Hochwasser Juni 2015

bak_logoText und Fotos Gerhard Dittes
Am Samstag, den 6.Juni 2015 ging über Bretten ein Starkregen mit Hagel nieder. Die Niederschläge, mit mehr als hundert Liter pro Quadratmeter, verursachten Überschwemmungen mit hohen Sachschäden. Hart getroffen hat es auch den Ortsteil Gölshausen, der besonders hochwassergefährdet ist. Ursache ist die fortschreitende Bodenversiegelung durch die Ausweisung neuer Baugebiete und Straßen. Vor der dadurch verursachten zunehmenden Hochwassergefahr, hatte der BUND schon vor über einem Jahrzehnt gewarnt.

  • Saalbach an der Georg-Wörner-Straße
  • Die überflutete Zufahrt zur Rechbergklinik bei der Haltestelle Stadtmitte ....
  • ..... musste von der Freiwilligen Feuerwehr Bretten freigeräumt werden
  • Mit Sandsäcken wurden Kellerfenster geschützt
  • Tiefliegende Treppenhäuser , Keller und ...
  • .....Tiefgaragen füllten sich rasch mit Wasser
  • Am Tag danach: Die Gullys und ....
  • ....die Heilbronner Straße werden gereinigt
  • Im Baugebiet „Auf dem Bergel“ kommt es zur Bodenerosion....
  • ....das abgespülte Erdreich sammelt sich in Schlammpfützen
  • Schottersteine werden mitgerissen....
  • ... und auf der Fahrbahn abgelagert
  • Beim gerade fertig gestellten Gehweg...
  • ... wurde das Fundament unterspült
  • In Gölshausen, einem besonders hochwassergefährdeten Ortsteil, standen Garagen meterhoch unter Wasser
  • Hier standen Autos bis zum Türgriff...
  • …im Wasser und waren...
  • ....mit brauner Brühe gefüllt
  • Am Tag nach der Flut war die Lortzingstraße ....
  • .. von Schlamm bedeckt,….
  • ….der von den Anwohnern…
  • ...mühsam entfernt werden musste
  • Was nach der Flut zurückblieb: Am Gartenzaun...
  • … und auf der Fahrbahn
  • Im Industriegebiet Gölshausen blieb an der Unterführung…
  • …Schlamm zurück….
  • … Gehwege und Gebäude waren überflutet


zum Thema lesenswert:

–> Regionalplan Hochwassergefährdung Gölshausen
–> Flächenverbrauch der Stadt Bretten
–> Leserbrief vom 16.8.2002 „Herumdoktern an Symptomen“

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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9 Antworten zu Hochwasser Juni 2015

  1. johbec sagt:

    Hallo,
    bitte folgendes – freundlicherweise – zur Kenntnis zu nehmen, wobei ich wie bekannt sein sollte, jederzeit eine Andere Lösung akzeptiere:

    zu „fc“ – der Vorschlag an sich ist nicht unsinnig, ob er allerdings praktikabel ist, kann nur der Verantwortliche der BAK-Bretten entscheiden;
    zu „Matz“ – lieber „Matz“ ich danke Dir, daß du mich nochmals aufmerksam machst, was der Unterschied ist. Habe im Übrigen gerade vor kurzem der – Redaktion* – diesbezüglich eine Mail zukommen lassen. Außerdem habe ich mit der Möglichkeit in Form von einem Leserbrief zu Wort zu kommen absolut kein Problem. Nur was nützt es wenn u.U.aus verständlichen Gründen und welche jeweils beim Verantwortlichen siehe * liegen, dies nicht zeitnah geschieht, dann kann es sein daß das Thema nicht mehr als Aktuell zu bezeichnen ist und auch so wirkt. Manche Probleme wie z.B. Unwetter v. 06.06.2015 hat leider viele Phasetten welche es gilt vernünftig und aktuallisiert darzustellen. Ich persönlich bin der Meinung, daß nur durch Öffentlichkeitsdarstellung und wenn auch nur begrenzt in der BAK-Bretten möglich, dies auch weiterhin möglich sein sollte. Daher bitte ich um Verständnis für mein Anliegen, und bitte um ein dementsprechendes Signal an meine bekannte Adresse per Mail. Danke, Euer Johbec

  2. Matz sagt:

    @fc leider nicht! Ich habe dem Autor johbec bereits mehrfach den Unterschied zwischen Artikeln und Kommentaren erklärt, allerdings scheinbar ohne Erfolg. Ich werde deshalb keine weiteren Kommentare in dieser Länge mehr freischalten. Zudem ist es sinnlos, mehrfache Kommentare immer gleichen Inhalts zu einem Artikel zu schreiben, wer soll das noch lesen?

