Stadt will durchgreifen

Hoher Schaden durch Vandalismus und Grafitti:
Bretten. (gm) Schmierereien in Unterführungen, an Stadtbahnhaltestellen und Wänden von öffentlichen Gebäuden, zerstörte Bänke, Laternen, Straßenschilder und Papierkörbe – jetzt will die Stadt durchgreifen. Denn der Stadt entsteht ein Schaden von rund 300 000 Euro. Soviel muss sie jährlich für das Reparieren, Aufräumen und Überstreichen in den Haushalt einrechnen – eine Summe, so Oberbürgermeister Paul Metzger, „mit der man wirklich etwas anderes tun könnte“.

Deshalb hat Metzger zur verstärkten Aufmerksamkeit aufgerufen. Und versichert: „Wir werden alles zur Anzeige bringen“. Die meist jugendlichen Täter – auch Grafitti zum Beispiel ist ein rechtlich verankerter Straftatbestand – werden dann nicht mehr so einfach wegkommen – und für den Schaden haften in den meisten Fällen die Eltern. Doch nicht nur den Tätern, sondern auch ihren „Werken“ gilt die erhöhte Aufmerksamkeit des Verwaltungschefs. Mit dem städtischen Frühjahrsputz sollen die Schmierereien verschwinden – und fortan durch den Bauhof immer sofort beseitigt werden, wenn der Schaden aufgenommen und zur Anzeige gebracht worden ist. Beschränkt ist die Aktion natürlich auf öffentliche und städtische Gebäude und Einrichtungen. „Schäden an Privathäusern, so sehr ich die auch bedaure, sind natürlich Privatsache“.

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