Artikel zum Beitrag von G. Lange „Wir brauchen eine „Konsens-Kultur“

Leserbriefvon G. Bec
(Anm. BAK: der Artikel bezieht sich auf folgenden hier veröffentlichen Beitrag)

was der Autor hier benennt und behandelt ist eigentlich dringlicher den je, daß man darüber diskutiert. Allerdings wäre es sinnvoller gewesen eine gut vorbereitete und vor allem öffentliche Veranstaltung zu planen. Denn dies hätte den Brettener Bürger sicherlich mehr aus der Reserve gelockt und dazu – vieleicht – provoziert sich zuallererst einmal mehr darüber Gedanken zu machen und erst danach seine Meinung zum Besten zu geben. Ich möchte versuchen einige – nach meiner Meinung – wichtige Details zusätzlich zu benennen. Da der Beitrag doch eine nicht unerhebliche Länge hat, verwende ich der Einfachheit halber einzelne Textpassagen hieraus.

… Obwohl seit über 40 Jahren mit den Gastarbeitern aus vielen Ländern Menschen anderer Kulturen in unser Land kamen, war dies vorher nicht in dieser Form der Fall. Keiner hat damals von Angst oder Überfremdung gesprochen.“

Hinweis
1. Hierbei wäre es hilfreich sich ins Gedächnis zu rufen, Wer oder Was hat eigentlich die Problematik u.A. „Orientalischer Gastarbeiter“ überhaupt geschaffen? Die Antwort ist ratonal eigentlich ganz einfach zu beantworten durch die Tatsache des 2. Weltkrieges und dessen Folgen des Verlustes an Arbeitskräften – überwiegend Männer – welche einfach nicht mehr in genügender Anzahl für einen Produktionsprozeß zur Verfügung standen.

2.Die Siegermächte – vor allem die Westlichen – hatten ein Interesse an einem Neuen demokratisch eingestellten Deutschland auch aus wirtschaftlicher Sicht, denn ein Land welches zwar besiegt aber nicht mehr zahlungskräftig ist, nützt Niemandem und schon garnicht kann Dieses Land als Verursacher überhaupt Entschädigungen an die Geschädigten zahlen. Auch wäre kein Wiederaufbau ohne die „Gastarbeiter“ damals möglich gewesen.

3.Die wichtigste Frage wurde vollkommen ausgeblendet, nämlich „Wer hätte/sollte eigentlich dafür verantwortlich – auch in sozial – finanzieller Hinsicht – Diese Folgekosten in Erster Linie übernehmen.“ Diese Fakten wären es wert gewesen, auch bereits damals, benannt und öffentlich diskutiert zu werden. Wie wir wissen ist dies natürlich nicht geschehen und war/ist wohl auch weiterhin nicht im Interesse der Firmeninhaber. Bereits damals und nicht erst Heute, hätte man sinnvoller Weise die richtigen integrativen Weichen stellen müßen – vor allem in Bezug auf die Letzte Arbeitnehmer Gruppe der „Orientalischen Gastarbeiter“.

Wie man ja nicht erst aus heutiger Sicht weiß, kamen/kommen die Meisten aus einer vollkommen anderen Kultur und deren hystorischen Geschichte, denn eine Palme die viel Sonne benötigt, kann ich nicht unbedingt in ein Klima versetzen, wo es viel zu wenig Sonne gibt und man eher von Sonnen – „Strählchen“ im Vergleich zu einem mediteranen Klima – sprechen kann.
Genau, diese Unterschiedlichkeit der Kultur ist es, welche uns aus heutiger Sicht bezogen die Probleme geschaffen hat. Allerdings kann es nicht sein, daß alleine der Steuerzahler- gemeint ist der Einfache Steuerzahler- die sozialen Folgelasten tragen soll, denn nach dem Verursacher Prinzip kann dies nicht Rechtens sein, daß dies einfach ignoriert wird. Hier wäre die moralische Frage zu stellen, wer hat am Meisten von der Arbeitskraft des „Gastarbeiters“ profitiert, wirklich nur der Bundesbürger im Allgemeinen, Oder?? Es ist halt immer das Gleiche. Geschimpft wird immer, nur Diese Tatsachen will auch Heute keiner Wissen.

… Für mich und schlauere Leute geht es darum, dass alle Mitglieder unserer Gesellschaft, egal welcher kulturellen und religiösen Herkunft, eine gemeinsame „Kultur des Konsenses“ entwickeln, die aus der Schnittmenge gemeinsamer Werte besteht…

Hinweis
Diese Bemerkung ist eine schöne Planung und zugleich eine große Aufgabenstellung, verbunden mit dem Wunsch auf Realisierung in einem gesellschaftlichen Gleichgewicht. Selbstverständlichkeit bleibt es für den Moment auch nur ein Wunsch wenn nicht Alle Teile der Gesellschaft dazu im ausreichenden Maße beitragen.