  3. fc sagt:

    Frage an die Redaktion:
    Ist es technisch möglich, dass man bei den Kommentaren – ebenso wie bei den Beiträgen – nach etwa 20 Zeilen einen „Umbruch“ macht und den Rest nach „anklicken“ weiter liest?

  4. johbec sagt:

    Hallo,
    wie man dem Kommentar des letzten Beitrages entnimmt, scheint es dem Verständnis von Seiten der Verantwortlichen
    der Stadt Bretten bis in die tiefsten Niederungen nicht weither zu sein. Daher zur Erholung soll der nachfolgende Beitrag – wenigstens teilweise – dienen mit dem Titel:

    – Nachlese zu umdenkenswerten Ereignisnissen! –

    Die reale Wirklichkeit und die vorausschauende Verhinderung – Ein Beispiel – Karlsdorf-Neuthard – welches uns zeigt, wie man mit den aktuellen tangierenden Hochwasserproblematiken auch umgehen kann – und dies „Vorausschauend“ auch den Bürgern zu Gute kommt, Siehe unter:

    http://www.karlsdorf-neuthard.de/pb/site/Karlsdorf-Neuthard/get/749712/Haushaltsrede%20B%C3%BCrgermeister%202015.pdf

    – Auszüge aus dem Inhalt und der Rede des Oberbürgermeisters der Gemeinde Karlsdorf-
    Neuthard aus dem Jahr 2015 – siehe Oben -: „Wir ziehen in aller Regel Bilanz über das abgelaufene Jahr und planen die Projekte für das folgende.“

    Eine, wie ich meine, sehr weise Satzfeststellung gleich zu Beginn – und weiter heißt es –

    … „Auch wenn wir heute das Budget für 2015 verabschieden, so richten wir unseren Blick nicht nur auf das vor uns liegende Jahr, sondern auch auf die mittelfristige Entwicklung unserer liebens- und lebenswerten Gemeinde. Denn für eine langfristig positive Entwicklung ist es nach meiner Überzeugung unerlässlich, unser Handeln und unserer Entscheidungen immer auf deren Auswirkungen auf die Zukunft und die nachfolgenden Generationen hin zu überprüfen. Unsere Verantwortung ist es nicht nur den aktuellen Moment zu gestalten, sondern auch die Frage zu beantworten, welche Auswirkungen hat dies für unsere Kinder und welche Rahmenbedingungen schaffen wir für die künftigen Entscheidungsträger, damit auch diese Karlsdorf-Neuthard nicht nur verwalten sondern gestalten können.“

    Diese Satzfeststellungen – siehe oben und nachfolgend – beschreiben genau die Verpflichtungen, welche eine verantwortungsvoll handelnde Verwaltung gegenüber ihren Bürgern zu erfüllen hat.- und weiter heißt es –

    1) … „Die Gemeindeordnung erinnert uns an den Grundsatz, dass unser Handeln auch Grenzen hat und wir einer Allzuständigkeit gerecht werden müssen. Das heißt sprichwörtlich „von der Wiege bis zur Bahre“ haben wir die verantwortungsvolle Aufgabe, die Rahmenbedingungen für das Leben der Menschen, die uns durch ihre Stimme bei der Wahl das Vertrauen geschenkt haben, zu gestalten.“
    2) … „Eine Grenze ist vor allem die finanzielle Leistungsfähigkeit einer jeden Gemeinde. Das ist grds. keine starre Barriere, weil wir diese Grenzen mit unseren Entscheidungen beeinflussen können und wir lernen müssen damit umzugehen.“ … Dies alles gilt es zu beachten.“
    3) … „Ein von mir sehr geschätzter und erfahrener Kollege hat erst vor kurzem folgenden Satz gesagt, der mich sehr beeindruckt hat: Er sagte sinngemäß:

    Es ist in der Kommunalpolitik wichtig Ziele zu haben, die man beharrlich, konsequent, mit Standfestigkeit und Mut verfolgen muss. Noch mehr Courage bedarf aber der Kompromiss. D.h., die Stärke auch anderen zuzuhören, sich auf andere Argumente einzulassen und ggf. Seine persönliche Meinung bzw. Erwartung zu ändern oder anzupassen.“

