Musikakademie Kürnbach schließt voraussichtlich zum 31. März 2016

PresseNotwendige Investitionen in Brandschutzauflagen zwingen zu vorzeitiger Betriebsaufgabe
Der Blasmusikverband Baden-Württemberg mit seinen 104.000 Musikerinnen und Musiker in 1.428 Musikvereinen unterhält seit über 45 Jahren eine Musikakademie im badischen Kürnbach.
Gegenwärtig ist der Verband in der Planung und Realisierung eines neuen Musikzentrums BadenWürttemberg am Standort in Plochingen, welches zukünftig alle Geschäfts- und Dienstleistungs-bereiche des Verbandes, auch die verbandseigene Musikakademie, unter einem Dach vereinen wird. Ein nahtloser Übergang hinsichtlich der Stilllegung der Akademie in Kürnbach war für Anfang 2018 unmittelbar mit dem Bezug des neuen Musikzentrums verbunden und fester Bestandteil der bisherigen Planungen.
Aufgrund von behördlich geforderten Brandschutzauflagen kommen nach den aktuell vorliegenden Planungen eines Architekturbüros auf die bisherige Musikakademie Kürnbach bei einem eingeschränkten Betrieb sofortige Baumaßnahmen in einem Umfang von mindestens 150.000 Euro zu. Bei einer vollumfänglichen brandschutzkonformen Herstellung der Akademienutzung würden sogar Investitionen von über 350.000 Euro notwendig werden.

Für den Blasmusikverband Baden-Württemberg als Eigentümer sind die geforderten Brandschutzmaßnahmen im vorliegenden Umfang wirtschaftlich und finanziell nicht vertretbar. Aufgrund der gegenwärtigen Situation, dass für die derzeitige Akademieeinrichtung keine bildungsnahe Nachnutzung in Aussicht steht, sind Investitionen in Brandschutzmaßnahmen in der genannten finanziellen Größenordnung ohne nachhaltige Wirkung. Eine Stilllegung des Akademiebetriebs in Kürnbach ist deshalb, insbesondere auch nach Vorgabe durch die zuständigen Behörden, bereits zum Ende des ersten Quartals 2016 unausweichlich.
Mit der notwendigen Stilllegung des Betriebs ist bedauerlicherweise auch eine Auflösung der an der Akademie vorhandenen Arbeitsplätze in der Hauswirtschaft und Verwaltung verbunden.
Der Blasmusikverband ist in Gesprächen mit dem Betriebsrat, um nach Lösungen für die von der Schließung betroffenen Beschäftigten der Akademie zu suchen.

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3 Antworten zu Musikakademie Kürnbach schließt voraussichtlich zum 31. März 2016

  1. Liebe Frau Grohmer,

    Sie sprechen mir aus der Seele! Falsche Zahlen und Argumente bilden das Fundament der Widerständler aus Baden, die nicht bereit sind auch nur einen Finger zum Erhalt der Akademie zu rühren und nur die Gosch aufreissen:

    Für alle die es immer noch nicht wahrhaben wollen: Alle potentiellen „Nebennutzer“ der Akademie haben abgewunken, Kürnbach und der Landkreis Bretten wollen die Liegenschaft auch nicht und die FDP Bretten und Karlsruhe-Land sind nichts anderes als Trittbrettfahrer auf die letzte Minute. Denn der BVBW hat sehr wohl versucht verträgliche Alternativen zu finden, sich sogar selbst verpflichtet nicht an ganz spezielle Parteigruppierungen zu verkaufen!

    Weiters kapieren die „Widerständler“ die Sprache der Gutachten die unwiderlegbar auf dem Tisch liegen ebenfalls nicht. Um die Akademie vollumfänglich weiterbetreiben zu können spricht man hier nicht von 170.000 € sondern von 370.000 € und das ohne Preissteigerung!! Sie kapieren nicht, dass die Akademie Kürnbach bei normalem Betrieb (wohlgemerkt) jährlich etwa 200.000 € Abmangel erwirtschaftet, der durch Mitgliedsvereine ausgeglichen werden muss. Das meine Damen und Herren sind Zahlen die der Wahrheit entsprechen!!

    Der Wahrheit entspricht auch, dass der Verband nun handeln muss und sich die Entscheidung keineswegs leicht gemacht hat. 5 Jahre intensive Beratungen und schon davor Gespräche wie es weitergehen kann ist keine „leichtgemachte Entscheidung“. Wir stehen in der Pflicht für die Jugend und unsere Nachkommen und da heißt es heute verantwortungsbewußt handeln!!

    Für alle weiter Fehlinformierten: Die Akademie wird nach dem Neubau in Plochingen weiterbetrieben. Das ist ja unser Ziel – die Muskakademie Baden Württemberg! Die nun kurzfristig bedauerliche notwendig gewordene Schließung hängt mit der Brandschau zusammen, denn ein fließender Übergang war geplant.

