammlung ergänzte das Papier um die Forderung, die Stadt solle sich künftig stärker um die Ansiedlung von Betrieben aus der Wachstumsbranche der regenerativen Energietechnik bemühen.

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