Leserbrief: Um Hilfe gebeten und rausgeworfen

Über das Verhalten eines Stadtbahn-Kontrolleurs klagt diese Leserbriefschreiberin:
Am Dienstag, 29. Dezember, um 16.01 Uhr wollten meine Freunde und ich mit der Bahn von Bretten Bahnhof aus nach Hause fahren. Da wir beinahe die Bahn verpasst hatten, wollten wir uns Fahrscheine im Zug am Automaten kaufen. Doch dieser war defekt. Wir baten einen Kontrolleur um seine Hilfe.
Dieser reagierte völlig über und meckerte mich an: „Fahrscheine kannst Du draußen kaufen. Diese Automaten sind nicht dafür da!“

Worauf ich ihm die Frage stellte, wofür Fahrkartenautomaten denn sonst da seien wenn nicht zum Fahrscheine kaufen. Auf diese Frage hin lenkte er auf meine Freunde ab, die ihr Essen gerade in ihren Taschen verschwinden ließen. „Und gegessen wird hier auch nicht, das ist verboten! Raus mit Euch“, meckerte er weiter. Ob er wohl einfach nicht zugeben wollte, dass er uns hätte gratis fahren lassen müssen?

Alle in der Bahn sahen dabei zu, wie der Mann uns schikanierte, aber niemand hielt es für nötig, uns zu helfen. Er drückte den Knopf und schob uns in Bretten Stadtmitte einfach aus der Bahn. Meine Freunde und ich waren perplex. Wir hätten uns am liebsten den Namen des Kontrolleurs notiert, aber keiner von uns hatte danach gefragt. Und, so wie es eigentlich vorgeschrieben ist, trug er seinen Dienstausweis auch nicht an seiner Jacke.
Der Fahrkartenautomat in Stadtmitte war übrigens außer Betrieb, also konnten wir uns dort auch keine Fahrscheine kaufen. Und dabei heißt es doch immer, Jugendliche sollen vor den Älteren Respekt haben. Dass dies aber auch umgekehrt gilt, muss diesem Mann aber wohl noch beigebracht werden.

Annika Görlich, 15 Jahre Fröbelstraße 1 Bretten-Bauerbach

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2 Antworten zu Leserbrief: Um Hilfe gebeten und rausgeworfen

  1. res sagt:

    Wie die Dienstleistung der Stadtbahn, so ihr Personal!
    Ein Spiegelbild!

  2. Hub.Gr. sagt:

    Was wird von einem Stadtbahn-Kontrolleur erwartet?

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