Autofahrer verstopfen das Hausertal

BNN   9.Oktober, 2008 | 2 Kommentare   Artikel 1011x gelesen

 

Melanchthonstraße im Bereich des Kaiserdenkmals für Sanierungs-Arbeiten gesperrt
„Kleinkreisel“ vor dem Kaiserdenkmal
Bretten. Aufgerissene Straßen, Baulärm – und jede Menge verärgerter Auto- und Lastwagenfahrer sind derzeit Alltag in der westlichen Innenstadt: Während zwischen dem Bahnhof und der Jugendmusikschule lediglich der Geh- und Radweg auf der Südseite erneuert wird, klafft seit einigen Tagen ein tiefes Loch im Einmündungsbereich der Bahnhofstraße und der Melanchthonstraße. Dort, direkt vor dem Kaiserdenkmal, soll laut Oberbürgermeister Paul Metzger ein „Kleinkreisel“ entstehen. In mehreren Abschnitten geht es dann an die Sanierung der Bahnhof- und Melanchthonstraße bis hin zur Einmündung Engelsberg/Am Gottesackertor (die BNN berichteten bereits).
Das Problem: Anstatt den von der Verwaltung vorgeschlagenen Umleitungsstrecken über das Gottesackertor, die Wilhelmstraße und den ovalen Kreisel nehmen viele Autofahrer lieber die Abkürzung durch das Hausertal. Vor allem im Berufsverkehr geht dort nichts mehr, zumal es dort keine Halteverbotsregelung während der Bauphase gibt. Hierüber hätten sich bei ihm schon zahlreiche Fahrer beschwert, berichtet Metzger. „Wir haben damit nicht gerechnet“, sagt der OB weiter, „sondern damit, dass die Leute über das Gottesackertor fahren. Da wurde extra die Ampelschaltung so geändert, dass es längere Grünphasen gibt.“
Trotz des teilweise enormen Verkehrsaufkommens sei es im Hausertal bislang noch zu keinem Unfall gekommen, berichtet Rolf Hilpp, Leiter des Brettener Polizeireviers, den BNN auf Anfrage. Auch seien ihm bislang keine Beschwerden untergekommen.

Wenn der kleine Kreisel errichtet ist, geht es im Bauabschnitt bis zur Einmündung Hirschstraße weiter. „Auf jeden Fall sollen die dortigen Geschäfte und die Apotheke zumindest von einer Seite her befahren werden können“, erklärt Verwaltungschef MetzgerBauamtsleiter Walter Gruber rechnet damit, dass dieser Bauabschnitt bis Ende dieses Jahres realisiert ist. Dann könnten auch die Bewohner im Hausertal aufatmen.
Im März 2009 könnte dann mit dem letzten Bauabschnitt – von der Einmündung Hirschstraße bis zum Kreuzungsbereich Engelsberg/Am Gottesackertor – begonnen werden. Thilo Kampf

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Kommentare

2 Kommentare

  1. -fc- am 9. Oktober, 2008 11:20

    „Wir haben damit nicht gerechnet“, sagt der OB…
    Ausgerechnet so ein Stratege ist auf einmal Ratlos?

    Wie wäre es mit einem intelligenten Einbahnstraßensystem im Hausertal?
    Nicht die Menschen erziehen wollen – Alternativen anbieten, mit möglichst geringer Belastung von Betroffenen. Georg-Woerner-Straße war als Einbahnstraße ein sehr positives Beispiel dafür. Heute hängen Protestplakate dort!

  2. P.L. am 10. Oktober, 2008 18:35

    Ein ratloser Stratege.

    Kein Aushängeschild für den Leiter einer Unteren Straßenverkehrsbehörde.

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