Autos und Bauarbeiter müssen sich den Alex teilen

In sechs Bauabschnitten stetig neue Verkehrsregelungen
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Das große Chaos ist bisher ausgeblieben, auch wenn seit vergangenem Freitag ein Ast der meistbefahrenen Brettener Kreuzung abgeschnitten ist: „Wir mussten bisher noch nicht eingreifen, und Unfälle sind uns auch noch nicht bekannt geworden“, berichtete gestern Günter Kolb, stellvertretender Chef der Polizei in Bretten. Die Steinzeugstraße, die den Stadtteil Diedelsheim mit Bretten verbindet, ist bis Ende August zwischen Diedelsheimer Höhe und Alexanderplatz vollständig gesperrt, auch für Fußgänger und Radfahrer. Für letztere gibt es eine Umleitung über das benachbarte Einkaufszentrum und die Fußgängerbrücke nach Bretten. Der motorisierte Verkehr wird über die zweite Zufahrt zur Diedels-heimer Höhe geführt. Um Wartezeiten zu vermindern, sollen die Ampelphasen an der Einmündung in die B35 noch optimiert werden, kündigt Achim Kleinhans von der städtischen Verkehrsbehörde an.

Am Alexanderplatz sind die bisherigen Lichtzeichen durch Baustellenampeln ersetzt worden. Denn mit dem Fortschritt der Bauarbeiten werden immer wieder neue Verkehrsregelungen und -Führungen nötig. Ende August soll die Sperrung der Steinzeugstraße wieder aufgehoben werden. Etwa Mitte September folgt der nächste Bauabschnitt, bei dem für die Verbreiterung der B35 in den Hang hinein die bestehenden Fahrspuren verengt werden müssen. Im dritten Bauabschnitt geht die Verbreiterung westlich des Alexanderplatzes weiter, ebenfalls unter fließendem Verkehr auf schmaleren Fahrspuren.
Platz für die Verbreiterung der Melanch-thonstraße um eine weitere Abbiegespur wird im vierten Bauabschnitt auf den Flächen auf der Ostseite dieser Straße geschaffen, bevor dann die Südseite der B35 zur Baustelle wird und der Verkehr auf der Nordseite daran vorbeigeführt wird. In dieser Phase werden Radfahrer und Fußgänger noch einmal den Umweg über die Diedelsheimer Höhe nehmen müssen.
Ganz dick kommt es dann noch einmal zum Schluss der Baumaßmnahme, wenn im Frühling 2006 für den sechsten Bauabschnitt die Melanchthonstraße stadteinwärts zwischen Alexanderplatz und Silcherweg voll gesperrt werden muss. Der Verkehr nach Bretten und weiter Richtung Pforzheim wird dann über das Gölshäuser Dreieck mitten durchs Stadtzentrum fließen. Allerdings nur für einige Tage, möglichst über ein Wochenende, um die Belastungen zu gering wie möglich zu halten, wie Oberbürgermeister Paul Metzger fordert.
Ist dieses Wochenende erst einmal überstanden, soll es aber im Stadtkern deutlich ruhiger als bisher zugehen. Nachdem am Alexanderplatz die letzte Asphaltschicht aufgetragen und die Markierungen aufgemalt sind, werden die Anwohner der Innenstadt eine deutliche Entlastung erfahren. Denn der Durchgangsverkehr in Richtung Pforzheim soll von da an vollständig über den Alexanderplatz geführt werden (siehe nebenstehender Bericht).
Wie lange dieser Verkehrsknoten auch nach dem derzeitigen provisorischen Umbau einer stetig wachsenden Fahrzeugflut standhält, ist aber ungewiss: „Eigentlich sollte das bis 2010 ausreichen, nach den aktuellen Zahlen wird die Kapazität aber schon 2007 überschritten sein“, erklärt Metzger. Deshalb müsse unbedingt weiterhin ein Komplettumbau des Alexanderplatzes angestrebt werden.

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