    Die letztgenannte Deffinition ist der eigentliche Knackpunkt in der heutigen Zeit, wo aus – leider – finanzieller Sicht die notwendigen Investitionen aus dem Ruder zu laufen drohen da vor Allem die Schwerpunkt vollkommen falsch gesetzt werden, da Gelder für reine Selbstdarstellungsobjekte sinnlos verpraßt und somit die Gesamtheit der Brettener Bürger nichts von einer solchen Geld-„Verschwendungs-Selbstdarstellungs“-Ausgabe hat und somit für wichtigere Investition nicht mehr zur Verfügung stehen, dadurch leichtsinnigerweise auf die lange Bank geschoben werden und was am Ende zu solchen Folgen führt wie zuletzt in Bretten und dies zu Lasten der Bürger und vor allem in den Gegenden, wo es nicht notwendig war.

    Liest man weiter in der Protokollierung Dieser Haushaltsrede, stößt man auf der Seite 6 auf interessante Fakten in Sachen Vorsorge = Verhinderung von Schäden durch Hochwasser.

    Auflistung – Position 16 – Kanäle Kirch-, Haupt- und Friedhofstr. 400.000 € = 400.000 €

    Natürlich ist das Thema Hochwasserschutz nicht alleine an einer Position wie der vorgenannten festzumachen, dazu bedarf es den Blick zurück in die Vergangenheit und dort auf der Seite 9 ist aufgeführt die Position Bauvorhaben der letzten Jahre.

    Auflistung realisierter Bauvorhaben – Position 2 – 2013/2014 = 2,9 Millionen €

    Ja, liebe Brettener Bürger, und an Dieser Stelle, Herr OB Wolff reibt man sich doch sicherlich irritiert die Augen, vielleicht auch Sie. Wir Brettener Bürger würden uns wünschen, wenn dieses Beispiel auch in Bretten etwas sinnvolles auslösen würde.

    Zwischenbilanz einer teilweise vermeidbaren Folgeschädigung durch das Unwettereignis vom 06.06.2015 im Einzugsbereich der Stadt Bretten!

    1. Nachfolgend, die relativ schnelle Antwort des Regierungspräsidium Karlsruhe, allerdings ist zu bemerken, daß es sich um eine absolut verwissenschaftlchte und
    ausschließlich nur theoretisch untermauerte Stellungnahme handelt. Ein tatsächliches und vorallem objektives Fazit, vor allem zeitgemäß und auf die heutige Realität bezugnehmend, ist hierbei absolut nicht erkennbar.

    2. Unter Bezugnahme auf einer, die Haftung der Gemeinde grundsätzlicher Art betreffend, unter dem
    Gesichtspunkt der Verantwortlichkeit gemäß BGB, wird nur theoretisch eingegangen was sich vorallem in Ausführungen unverbindlicher Art zeigt und auch deutlich wird, wie z.B.:

    … Ein Überprüfung der ausreichenden Dimesionierung der Entwässerungsnetze …. würde ?? keinen Sinn machen ?? …
    Eine äußerst gewagte Feststellung bei Diesem Ausmaß von bestimmten Schadensereignissen alleine in 3 Zoonen, welche lt. Versicherungen außerdem in der Gefahrenzone 1 liegen, und daher als noch zweifelhafter zu bewerten ist.

    3. Auch in Punkto offensichtlicher Ungereimheiten bei dem Schadensereignis auf dem Terrain der Wohnanlage
    „Im Brettspiel 2,4,6(8,10)“ wird mit keinem einzigen sachlichen Wort eingegangen, lediglich ein nicht verwertbares Bedauern ist zu bemerken, obwohl der Sachverhalt genaustens mitgeteilt wurde, wie nachfolgend nochmals angeführt – siehe oben – erkennbar wird:

    … „,der bisherige Schadensablauf zeigt es ganz deutlich auf, als Fogle von Planungsdefiziten sowie deren Verhinderung der Umsetzung in der näheren Vergangenheit zu einem wahrlich extremen Ereignis gekommen war und ist – hierüber wurde bereits berichtet -, wobei in der Folge sogar 5 weitere Objekte gegenüber der Wohnanlage einzubeziehen sind, da Diese unmittelbar als weitere Folge durch unser Ereignis betroffen wurden.“

