Über „Flugblätter“ im wahrsten Sinne des Wortes klagt dieser Brettener:
Es ist zum Mäusemelken: Freitagnachmittags war der Gehweg noch sauber gefegt. Am Samstag ist er dann mit Werbemüll übersät und verhilft so mindestens der Bertholdstraße in Bretten Wochenende um Wochenende zu neapolitanischem Flair. Denn in der Zwischenzeit treten immer zwei junge Leute in Aktion. Die schmeißen dort die gesammelten Werbebotschaften von Real, Roller, Penny und Werweißvonsonstnochwem stapelweise vor die Eingänge der Mehrfamilienhäuser.
Die weitere Verteilung von West nach Ost übernehmen dann Wind und Wetter, so lange, bis sich die gesammelte Makulatur, zerknüllt und vermatscht, nicht mehr weiter treiben lässt. Ehe sie dann in der Folgewoche vom Reinigungsdienst entsorgt wird, hat sie nur Unbehagen und Verdruss bereitet; ihre eigentliche Aufgabe konnte sie nicht einmal ansatzweise erfüllen.
So macht man teure Werbedrucksachen unmittelbar zu sinnlos vergeudetem hinausgeworfenem Geld! Um ihre Zielgruppe zu erreichen, gehörten die Prospekte ja eigentlich in die (vorhandenen) Briefkästen verteilt. Darauf angesprochen, reagieren die Verteiler aber verständnislos: Sie hätten nun einmal von ihrem Auftraggeber die Anweisung, ihre Fracht bei Mehrfamilienhäusern en bloc abzuwerfen. Basta.
Dass dies außer Verschmutzung öffentlicher Flächen auch wirtschaftlicher Unsinn ist, kümmert sie wenig. Wer sie dazu beauftragt hat, verraten sie aber auch nicht. Eine direkte Beschwerde ist uns deshalb unmöglich. So bleibt uns eben nur der öffentliche Appell an den „großen Unbekannten“.
Friedrich Fischle Bertholdstraße 3 Bretten
Vom Ordnungsamt ist der bekannten Firma ein Bußgeldbescheid auszustellen.
Der Reinigungsdienst muss der Firma eine Rechnung präsentieren.