    Der BVBW hat lange Jahre allen Nebennutzern aus Baden und hauptsächlich von dort eine kostengünstige Lehrgangsmöglichkeit geboten. Solange war man gut Freund. In schlechten Zeiten hat man nichts als Unverständnis übrig anstatt sich auch nur einmal mit den tatsächlichen Fakten zu beschäftigen!

    Zur Akademie Staufen: Fragen sie mal den BDB ob er seine Mitgliedsvereine gefragt hat, oder gar wie beim BVBW abstimmen ließ, ob sie einen Neubau wollen und auch bereit sind einen Teil der Finanzierung beizutragen? Negativ! Nun johbec können Sie sich ein Bild machen, natürlich nur wenn sie wollen…..
    Beste Grüße
    Heiko Peter Melle

  2. Vera Grohmer sagt:

    Sehr geehrter Johbec,
    Sie sagen es, da kann man nur mit der Faust auf den Tisch hauen. Vor allem, wenn man den Kommentar von Ihnen liest und feststellen muss, dass Sie über keinerlei Hintergrundwissen verfügen. Stellen Sie sich vor, die Forderungen der Brandschutzbehörde waren wirklich nicht bekannt. Ihnen ist aber anscheinend auch viel nicht bekannt.

    Zum Beispiel, dass die Mitgliedsvereine des BVBW allein 1,1 Millionen selbst für den Bau der neuen Musikakademie in Plochingen bereit sind aufzubringen um das Land zu entlasten und sich die gesamte Investition der neuen Akademie in Plochingen für den BVBW auf insgesamt 9,8 Million beläuft. Die „Großkopfeten“ aus dem Württembergischen-Landesteil sind aber nicht so großkopfet wie die aus dem Badischen-Landesteil. Der BDB (Badischer-Landesteil) hat nämlich einstimmig beschlossen, eine neue Akademie in Staufen für 11,8 Millionen zu bauen. Eine finanzielle Beteiligung der Mitgliedsvereine ist noch nicht geplant und Sie sehen, der Badische-Landesteil ist noch „Großkopfeter“ als der Württembergische-Teil. Der BDB zählt auch zu den sogenannten „Schmarotzern“.
    Stellen Sie sich vor, der Kreisverband Karlsruhe nutzt die Musikakademie Kürnbach ohne in irgendeiner Weise für den Erhalt aufzukommen, schimpft darüber, dass Kürnbach geschlossen werden soll (denn wo sollen sie dann ihre Kurse anbieten) und stimmt für Staufen (aber das ist leider für die Jugendlichen zu weit weg). Hier kann man nur sagen: „Ist das nicht pervers!“. Was sich hier Jugendleiterin der Bläserjugend erlaubt, zeugt von absoluter Unverschämtheit: Sie fordert die Mitglieder des BDB auf, die Petition pro Kürnbach zu unterschreiben, aber ihr Kreisverband stimmt für den Neubau in Staufen. Die Karlsruher sollen doch nach Staufen zu ihrem Verband, um die Kurse abzuhalten. Den BVBW auszunutzen, zeugt von nicht sonderlich viel Charakter, wie Frau Nies in ihrer E-Mail schreibt, ist der Preis in Kürnbach so niedrig wie nirgends. Eben Schmarotzer durch und durch.

    Der BVWB braucht eine Akademie in ihrem Bereich z. B. in Plochingen, der für IHRE Mitgliedsvereine leichter erreichbar ist und keine Musikakademie für Mitgliedsvereine des BDB. Ich bin für den Neubau in Plochingen mit maximaler Zimmerbelegung von 2 Personen und Schließung der veralteten Musikakademie in Kürnbach mit ihren Vier- bis Sechsbettzimmern. Lieber Johbec, Sie haben wirklich keine Ahnung und sind mit absoluter Inkompetenz übersät. Der BDB belastet das Ländle wesentlich mehr, wie der BVBW. Ahnung müsste Johbec haben! Hoffentlich kommt bald die Erleuchtung für Sie.
    Ihre Vera Grohmer

  3. johbec sagt:

    Hallo,
    wenn man folgende Überschrift:

    „Notwendige Investitionen in Brandschutzauflagen zwingen zu vorzeitiger Betriebsaufgabe“

    dann kann man nur noch die geballte Faust aus der Tasche
    ziehen bei soviel Skrupellosigkeit welche sich die Oberen – Großkopfeten – aus dem Württembergischen – Landesteil erlauben. Alleine schon die Begründung – als wäre Diese nicht schon längst seit Jahren bekannt gewesen – treibt einem die Zornesröte ins Gesicht. Offensichtlich hat hier wieder einmal der sogenannte wütend um sich (er)greifende Geltungs-Rotstift alla Stuttgart-Zentralisierungs-Verwaltungs – Maschinerie – Vierus die Oberhand gewonnen und dies zu Lasten des eigentlichen Ländle’s. Euer Johbec

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