    Zum Schluß, liebe Brettener Bürger, und an Dieser Stelle, nochmals an Herrn OB Wolff gerichtet, Wir Brettener Bürger wünschen uns und haben Sie aufzufordern, Dieses Beispiel
    und vor allem als moralische Rechtfertigung den Geschädigten gegenüber, endlich sinnvolle Kommunale und Schadensverhinderung – Politik zu betreiben. Denn es ist nicht einzusehen, daß man Uns – den Geschädigten – weiterhin zumutet finanzielle Einbußen auf Grund von Nachlässigkeiten der Verwaltung hinzunehmen. Weitere Nachläßigkeiten werden garantiert öffentlich angeprangert im Rahmem der gesetzlichen Möglichkeiten, davon können die Verantwortlichen der Stadt Bretten garantiert ausgehen.
    Bis demnächst, Euer johbec

  5. johbec sagt:

    Hallo,

    am 18.06.2015 hinderließ ich der den Besuchern der bak-bretten den Hinweis auf 2 Termine im Rathaus Bretten.

    Bezüglich des ersten Termines kann nichts berichten, da mir hierzu die Zeit fehlte. Den zweiten Termin auf den ich aufmerksam machte, habe ich allerdings wahrgenommen.

    Nachfolgend meine Feststellungen welche in Form eines Leserbriefes wiedergeben möchte unter dem Titel „Nachlese zu umdenkenswerten Ereignisnissen!“

    [1] Kein Ergebnis der Gemeinderatssitzung am23.06.2015 – Die Gemeinderatssitzung begann wie immer mit der Möglichkeit, den anwesenden Bürgern die Gelegenheit zur Fragestellung an den OB Wolff und an die Verwaltung der Stadt Bretten, sowie an die anwesenden Mitglieder des Gemeinderates zu richten. Bemerkung – Zu Beginn meiner Fragestellung wies ich umgehend darauf hin, nur „Zwei“ Fragen zuzulassen nicht richtig sei, denn nach meinem Kenntnisstand aus den letzten Gemeinderatssitzungen, seien insgesamt „Drei“ Fragen pro Bürger zulässig.
    1. Frage – Sie Herr OB Wolff wenn Sie die Möglichkeit nutzen würden einen Vorschlag dem Gemeinderat zu machen. Daher möge der Gemeinderat darüber abstimmen, daß auf Grund der Komplexität der Thematik „Unwetter vom 06.06.2015“ einschl.der Folgen für die Betroffenen Bürger – kurzfristig – eine öffentliche Ratssitzung einberufen wird.
    2. Frage – Finden Sie, Herr OB Wolff es zumutbar, daß den betroffenen Bürgern – vor allem Jener – welche bereits zum
    Zweiten Mal innerhalb von 3 Jahren so extrem aus finanzieller Hinsicht betroffen wurden, daß Ihnen weiterhin
    zugemutet werden kann, Verluste hinzunehem und was beabsichtigen Sie dagegen zu tun.
    3. Frage – Finden Sie, Herr OB Wolff es für zumutbar, daß, das Einzelwohl (Inhaber eines Flurstückes) vor dem Wohl und der Unversehrtheit – auch aus finanzieller Sicht – der Gesellschaft (Die Bürger der Stadt Bretten) höher zu bewerten ist und stehen kann.
    Auf alle 3 Fragen – keinerlei vernünftige Reaktion bemerkbar, lediglich wie bereits bekannt, pauschale unsachliche und nichts aussasgende Bemerkungen folgten.

