Leserbrief an die Brettener Woche zum Thema Glasfaserkabel

Leserbriefvon Paul Sager

Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist schon beschämend, peinlich ich denke es ist auch im Bereich der Nötigung wie ihr wertes Blatt den Leser mit unsäglicher Berichterstattung und Schüren von Zukunftsängsten einen Vertrag mit einem Privatunternehmen in Sache Glasfaserkabel anbiedert. In meiner Familie fliegt die Brettener Woche mittlerweile schon nach dem Lesen der Überschriften zu diesem Thema in den Papierkorb. Es ist zu überlegen den Mißbrauch der Pressefreiheit so wie Sie es seit Wochen betreiben dem Presserat mitzuteilen. Ihre Aufgabe kann es im höchsten Fall sein über Vor und Nachteile von einem Glasfaseranschluss aufzuklären evtl. noch auf die Möglichkeit dies mit einer bestimmten Firma zu tun aber das ist auch schon sehr fragwürdig. Sie tun sich bestimmt keinen Gefallen, das Novum der unparteilichen Berichterstattung haben Sie komplett aufgegeben.

Anstatt das Verhalten der Stadt Bretten, namentlich des Oberbürgermeisters Wolf mal kritisch zu hinterleuchten, das wäre wünschenswert denn auch er darf sich als Stadtoberhaupt auf keinen Fall als „Vertreter“ eines Privatunternehmens darstellen unterstützen Sie in unglaublicher Manier sein Verhalten. Wenn unser Herr Oberbürgermeister, welcher gerade dabei ist sein Unvermögen zum xten Male zu beweisen nicht in der Lage ist mit finanzieller Unterstützung des Landes das Projekt Glasfaserkabel mit einem stadteigenen Betrieb zu stemmen dann zeigt dies erneut seine Hasenfüßigkeit. Hier wäre es Ihre Aufgabe mal kritisch zu hinterleuchten, Hintergründe zu recherchieren.

Auch für einen städtischen Betrieb amortisiert sich der finanzielle Einsatz zu berechenbarer Zeit, die Erträge kämen der Stadt zugute. So wird wieder eine Möglichkeit vertan und einfach als nicht machbar dargestellt. Da ja angeblich laut Ihren werten Aussagen Arbeitsplätze in Gefahr sind und Firmen Ihren Weggang von Bretten überlegen – welch hahnenbüchiger Quatsch, unterste journalistiche Stufe – frage ich mich warum hat man zur Zwischenfinanzierung für die doch höchst wichtige Angelegenheit nicht Brettener Firmen mit ins Boot genommen. Da hätte es bestimmt Interesse und Lösungen gegeben. Einfach zu sagen wir können keinen Kredit über 20. Millionen aufnehmen ist ein Eingeständnis der Unfähigkeit, nicht vorhandener Flexibilität und falscher vieler getätigter Fehler im städtischen Investitionsbereich.

Jetzt soll ein privates Unternehmen die Angelegenheit regeln ohne, dass es zu einem üblichen Wettbewerb kommt. Nein es ist sogar noch viel schlimmer einem Unternehmen welches sich seit einigen Jahren um eine vernünftige Alternative bemüht wird öffentlich die Unterstützung versagt, die Brettener Woche unterschreibt das auch noch. Untragbare Zustände unterstützt durch Ihre journalistische Fehlleistungen.

Mit besten Grüßen

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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3 Antworten zu Leserbrief an die Brettener Woche zum Thema Glasfaserkabel

  1. Heiko Seebach sagt:

    Dieser Leserbrief wurde übrigens auch hier
    kraichgau.news/bretten/leserforum/kritik-an-berichterstattung-ueber-glasfaser-ausbau-der-bbv-d1564.html veröffentlicht.
    Dort habe ich auch die Meinung der Bürgerinitiative vertreten – hoffentlich in jedermanns Augen sachlich genug.

  2. H.U. sagt:

    Bravo, Herr Kraus. Es gibt nichts hinzuzufügen.

    Wo immer auch dieses negative Engagement gegen die Glasfaser herkommt, ich werde es nicht begreifen.

  3. Sehr geehrter Herr Sager,

    peinlich ist vieles in Bretten, aber sicherlich nicht die Werbung in Zeitungen. Da Sie selbige aber eh nach kürzester Zeit in den Papierkorb (sammeln Sie doch Altpapier, das hilft Vereinen) fliegt, kann es für Sie ja alles in allem auch nicht so schlimm sein.

    Selbstverständlich sollte eine Zeitung immer kritisch sein, egal ob es die Stadt Bretten, die BBV oder Skytron betrifft. Aber dennoch dürfen auch Zeitungen etwas unterstützen, was prinzipiell für richtig gehalten wird. Die Brettener Woche unterstützt genauso wie die Bürgerinitiative Glasfaser-Bretten einen Ausbau des Glasfasernetzes. Auch der Brettener Woche ist hierbei der Anbieter vollkommen egal, da aber aktuell nur die BBV Interesse zeigt und auf lange Sicht wohl kein zweiter Anbieter ins Spiel kommt, ist es nur verständlich, dass jede Form der Unterstützung für Glasfaser auch eine Unterstützung der BBV darstellt.

    Wieso ein städtischer Ausbau sich eben nicht so einfach mal kurz amortisiert wurde oft genug gesagt, Kurz gefasst sprechen wir von einem Millioneninvestment das die Stadtwerke nicht alleine stemmen können und eine Stadt Bretten nur auf Sicht von über 10 Jahren durch den Haushaltsplan bekommt. Der Ausbau würde folglich ewig dauern. Das ist Ihnen aber sicherlich bereits bewusst, da alle Kritiker zur Podiumsdiskussion eingeladen wurden um ihre Fragen direkt an die zuständigen Personen zu stellen. Ich gehe also davon aus, dass Sie vor Ort waren, ansonsten müsste man davon ausgehen, dass hier nur versucht wird Uneinigkeit und Missmut in der Gesellschaft zu streuen, über Pseudonyme in Zeitungen und auf Internetseiten.

    Wieso gibt es keinen Wettbewerb? Jedes Unternehmen das Interesse hat darf nach Bretten kommen und wird genauso mit offenen Armen empfangen. Vielleicht stehe ich hier am falschen Ortseingang und bei Ihnen stehen die Schlange… wenn ja, machen Sie doch endlich mal das Stadttor auf und lassen Sie die Telekoms, die 1&1, die Unitymedias und wie sie alle heißen rein, damit wir anfangen können zu planen. Oder stehen wirklich keine anderen vor der Tür, die Glasfaser ausbauen möchten? Ist es wirklich nur die BBV? Das wäre ja blöd, dann würde Ihr Wettbewerbsargument ja direkt verpuffen.

    Freundliche Grüße und noch einen schönen Tag.

    Sollten Sie an einer ernsthaften Diskussion interessiert sein, anstatt nur eine miese Stimmung über Zeitungen zu verbreiten laden wir, die Bürgerinitiative Glasfaser-Bretten, Sie rechtherzlich zu unserer letzten Infoveranstaltung in Diedelsheim ein, der Termin ist am 27.Juni um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Wir freuen uns auf eine spannende und anregende Diskussion.

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