von Gottfried Retsch, Bretten
Die Lebendigkeit Brettens ist sehr gut abzulesen an den Zeitungsartikeln, vor allem aber an den vielen Leserbriefen.
Das ist gut so.
Befördert wird diese Lebhaftigkeit von der Vorgehensweise der Verwalt­ungsspitze. Im Gemeinderat wird widersprüchlichen Sachverhalten zugestimmt um nicht „anzuecken“, bzw. um die etwaige Chancenlosigkeit einzelner Vorgänge nicht zu thematisieren.

Der OB ist ein guter Verwalter, er steht voll und ganz mit seinem Willen und Wirken zu seinen Entscheidungen, zu seiner Aufgabe: Verwalten. Das schließt ein, dass er mitunter das Gegenteil sagt von dem was er ein paar Tage vorher kundgetan hat. Und auch dies: an ihn gerichtete Briefe werden nicht beantwortet.
Die damit hervorgerufenen Wirkungen haben für ihn untergeordnete Funktion, zumal es ihm nicht gegeben ist, einfach und offen zu kommunizieren. Wird seiner Absicht Kritik, ja Widerstand zuteil, findet das Gespräch ein abruptes Ende mit Sätzen wie dem folgend­em (Zitat) : „Es wird nichts mehr geändert. Der Umbau ist vom Gemeinderat beschlossen und wird durchgeführt. Basta!“, so gesagt zu Herrn A. Rath.
Auch ich bekam so einen Satz zu hören (Zitat): „Das ist alles zu spät, die Katze ist den Baum ’nauf.“ Ich musste nachfragen, ich kannte die Bedeutung dieser Aussage nicht. Damals handelte es sich um die nicht veröffentlichte Änderung des Straßenlaufs „Am Kalkofen“. Dieser Fakt steht heute noch, auch wenn das Gericht die damals gehandhabte inkor­rekte Vorgehensweise im Nachhinein bestätigte. weiter lesen –>

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bak_logooder: wie man Bürger an der Nase herumführt
von Matthias Menzel
„Die Wünsche der Bürger sollen zur Geltung kommen“, so hat der OB von Bretten, Martin Wolff, vor wenigen Wochen noch seine Version der Bürgerbeteiligung in der Presse vorgestellt.
Auf einer Wahlveranstaltung von Herrn Wolff im Oktober 2009 fiel folgende bemerkenswerte Äußerung des Bewerbers um das Amt des Oberbürgermeisters von Bretten:  Auf Nachfrage, was denn geschähe, wenn die Bürger damit (mit Bürgerbeteiligung) andere Vorstellungen von Stadtentwicklung durchsetzten, entgegnete Wolff: “das ist dann Demokratie”.
Wie er sich das in der Realität vorstellt, hat er am Beispiel des ehemaligen Kaufhauses Schneider in der Brettener Ortsmitte jetzt vorgeführt: die Bürger waren im Amtsblatt aufgerufen, sich einen Namen für das neu entstehende Einkaufszentrum auszudenken. Unabhängig davon gab es noch weitere Umfragen, zum Beispiel von der Fraktion der SPD im Gemeinderat. Immer entschieden sich die Bürger/Innen für eine Bezeichnung, die den Namen des ehemaligen Eigentümers Schneider enthielt. So ging auch die Abstimmung im Amtsblatt aus, erster Platz: „Schneider-Galerie“.
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