Brettener Verkehrsprobleme mit der Georg-Woerner-Straße auf Dauer zubetoniert…

von Franz Cizerle
Mit der Entscheidung, die Georg-Woerner-Straße zweispurig – mit Gegenverkehr – zu belassen und die Belastung der Anwohner nicht zu vermindern – dafür aber viel Geld zu verbauen – zeigt einmal mehr, dass weder die Stadtverwaltung noch die Mehrheit des Gemeinderats eine Verkehrsverbesserung wollen. Wie schon seit Jahrzehnten nicht! – Rückblick: 1960 waren 4,5 Millionen Autos in Deutschland zugelassen, heute sind es zehn Mal so viele. Es ist also enger auf Deutschlands Straßen, die oft so aussehen wie 1960. In Bretten zeigt sich die daraus entstandene Verkehrsproblematik nicht anders.

Lärm, Gestank, Gefahrenquellen, Parkplatzproblematik (in einer Einbahnstraße kann allerdings auf beiden Seiten geparkt werden = größeres Parkplatzangebot), erschwerter Verkehrsfluss, mangelnde Sicherheit usw. usw., sind das Ergebnis der letzten Entscheidung des Gemeinderats.
Um den Nutzen einer Einbahnstraße bzw. einer großflächigen Einbahnverkehrsführung muss man nicht diskutieren und lamentieren, sondern beispielsweise nur nach Mannheim schauen. Dort funktioniert dieses System schon seit Jahrzehnten.

Baubürgermeister Nöltner bestätigte zwar, dass sich sicherlich an die 100% der Einwohner der Georg-Woerner-Str. eine Wiedereinführung der Einbahnregelung wünschen, aber gleichzeitig mit „CDU Krokodilstränen“ und dem Geschick eines Lehrers „bei allem Verständnis“ nur „eine Verlagerung des Problems“, sieht. – Wieso das?

Auch Aaron Treut (CDU) hat trotz seiner historisch richtigen Aussage – „Wenn man etwas will, findet man Wege, wenn man etwas nicht will, findet man Gründe“ – vom „hin und her geschobenen Verkehr“ nachgedacht und dafür für eine „Bachtreppe“ geworben. Einen Rad- und Spazierweg zwischen Gondelsheim und Knittlingen am Saalbach entlang, hat der Alt-OB Metzger bereits im Jahr 1999 dem BAK mit Erfolg versiebt und dafür noch 25.000,- DM Steuergeld verschwendet!
Siehe hier: „Leserbrief : Kostenlose Arbeit – und umsonst

Wie ein Einbahnstraßensystem in Bretten funktionieren könnte, hat der BAK bereits im Jahr 2002 auf eigener Homepage und in der Presse bereits veröffentlicht. Allerdings darf der Sachverstand aus der Einwohnerschaft nicht im Rathaus seine Umsetzung finden, obwohl von allen OB’s in deren Sonntagsreden eine Bürgerbeteiligung ausdrücklich erwünscht gewesen ist.

Wie elitäre Arroganz der Pseudomacht in Bretten funktioniert, wird am jüngsten Exempel an der Georg-Woerner-Str. anschaulich klargemacht. Obwohl sich fast alle Einwohner die Wiedereinführung der Einbahnstraße wünschen – weil sie die Vorteile selbst erlebt haben – sind die zuständigen Planer und Entscheider nicht in der Lage, bürgerfreundlich zu denken. Wenn schon in einem kleinen Teil des Straßennetzes eine Sache nachweislich gut funktioniert, muss man sich denknotwendig überlegen, ob sie nicht bei zahlreichen anderen geplagten Einwohnern ebenso zukunftsträchtig umgesetzt werden kann.

Aber nein! Es wirkt bedenkenlos, wenn die lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger der Georg-Woerner-Str. den Ärger und die gesundheitlichen Schäden durch Lärm, Abgase etc. weiterhin ertragen müssen. Vielleicht wäre ein Besuch bei einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht doch hilfreich. Herr, lass Hirn regnen!

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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1 Antwort zu Brettener Verkehrsprobleme mit der Georg-Woerner-Straße auf Dauer zubetoniert…

  1. xaver sagt:

    Zum „Verkehrs-Chaos in Bretten“ – siehe noch nachfolgenden Ausschnitte:

    „Lärm, Gestank, Gefahrenquellen, Parkplatzproblematik (in einer Einbahnstraße kann allerdings auf beiden Seiten geparkt werden = größeres Parkplatzangebot), erschwerter Verkehrsfluss, mangelnde Sicherheit usw.“

    „Einwohner der Georg-Woerner-Str. wünschen eine Wiedereinführung der Einbahnregelung“

    „Es wirkt bedenkenlos, wenn die lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger der Georg-Woerner-Str. den Ärger und die gesundheitlichen Schäden durch Lärm, Abgase etc. weiterhin ertragen müssen.“

    Lt. BNN v. 29.06.2017 besteht das Verkehrsaufkommen in Bretten zu „mindestens 80 Prozent aus Quell- und Binnenverkehr“. „…eine verdammt hohe Quote…“

    Bei solcher Faktenlage würde ein Aufsichtsrat in der freien Wirtschaft die Geschäftsführung umgehend austauschen und die Sachbearbeiter, die keine besseren Alternativen ausarbeiten können oder wollen, sofort entlassen.

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