Das Märchen vom Saalbach in Bretten

Leserbriefvon Dieter Gebert
Es ist für Jedermann offensichtlich und nachvollziehbar, dass an der Brücke zum Turnplatz und weiter zur Bürgerwehr über die von Osten kommende Weißach kein Zusammenfluss zweier Gewässer stattfindet, sondern lediglich eine Gabelung der Weißach in südliche und westliche Richtung. Dies ist mit einem Blick am Fließverhalten von ins Wasser gefallenen Blättern erkennbar. Der Salzachweg ist einfach falsch benannt, er ist ein Weißachweg.

Dann entsteht an dieser Stelle aber nicht der Saalbach. Er fließt niemals am Gerberhaus vorbei und auch niemals am Seedamm – das ist nach wie vor die Weißach und zwar bis zur Einmün­dung an der Alten Post in den sogenannten Brühlgraben.


Die südlich fließende Weißach entlang dem Turnplatz, vorbei an der Bürgerwehr trifft sich am Wehr beim Windsteg mit der aus Süden kommenden Salzach. Beide Flüsschen fließen über dieses Wehr ab und bilden nach Westen hin den sogenannten Brühlgraben. Darum ist hier am Wehr der Zusammenfluss von Weißach und Salzach, also der Beginn der Saalbach. Der Brühlgraben ist in seinem Verlauf der Saalbach.
Was nun den Zusammenfluss der Weißach mit der Saalbach (Brühlgraben) bei der Alten Post beginnt, bleibt diffus, weil undefiniert. Man könnte ja vermuten, dass es die Weißach ist, die hier weiterläuft und endlich in den Rhein mündet. Der Saalbach hätte dann nur ein sehr kurzes Dasein als Brühlgraben in Bretten.

Dank sei an dieser Stelle Herrn Udo Stammnitz, Hebelweg 2 aus Bretten, der mich in seinem Leserbrief in der BNN vom 11.05.2010, Ausgabe Nr. 107, S. 14 zu obiger Karte und diesem Text veranlasste – er hat in seinem Leserbrief genau die gleichen Erkenntnisse beschrieben.

Und so endet ein Brettener Märchen über den Saalbach, neu recherchiert von einem Jöhlinger.

©Dieter Gebert Mai 2010, Kartenausschnitt von outdooractive .com

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