Presse kommentiert

Pressevon h – z (Name des Autors ist dem BAK bekannt)
Zu BNN 27. Juni 2014 SÜDWESTECHO: „Jahrelanger Schwindel – Städtischer Mitarbeiter wirtschaftet in eigene Tasche“
„Laut Polizei und Staatsanwaltschaft sind der Kommune in den vergangenen Jahren durch Fälschung von Unterschriften und Nutzung fingierter Namen mehrere hunderttausend Euro Schaden entstanden.“

Wie konnte das geschehen?
Bei der Trennung von Aufgabenerfüllung von den Beschäftigten der Stadtkasse weg von den Beschäftigten der Abteilung Allgemeine Kämmereiaufgaben mussten Zahlungen – auch Barschecks – von den Beschäftigten der Abteilung Allgemeine Kämmereiaufgaben angewiesen und durch die Stadtkasse – die selbst nicht anweisen darf – ausgeführt werden. Hierdurch ist das 4-Augen-Prinzip gewährleistet. Dieser organisatorische Grundsatz muss auch dem Bürgermeister als Leiter der Stadtverwaltung sowie seinen drei Stellvertretern bekannt gewesen sein. Dazu existiert im Rathaus eine Abteilung ORGANISATION, Personal, IUK.

Der Gemeiderat hatte vor 2014 dreißig (30) Mitglieder. Diese hatten jederzeit das Recht (und eventuell sogar die Pflicht), sich durch Haushaltsüberwachungslisten bei Bedarf (pflichtgemäßer Kontrolle und eventuellem Misstrauen) die Verwendung der finanziellen Mittel nachweisen zu lassen. Geschah das jemals?

Eine eventuelle Rechnungsprüfung – ausgeführt durch die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg (GPA – hätte jederzeit klären können, ob die finanziellen Vorgänge (Buchungen) vorschriftsmäßig erfolgten. Und ob die jeweiligen Haushaltsrechnungen der vergangenen Jahre zutreffend und richtig dargestellt wurden. Dann wäre der besagte Schwindel nicht erst bei einer Umstellung der EDV entdeckt worden. Wann wurde von ihr die Stadt Kraichtal letztmalig geprüft?

Fragen, jedoch noch keine plausiblen Antworten!

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde unter Sonstiges abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Presse kommentiert

  1. rh sagt:

    Schaden für die Stadt Kraichtal: Mehrere hunderttausend Euro! Eine wahrhaft ungenaue Angabe!
    Warten wir die genaue Zahl ab: Danach bin ich sehr gespannt auf Reaktionen:
    Wer übernimmt dann die Verantwortung und zieht für sich die nötigen Konsequenzen aus dem vermeidbaren Sachverhalt?

  2. G. sagt:

    Der zukünftige Kraichtaler Gemeinderat wird statt aus 30 nur noch aus 27 Mitgliedern bestehen:
    Ein erkennbarer Erfolg aus der Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl

    mit 52,64 %!

    Ich kann einen Leserbrief in den Badischen Neuesten Nachrichten auf den vermeidbar betriebenen Unterschleif kaum erwarten:

    1. Es wird sich wohl kein Kraichtaler trauen.
    2. Es wird auch niemand dafür die (Fremd-)Verantwortung übernehmen, weil der Unterschleif – die jahrelange Unterschlagung – unvermeidbar war. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.