Industriegebiet wird erweitert

Bretten (dia). Die Erweiterung des Industriegebiets Gölshausen in den Rüdtwald hinein hat der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Bretten-Gondelsheim in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. Damit kann der Flächennutzungsplan, den Bretten und Gondelsheim gemeinsam haben, fortgeschrieben werden.

Die Gondelsheimer Vertreter hatten sich der Stimme enthalten. „Wir wollen uns gegenseitig keine Steine in den Weg legen“, sagte Markus Rupp. Der Gondelsheimer Bürgermeister machte deutlich, dass er eine ebenso positive Haltung seitens Bretten erwarte, wenn es um die Trasse für die Beseitigung des Bahnübergangs geht. Rupp bat auch darum, die interkommunale Zusammenarbeit voranzutreiben.

Die Aufforstungsarbeiten als Ausgleich für die Abholzung im Rüdtwald „wollen wir auf Brettener Gemarkung ausführen“, erklärte Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger. Nach Gondelsheim, wo Bretten Ackerflächen gekauft hat, werde man nur ausweichen, wenn ein entsprechender Antrag der Nachbargemeinde vorliege. Man wolle die die gegenseitige Planungshoheit respektieren, erklärte der OB. „Das wird wohl auch in Zukunft so sein“. Eine interkommunale Zusammenarbeit „wird und soll stattfinden“, versprach Metzger: „Im Bereich einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung“.

Metzger wies abermals auf die Notwendigkeit hin, eine 22 Hektar große Fläche aus dem Rüdtwald herauszuschneiden, um weitere Gewerbeflächen zur Verfügung zu haben. „Unsere Fraktion ist dafür, Arbeitsplätze zu erhalten“, machte Werner Hellebrand, SPD deutlich. „Wenn man sieht, was in Gölshausen gerade alles zusammenbricht, müssen wir an die heilige Kuh, den Wald, gehen“. An den Bürgerarbeitskreis appellierte er an dieser Stelle, ihn künftig „richtig zu zitieren“.

Das Schaffen von Arbeitsplätzen hatte auch die Mehrheit der CDU dazu veranlasst, im Gemeinderat für die Abholzung im Rüdtwald zu stimmen. „Es fiel uns allen schwer“, versicherte Fraktionssprecher Martin Judt. Der Entschluss sei nach Abwägung aller Gesichtspunkte gefallen. Die Gondelsheimer bat er um Verständnis dafür, dass man aus der Not heraus ein eigenes Industriegebiet vorangetrieben habe. Ziel sei aber, „interkommunal tätig zu sein“.

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