    [2] Die Erklärung und die Brisanz der Gemeinderatssitzung vom23.06.2015 – teilweisen direkten und vorhandenen Haftungsverpflichtung der Stadt Bretten abzulenken und dies in Form eines sogenannten Entschädigungsangebotes auf der Grundlage des Spendenaufrufes in der Brettener Woche.
    [3] Die Schadens – Realität sowie deren Ursachen – An mindestes 3 Stellen im Einzugsgebiet der Stadt Bretten ist nach meiner festen Überzeugung von Nachlässigkeiten, oder nennen wir es einfach nicht sehen wollen auszugehen. Durch die immer mehr ausufernde Verschwendung von natürlichen Speicherungsmöglichkeiten des Erdreiches durch weitere Erschließung von Baugebieten, man nennt dies im Übrigen auch Verstätterung, ohne Rücksicht auf die geologischen Gegebenheiten und indem man immer noch der irrigen Meinung ist, man müsse nur Kanalrohre legen, diese würden dann schon den Rest des Problems von
    Selbst lösen bzw.auflösen. Im vorliegenden Fall handelt es sich insbesonders um folgende Objekte: „Im Brett-
    spiel 2,4,6(8,10)“ um die Neubaugebiete „Steiner Pfaad“ und „Auf dem Bergel“. Unter den genannten Objekten
    ist vor allem das Objekt „Im Brettspiel 2,4,6(8,10)“ hervorzuheben, wo es, der bisherige Schadensablauf zeigt es ganz deutlich auf, als Fogle von Planungsdefiziten sowie deren Verhinderung der Umsetzung in der näheren
    Vergangenheit zu einem wahrlich extremen Ereignis gekommen war und ist – hierüber wurde bereits berichtet -,
    wobei in der Folge sogar 5 weitere Objekte gegenüber der Wohnanlage einzubeziehen sind, da Diese unmittelbar als weitere Folge durch unser Ereignis betroffen wurden. Bei den Neubaugebieten „Steiner Pfaad“ und „Auf dem Bergel“ handelt es sich offenbar um eine teilweise nicht mehr realisierbare Komponente von eigentlich vorhandenen und genehmigten Planungen. Hierbei spielt offenbar ebenfalls die Haftungskomponente eine Rolle. Ebenfalls wurde die vorgesetzte Dienst – Behörde, daß – Regierungspräsidium (RPKa) – vom Vorgang „Im Brettspiel 2,4,6(8,10)“ ebenfalls in Kenntnis gesetzt und ist somit von Anfang an eingeschaltet. Zusätzlich verschlimmert wird die Gesamtsituation durch die Tatsache, daß sich die Stadt Bretten in einer Agrar geprägten Region – dem Kraichgau – befindet. Durch Ackerbebauung und deren intensiven Nutzung – dies in einer hügeligen Landschaftsbildprägung – kann es nicht ausbleiben, daß die Niederschläge sich extrem an wenigen Stellen verdichten und somit verstärkt=konzentriert abfließen und das ohnehin nicht ausreichende Kanalnetz der Stadt Bretten bereits aus der Randlage der Stadt überlasten, also, das Problem wegen nicht ausreichend – seit Jahren wird darüber gesprochen – vorhandener Speicherungsregulierung dadurch zwangsläufig die Folge sein muß. Soviel für’s Erste Euer Johbec

  6. B. Rain sagt:

    Die Stadt Bretten hat im Zeitraum von 1992 – 2007 mehr als 200 ha Naturflächen verbraucht. Davon wurde etwa die Hälfte durch Versiegelung ( Dachflächen und Straßen ) wasserundurchlässig gemacht.

    In Bretten fallen durchschnittlich 809 mm Niederschlag im Jahr (Deutscher Wetterdienst 1981 -2010). Das sind 800 Liter pro Quadratmeter. Auf 100 ha versiegelter Fläche kommen pro Jahr also rund 800 000 Kubikmeter Regenwasser. Diese Wassermenge muss die Brettener Kanalisation seit 2007 zusätzlich aufnehmen. Trotz „technischem“ Hochwasserschutz wie Regenrückhaltebecken und Mischkanalisation, kam es jetzt wieder zu Schäden in Millionenhöhe! Da die Stadt Bretten weitere Wohn- und Gewerbegebiete plant, wird die Hochwassergefährdung und die Schadensbilanz künftig zunehmen.

  7. Aquarius sagt:

    so werden zukünftige Bürger nach Bretten gelockt!         Im Bebauungsplan „Im Steiner Pfad, Abschnitt I“, dem der Gemeinderat am 11.10.2005 zugestimmt hat, heißt es: „Ziel ist die Rückhaltung und Versickerung von Oberflächenwasser. Obwohl im Baugebiet ein modifiziertes Mischsystem vorgesehen ist, wird das anfallende Oberflächenwasser über eine Rückhaltung der Schmutzwasserkanalisation zeitverzögert zugeführt. Eine Versickerung des Oberflächenwassers ist aufgrund der Lehm und Lößlehme nur sehr eingeschränkt möglich. Die geplante Erschließung und Bebauung entspricht einem Versiegelungsgrad von ca. 49 %.“

    Da der vorhandene Kanal das aus diesem Gebiet anfallende Abwasser nur bedingt aufnehmen kann, ist innerhalb des Gebiets ein Trennsystem vorgesehen. Dabei soll das auf die Dachflächen auftreffende Regenwasser über einen separaten Kanalstrang gesammelt werden, der unterhalb des Wohngebiets in einem offenen Regenwassersammelbecken endet. Von dort aus kann das Wasser gedrosselt in den vorhandenen Mischkanal abgegeben werden.“

    Obwohl die Abwasserproblematik dem Gemeinderat bekannt war, hat die Stadt Bretten weder Kosten (Zuschuss bis zu 15 000.-) noch Mühen gescheut, Häuslebauer in den Steiner Pfad zu locken!

