Leserbrief: Vermarktung eines „Ladenhüters“?

Leserbrief   28.November, 2017 | 2 Kommentare   Artikel 896x gelesen

 

von Dr. Frank Altenstetter
Vor circa zweieinhalb Jahren wurde der Bau einer Moschee auf dem Mellert-Fibron Arealmit der Begründung abgelehnt, dass dieses Gelände nur für Industrie und Gewerbe vorgesehen und für eine andere Bebauung zu wertvoll sei. Wo blieben in der Zwischenzeit die vielen Interessenten, die angeblich „Schlange standen“? Ist man womöglich froh, das Gelände anderweitig vermarkten zu können?

 Vor einigen Monaten hat die Caritas den Antrag bei der Kommunalbau gestellt, ein katholisches Altenheim auf dem Mellert -Fibron Gelände zu errichten. Details hierüber sind vom Aufsichtsrat nur bedingt bekannt. Die Caritas selbst schildert,dass sie davon ausgegangen sei, dass es baurechtlich keine Probleme gäbe. Jedenfalls wurden diese nicht thematisiert.

 Zudem hatte die Caritas vor der Gemeinderatssitzung vom Aufsichtsrat der Kommunalbau den Entwurf eines Erbvertrages bekommen. Somit ist zu vermuten, dass die Kommunalbau erleichtert war, einen Interessenten für das Mellert-Fibron Areal zu finden und dieses nicht verhindern wollte. Hierfür spricht auch die Äußerung unseres OB durch Ablehnung der Änderung der Bauordnung zum Totengräber des Altenheims zu werden.

 Auch hat unser OB nicht tatkräftig die von der Gemeinderatsfraktion „die Aktiven“ aufgewiesenen Möglichkeiten zum Erhalt des derzeitigen Altenheimstandorts unterstützt.

 Im Vordergrund stand jeweils die möglichst rasche Umwandlung des Bebauungsrechts, um den Weg frei zu machen, um krchliche Bauten auf dem Mellert-Fibron Gelände erstellen zu können. Dies hat sich aber vor allem wegen der Kostenerfassung für das Lärmgutachten verzögert. All das gibt zu denken und sollte endlich sachlich geklärt werden

 Unbedingt ist ein geändertes Baurecht zu vermeiden, das kirchliche Bauten gestattet, da dies erst kürzlich einer anderen Religionsgemeinschaft untersagt wurde und somit eine Ungleichbehandlung bedeuten würde.

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Kommentare

2 Kommentare

  1. nn am 2. Dezember, 2017 10:01

    Noch niemals hat ein OB Bretten durch sein undemokratisches Handeln, zuerst eigenmächtig und ohne die Öffentlichkeit zu informieren, den Moscheebau beschließen und verkünden, dann aber auf Druck der Öffentlichkeit komplett alles zurückziehen. So wurde Bretten, Artikel z.B. im Spiegel, zur ausländerfeindlichen Stadt abgestempelt. Dann wird erklärt,dass auf diesem Platz keine kirchliche Baumaßnahme verwirklicht werden darf. Und wurde jetzt noch ganz schnell, öffentlichkeitswirksam vor der Wahl, sozusagen als Wahlhelfer,beschlossen , ein neuen Altenheim mit einer kirchlichen Organisation als Träger! Trotz der vielen massiven ungelösten Fragen wurde das mit den Stimmen der SPD, freien Wähler und Grünen noch schnell durchgewunken. Da bei solchen Projekten 4 Wochen mehr Zeit keine große Rolle gespielt hätten, finde ich diese Entscheidung der Sache nur wenig dienlich und geschmacklos. Darum Bürger bedenke! wir sind das Volk, und nach der OB Wahl kommt auch wieder einmal eine Gemeinderatswahl.

  2. Paul Sager am 2. Dezember, 2017 23:12

    „Frischer Wind ins Rathaus…“

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