Gemeinderat und „Kaufhaus Schneider“

bak_logovon Franz Cizerle
Ab der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 29.04.2014 soll das ehemalige Kaufhaus Schneider in die „Weißhofer Galerie“ umgetauft werden.
In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Haupteinkaufsmeile Brettens zwischenzeitlich auf der Achse Pforzheimer-, Wilhelm-, Melanchthonstraße und bis zur Diedelsheimer Höhe erstreckt, wäre für auswärtige Kunden eine standortbezogene Bezeichnung eine wesentliche Hilfe. Außerdem ist eine geographische Zuordnung im Namen der Einrichtung, aus genannten Gründen, unverzichtbar.
Da der „Weißhofer“ Straßenname bei auswärtiger oder durchreisender Kundschaft keinen Anhaltspunkt bietet, wäre ein eindeutiger und verständlicher Orientierungsgegenpol im Namen (wenn auch >mini< Galerie) mit der Bezeichnung „Mitte“ oder „City“ oder „Center“ räumlich nachvollziehbar. Es sei denn, man will dieses zusätzliche Kundenpotential gar nicht in der Stadt haben. Die o.g. Begriffe stammen halt aus den kreativen Köpfen der Bürgerschaft und nicht aus den Amtsstuben der selbstherrlichen – von uns bezahlten - Stadtverwaltung.

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7 Antworten zu Gemeinderat und „Kaufhaus Schneider“

  1. spezi sagt:

    EKZ MITTE – das wäre es! 🙂
    Die Bezeichnung EKZ (Einkaufszentrum) ist in den deutschsprachigen Ländern eine etablierte Bezeichnung und würde sich als Gegengewicht – zu oben beschriebener Einkaufsmeile – wohltuend und eindeutig – abheben.

    Allerdings fehlt hierzu nicht nur die politische Größe…

  2. Al. sagt:

    So ist es halt in der kleinen und großén Politik.

    Wenn es um nichts geht, laufen die Gewählten zur Höchstform auf: In Bretten bei einer völlig unbedeutenden Namensgebung!
    Viel wichtiger wäre es, welche Zinsverluste der Stadt Bretten und damit den Steuerzahlern und Wählern inzwischen entstanden sind, weil zum unbekannten Kaufpreis für „Schneider“ jetzt auch weiterhin zu den Zinsverlusten wegen einer in den Sternen stehenden Nichteröffnung des neuen „Schneider“ Investitionskosten für den Umbau ganz allgemein zusätzlich anfallen werden:

    Ein kommunales Fass – ohne Boden, wenn sich Kommunen als Wirtschaftsunternehmen hier (Bau-)Unternehmen betätigen!
    Das nennt man dann Wirtschaftsförderung! Liest sich gut, ist aber das Gegenteil! 🙁

  3. rhi sagt:

    @ Kommentator Matz

    Es bleibt mir – bei allerbestem Willen sowie Kenntnis von den Praktiken der fast stets einstimmigen „Gemeinderädchen“ – Ihrer rhetorischen Frage vorbehaltlos zuzustimmen! 🙂

    PS: Die Wähler/-innen sollen wählen, müssen es jedoch nicht! 🙂

  4. Matz sagt:

    @rhi: aber das ist doch genau das Fatale daran, die Bürger/Innen haben doch bereits verinnerlicht, dass sie durch die Gemeinderädchen nicht vertreten werden, aber demnächst zur Wahl gehen sollen! Für wie dumm halten die uns eigentlich? (war nur eine rhetorische Frage 😉 )

  5. rhi sagt:

    @ Polak und Blogleser oberhalb

    Haben die beiden Kommentatoren denn wirklich etwas anderes erwartet? – Wohl kaum!

    Brettener Bürgerbeteiligung steht aktuell für die Beteiligung an der Kommunalwahl. Alle haben sich daran zu beteiligen!

    In der laufenden Stadtverwaltungsarbeit muss sich die Bürgerbeteiligung auf die Bekanntgaben im amtlichen Teil der Brettener Woche der in nichtöffentlichen Sitzungen des Brettener Gemeinderates gefassten Beschlüsse beschränken.

    Wo kommen wir hin, wenn wir Bürger/-innen mitentscheiden lassen? Völlig abwegig!

  6. Blogleser sagt:

    @ Polak: ich bin sogar davon überzeugt, dass gerade weil die Bevölkerung einen Vorschlag gemacht hat, der Gemeinderat und die Stadtverwaltung glauben hier „gegensteuern“ zu müssen. Nur um klar zu stellen: wir entscheiden. Wer die kleinen Napoleons wieder wählt ist selber schuld!

  7. Polak sagt:

    ein typisches Beispiel für „Brettener Bürgerbeteiligung“, erst lässt man die Bevölkerung einen neuen Namen suchen, um dann anschließend autoritär einen, zudem noch völlig ungeeigneten, Namen durchzudrücken.
    Und das Ganze kurz vor der Gemeinderatswahl, ein besseres Argument für Wahlverweigerer gibt es ja wohl nicht…

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