  8. johbec sagt:

    Hallo,
    danke für den kurzen/knackigen aber vor allem realistischen
    Kommentar. Auch Wir – Bewohner vom Brettspiel 2-10 – Nähe evang. Altersheim – wo die Decke herunterkam – sind extrem betroffen.
    Es ist ja schön, von so.o.o vielen Helfern in der Brettener Woche zu lesen – und leider auch zu sehen, jedoch ohne erkennbare Anstrengungen – wir wissen es ja schon längst um wen es sich hier nur handeln kann auf die Die eigentlich Betroffenen gerne verzichten möchten.
    Daher nur ein kleiner aber wichtiger Hinweis zum Thema an Sich auf wenn uns bewußt sein sollte, daß wir grundsätzlich am Ablauf einer Katastrophe nichts mehr ändern können.
    Ob allerdings eine Katastrophe als Gott gegeben hinzunehmen ist, möchte ich an Dieser Stelle entschieden verneinen. Nachfolgend daher eine der Möglichkeiten welche der Bürger schon aus verfassungsmäßiger Sicht – auch in der Gemeinde – hat, nämlich sich beteiligen an der Bewußtseinsbildung. Nachfolgend 2 Termine:

    1. Der erste Termin ist am 23.06.2015 bereits um 17.00 Uhr betrifft die öffentliche Sitzung des Jugendgemeinderates im Rathaus Bretten Großer Saal.

    2. Der zweite Termin ist die Gemeinderatssitzung am 23.06.2015 um 18.00 Uhr – Großer Sitzungssaal Rathaus Bretten.

    Zum Schluß noch ein Fazit – Kommentar:

    An Diesem – als Folge von globalen Umweltveränderungen – Ereignis, sollten die verantwortlichen in der Politik – bis hinunter in die Kommunalpolitik – ein Beispiel nehmen, was im Moment eigentlich nur eine Warnung darstellen kann. Ich persönlich habe die Vermutung, daß es wohl noch viel mehr als „Jahrhundereignisse“ zu bezeichnende Ereignisse in der näheren Gegenwart/Zukunft geben wird. Wie wir an Beispiel Bretten erkennen können, muß es nicht unbedingt immer ein überlaufender Strom sein, sondern die noch immer festsitzende statistische Überzeugungsmeinung von „Jahrhundereignissen“ welche die verantwortlichen Politiker jeglicher Kolleur ?? einfach so, ohne Ankündigung ?? überfallen. Natürlich kostet vorsorgender – im Hochwasserbereich – Schutz von Bürgern Geld, was aber wiegt schwerer als das nicht mehr kalkulierbare Elend was auf Jeden von Uns kommt oder kommen kann?
    Dies muß die Fragestellung sein, und nicht oberflächliche statistische Überzeugungsmeinung von „Jahrhundereignissen“
    Auch wäre es sinnvoll, möglichst aus dem Bereich der Medien sich Dieses Thema mehr anzunehmen, denn nur Diese haben die Möglichkeit auf einmal viele Bürger zu erreichen und damit auch einen intensiveren Denkprozeß beim Bürger auszulösen. Euer Johbec

  9. H.U. sagt:

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur, dass auch der private Grundbesitzer dazu beiträgt.

    Schauen Sie sich die neuen Brettener Gärten und Vorgärten an. Es sind lieblose Geröllhalden, die möglichst wenig Arbeit machen sollen. Um Gottes Willen bloß keinen Baum oder heimische Sträucher mit Wurzelwerk. Ein paar graue Steine und ein Blech-Storch als Deko, das war’s. Und etwas Rindenmulch, damit ja kein Kraut die Ordnung stört. Der Rindenmulch wurde dann am Samstag weggeschwemmt und verstopfte die Gullis. Für Bienen gibt es sowieso nichts mehr zu suchen, in diesen Vorgärten.

    Und wenn man auch auf die Deko verzichtet, dann planiert man sich vor dem Haus einen Zusatzparkplatz für den schicken Q7, jener Privat-LKW mit zwei Tonnen Gewicht. Das ist der Zeitgeist, und dieser Zeitgeist sammelt sich dann in den Flüssen.

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