Leserbrief: Realität und Ehrlichkeit sind gefordert

Leserbrief zur Ausgabe der Brettener Woche vom 20.07.11 „NABU legt sich mit Stadt und Landkreis an“
Ist es nicht legitim, gesetzlich abgesicherte Ausgleichsflächen zu fordern? Wenn man in seiner Behörde abblitzt und keine Antwort bekommt, dann braucht Herr Wolff über die entsprechenden Reaktionen nicht verwundert zu sein. Wenn das der normale Umgang mit ehrenamtlichen Leistungsträgern sein soll, dann ist ein solches Vorgehen nur als „Mittelalterliche Majestätsbeleidigung“ anzusehen. Ein Mann, der sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzt, ist kein Bittsteller, sondern eine Respektperson, die zum Glück nicht in das Verhaltensmuster der üblichen „Untertanen“ passt.

In der Gemeinderatssitzung, in der Herr Fritz die Unterlagen mit deutlichen Worten übergeben hat, war auch ich, neben weiteren Besuchern, anwesend. Sicherlich ist die freie und ehrliche Meinung manchmal unbequem, aber die beschriebene Vorgehensweise war allzu verständlich, und die Reaktion von Herrn Wolff im nachhinein unverständlich. Das Agieren im Verborgenen in einem öffentlichen Amt zeigt nicht gerade die Stärke und schon gar nicht die Aufrichtigkeit oder ehrliche Realität, die die meisten Bürger erwarten. Man hat verstärkt den Eindruck, dass sich die von uns gewählten Volksvertreter nicht gerade bürgerfreundlich verhalten. Wahlversprechen sind scheinbar nur eine Momentaufnahme vor der Wahl.

Hier das Originalzitat aus der Antrittsrede von Herrn Wolff sofort nach der Wahl:
„Ich möchte Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, heute versichern, dass es meine wichtigsten Anliegen sind, den Grundsätzen

• Gleichbehandlung,
• Verlässlichkeit,
• Ehrlichkeit und
• Bürgerfreundlichkeit

oberste Priorität einzuräumen und jegliches Handeln am Wohle der Menschen und unserer Stadt auszurichten.“

Nach all den bisherigen Erkenntnissen ist es mir noch nicht gelungen, einen wesentlichen Unterschied, zwischen der kirchlichen Verwaltung aus Karlsruhe betr. Herrn Röckle und der aktuellen Situation zwischen OB Wolff und Herrn Fritz, vom System her zu erkennen.

Franz Cizerle

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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3 Antworten zu Leserbrief: Realität und Ehrlichkeit sind gefordert

  1. mm sagt:

    die Grünen im Brettener Gemeinderat delektieren sich derzeit noch am Erfolg der Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Als hätte dies irgendwelche Auswirkungen auf die kleinkarierte Brettener Kommunalpolitik. Geändert hat sich lediglich die (allzu stolze) Kopfhaltung einiger Grüner: sie dürfte (falls der Erfolg der Grünen in Stuttgart nachhaltig sein sollte) auf Dauer zu Problemen in der Halswirbelsäule führen 🙂

  2. G. H. sagt:

    Hier waren Ausgleichsflächen zu ermitteln. Und nicht unbedingt durch Richtlinien, sondern lediglich durch fachliche Hilfen.

    Die Stadtverwaltung Bretten konnte bereits im Vorfeld andere Berechnungs- und Ermittlungsmethoden anwenden. Einzige Bedingung: Sie mussten schlüssig sein.

    Was tun eigentlich die Grünen des Brettener Gemeinderates, wenn es um die Forderung von Ausgleichsflächen geht?

  3. h - z sagt:

    Werden Anträge von Brettener Bürgerinnen und Bürgern – nach einem Erinnerungsschreiben – nicht bearbeitet, sind zwei Möglichkeiten unumgänglich:

    1. Die Dienstaufsichtsbeschwerde über den zuständigen Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung Bretten beim Regierungspräsidium Karlsruhe

    2. Die Klage beim Verwaltungsgericht Karlsruhe.

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