Hunger, steuerfinanziert – Stoppt den Biosprit-Irrsinn!

http://www.foodwatch.de/eine neue Hungerkatastrophe droht: Dürren in den USA oder Indien führen derzeit zu massiven Ernteausfällen. Gleichzeitig verschärft die Produktion von Biosprit die Krise – weil Getreide in Autotanks statt auf dem Teller landet. Besonders absurd: Der Anbau von Energiepflanzen zur Herstellung von Biosprit wird in Deutschland auch noch massiv mit Steuergeldern gefördert. foodwatch fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den zuständigen Ministern: Stoppen Sie den Irrweg – Schluss mit E 10 und anderen Biosprit-Beimischungen, für die Energiepflanzen statt Nahrungsmitteln auf den Äckern angebaut werden! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion:

www.foodwatch.de/aktion-biosprit

Selten waren sich Experten so einig: Von der Nahrungsmittelindustrie und der Wissenschaft über Umweltverbände und internationale Organisationen bis hin zu Regierungsinstitutionen wie dem Umweltbundesamt – es gibt kaum eine ernst zu nehmende Stimme, die die Förderung von Biosprit gutheißt. Erst vor wenigen Tagen sprach sich Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel (FDP) für ein Ende der Biosprit-Förderung aus.

Dabei klingt die Idee erst einmal gut: Ethanol etwa aus Getreide, Raps oder Mais wird herkömmlichem Benzin oder Diesel beigemischt. Dadurch kann der Einsatz von Rohöl reduziert werden. Doch die milliardenschweren Subventionen für den Anbau der Energiepflanzen kosten nicht nur uns Steuerzahler Geld, sondern verschärfen auch die Hungerkrise in der Welt. Denn wo Energiepflanzen wachsen, werden keine Nahrungsmittel angebaut – und je mehr Fläche wir zur Produktion von Biosprit aufwenden, umso weniger Ackerland steht zum Anbau von Getreide oder Mais zur Verfügung. Egal, ob in den USA, wo bereits 40 Prozent der Maisernte für die Ethanolproduktion verwendet werden, oder in Europa.

Zu allem Überfluss bringt Biotreibstoff aus Pflanzen für den Klimaschutz wenig. Zwar binden die Pflanzen das Kohlendioxid, das sie als Biodiesel später wieder ausstoßen. Gleichzeitig wird aber bei der Produktion viel Energie für Düngemittel und Transport sowie für Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Dies verschlechtert die Kohlendioxid-Bilanz und verteuert die Einsparung durch Biosprit. Mit dem gleichen Aufwand könnten anderswo weit mehr Treibhausgase eingespart werden, beispielsweise durch Wärmedämmung, Windenergie oder spritsparende Autos.

Acht Tage bleiben uns Zeit, um die Bundesregierung dazu zu bewegen, endlich diesen Irrsinn zu beenden: Am 28. August lädt die Bundesregierung zum Energie-Gipfel ins Kanzleramt. Wir können es schaffen, das Thema Biosprit auf die Agenda zu setzen! Schreiben Sie daher jetzt direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die zuständigen Minister und fordern Sie: Schluss mit E 10 und den Steuer-Subventionen für den Anbau von Energiepflanzen:

www.foodwatch.de/aktion-biosprit

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1 Antwort zu Hunger, steuerfinanziert – Stoppt den Biosprit-Irrsinn!

  1. fc sagt:

    Wir hätten Energie im Überfluss! Man muss es nur wollen! Mit bisherigen Monopolstrukturen ist es wohl nicht möglich und nicht gewollt – aber auch das wird sich ändern, irgendwann… bald…
    Sollte jemand mit klaren Gedanken bei den Entscheidern dabei sein, so möge er/sie sich ALLE Arbeiten von Nikola Tesla ansehen – und umsetzen.
    Warum macht man Probleme wo es keine gibt – nur wegen der Macht…? Lachhaft aber wirkungsvoll… noch…
    Realität und Ehrlichkeit sind die einzigen Fakten die zählen!

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