… Diese kulturellen „Bereicherungen“ – zuvor vom Autor benannte Fakten – sind keine und daher auch nicht konsensfähig…

Hinweis
Diese zuvor benannten sogenannten kulturellen „Bereicherungen“ sind natürlich und absolut „Schlimme und Negative Auffälligkeiten“, wobei es Jedem aber auch überlassen bleibt was Sie/Er aus moralischer Sicht annehmen kann und will oder nicht als Solche annehmen kann und will. Auf keinen Fall darf ein Rechtsstaat in Sachen Religion eine dem Rechtsstaat zu Wieder laufende Position tolerieren oder gar sich erpressen lassen egal von wem.

… Das Gleiche gilt aber auch für einen Neo-Nationalismus der rechten Szene, der glauben machen will, nur am nationalen Wesen könne Deutschland und die Welt genesen…

Hinweis – Diese Bemerkung sollte eigentlich als – aus der Vergangenheit geläuterter – demokratischer Bürger der Stadt Bretten die Grundlage seines Denkens sein und müßte Selbstverständlichkeit nicht noch groß und breit erwähnt werden.

… „Wir brauchen keine Überfremdung zu fürchten, wenn alle, auch die, die Einflüsse von außen steuern, wie m. E. unsere muslimischen Verbände, die Politik und die Medien, sich an diese Spielregeln halten…“

Hinweis
1. Dieser Beitrag ist nach meiner festen Überzeugung der wohl wichtigste Teil, denn er spricht wahrlich einen schlummernden (tickenden) und vor allem extrem gefährlich werdenden Fakt an. Festzustellen bleibt z.B. die Tatsache, daß es bereits Heute – auch in Bretten – eine Art von „muslemischen Kulturkampf“ gibt und zwar in der vergleichbaren Art wie er bereits nach der Reformation in Deutschland stattfand. Dieser Fakt wird z.B. geschickt negiert durch die verantwortlichen Politiker – egal auf welcher politischen Ebene -. Ich persönlich habe mit keiner religiösen Ausrichtung – mit Ausnahme der Radikal – Fundamental- oder Evangelikal-istischen Probleme. Diese in Erster Linie als Menschen und Mitbürger zu sehen und auch so zu behandeln. Der einzige Unterschied besteht darin, daß wir in einer Art friedlich geprägten Neuzeitlichen Epoche leben, wobei auch nicht vergessen werden darf, daß wir uns in Deutschland und nicht z.B. in Frankreich befinden.

2.Ein wichtiger Faktor spielt z.B. die Existenz von Verbänden wie bereits oben erwähnt. Wenn allerdings von einem bestimmten – auch in Bretten – Verband die Position vertreten wird als Alleinvertretungsberechtigter für alle Muslime zu gelten, obwohl dies absolut statistisch und faktisch überhaupt nicht sein kann, da mittlerweile sich ein überwiegender Teil als nicht extrem gläubig sieht und ich Einige davon kenne, dann sollte sich bei den Verantwortlichnen der Verstand und dies seit Jahrzenten einschalten. Denn genau Dieser Verband versteht sich nicht nur als Interessenvertreter – als Betreuer – einer Religion, sondern sehr deutlich auch als – außerhalb des Gesetzes – Vertreter eines Staates. Dies kann und darf eigentlich nicht sein und ist eigentlich nicht von unserer bestehenden Verfassung gedeckt. In Dieser ist lediglich von Religionsfreiheit die Rede und nicht von staatlicher Präsens in Diesem Zusammenhang.

In eine Konsenskultur aufgenommene Bereicherungen sind m. E. z. B. die vielen fremden Speisetraditionen … Ebenso die aus den südlichen Ländern mitgebrachte Freude am Lebensgenuss … … „Nordlichtern“ gelernte Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit…

Hinweis
Dies ist wahrlich konsesfähige Kultur

… „Eingeführte, nicht konsensfähige Kulturgepflogenheiten jedoch sind keine Bereicherungen…

Hinweis
Diese Bemerkung ist mir zu vage, besser wäre es gewesen Fakten zu benennen, dies hätte an Dieser Stelle auch einen Sinn ergeben.

… „Dies sollten auch die Politik, die Medien und alle die, die religiösen und kulturellen Einfluss auf die Mitglieder unserer Gesellschaft haben, allen deutlich sagen.“

Hinweis
Diese Schluß – Bemerkung ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und müßte nicht erst groß und breit erwähnt werden

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