IG Metall Bruchsal-Bretten kritisiert Angebot der Arbeitgeber

IG_Metall– ab 2. Mai sind in der Region Warnstreiks angesagt. Beschäftigte sollen mit Inflationsausgleich abgespeist werden
„Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat die Chance bei den letzten Verhandlungen vertan, so der 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal-Bretten Eberhard Schneider, die Antwort aus den Betrieben lautet Warnstreik.“
Die Arbeitgeber erwarten von den Beschäftigten zwei Monate auf Entgelterhöhungen zu verzichten, so genannte Nullmonate. dann soll es für weitere 11 Monate 2,3 Prozent mehr Geld gebe. Die so angebotenen 1,9 Prozent der Arbeitgeber gleichen gerade mal die Preissteigerung aus. Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.
Schneider: „Das Angebot ist alles andere als ein Lösungsvorschlag. Es ist der Nährboden für den Konflikt. Die Beschäftigten sollen mit dem Inflationsausgleich abgespeist, die Reallöhne somit eingefroren werden. Das ist zudem wirtschaftlicher Unfug, da Beschäftigung und Investitionen dringend ein Mehr an Kaufkraft verlangen.“

„Unsere Lohnforderung zielt direkt auf die Stärkung der Realwirtschaft, denn die Beschäftigten in den Betrieben investieren jeden Cent mehr in den Konsum, sie spekulieren damit nicht an den Finanzmärkten. Unsere Kollegen brauchen auch keine Angst haben, wenn die nächste Steuer -CD auftaucht.“ so Schneider.
Die Tarifverträge laufen am 30. April aus. Dann endet auch die Friedenspflicht.
Am 7. Mai gehen die Verhandlungen in Böblingen in die dritte Runde.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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9 Antworten zu IG Metall Bruchsal-Bretten kritisiert Angebot der Arbeitgeber

  1. G. H. sagt:

    BNN WIRTSCHAFT am 31. Oktober 2013

    „Inflation geht erneut zurück“

    …“Im Vergleich zum September sanken (im Oktober) die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,2 Prozent. Das Minus gegenüber dem Monat September ist vollständig den gesunkenen Energiepreisen zuzuschreiben“…

    Die Jahresteuerung soll nach vorläufigen Zahlen von 1,4 Prozent im Vormonat (September) auf 1,2 Prozent (Oktober) gesunken sein!!!

    Was für ein Unsinn: Fakten = Massive Preissteigerungen sind nachzulesen in
    den obigen Kommentaren.

    Die Renten sollen 2014 zwischen 2,0 und 2,5 Prozent steigen, was über der aktuellen Inflationsrate liegt = jedoch weit unterhalb der Preissteigerungen allein in diesem Jahr = nachzulesen in den obigen Kommentaren.

    Das Statistische Bundesamt trägt durch seine regelmäßigen Bekanntgaben immerhin zur Verwirrungen der Verbraucher sowie der Gewerkschaften bei, weil sie wohl zu seiner Hauptaufgabe zu gehören scheinen!

    Die bundesdeutsche Politik war und ist weit davon entfernt und absolut nicht fähig, die soziale, ökonomische und ökologische Dimension von Nachhaltigkeit im Blick zu behalten!

  2. RHG sagt:

    Eine aktuelle Teuerungsrate weit über der statistisch berechneten sowie weit über den letzten tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen stehenden Prozentsätzen:

    BNN am 25. Oktober 2013

    „KVV-Fahrkarten werden teurer“

    Am 15. Dezember 2013 um durchschnittlich

    3,9 Prozent.

    Im vergangenen Jahr waren es

    4,2 Prozent.

    Begründungen sind schnell zur Hand: Steigende Stromkosten, Personalkosten, Neufahrzeuge und Haltestellen-Ausbau.

    Und was sagen die Gewerkschaften im hiesigen Raum zu der aktuellen und letzten Fahrpreiserhöhung von insgesamt durchschnittlich

    8,1 Prozent?

    Im besten Fall: Nichts!

  3. gd. sagt:

    BNN am 18. Oktober 2013

    WIRTSCHAFT

    „Milch wird künftig noch teurer“

    …“Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes war H-Milch im September fast ein Fünftel teurer als ein Jahr zuvor, der Butterpreis sprang um 29 Prozent nach oben.“…

    Nahrungsmittel stehen an vierter Stelle mit ca. 10 Prozent Anteil im Deutschen Warenkorb.
    Dort befindet sich die H-Milch als Molkereiprodukt, die Butter als Speisefett.

    Wenn die H- Milch ca. 20 Prozent, die Butter 29 Prozent teurer ist als vor einem Jahr, dann kann man die Inflationsrate, den Inflationsausgleich, die eigene Kaufkraft und auf ihr beruhende tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen vergessen:

    Arbeitgeber und Gewerkschaften brauchen dann keine Marathon-Nachtsitzungen mehr, um danach vor die staunende Öffentlichkeit zu treten und die nach schwierigen Verhandlungen zustande gekommenen Ergebnisse zu präsentieren und kommentieren. All das enpuppt sich bereits im Laufe eines Jahres als Makulatur!

    Die grandiosen Rentensteigerungen in Ost- und Westdeutschland, die vom Bundessozialministerium gewährt werden, sind in diesem Zusammenhang gar nicht mehr erwähnenswert! Und die betreffen immerhin ca. 20 Millionen Menschen!

    Ein einziges finanzielles öffentliches Trauerspiel! 🙁

  4. RHi sagt:

    Inflationsrate, Inflationsausgleich einhergehend mit tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen haben zunehmend die Eigenschaften von Hokuspokus, Wahrsagerei und Irrealität.

    Im „Deutschen Warenkorb“ befinden sich logische Löcher. Er wird mit meist platten Erklärungen vom Statistischen Bundesamt hochgehalten. Und weiterhin zumeist von den Mitbürgern, denen die Höhe der Verbraucherpreise so was von egal ist, weil sie genügend Kaufkraft (Geld) besitzen.

    Jeder Haushalt (Verbraucher) weiß eigentlich, was er sich mit seinem verfügbaren Einkommen leisten kann. Dazu braucht er keine staatlichen Meldungen über die Inflationsrate.
    Sie wird regelmäßig als Richtschnur aus der Mottenkiste geholt, sobald Tarifverhandlungen beginnen, und um den abhängig Beschäftigten im Vergleich die prozentualen tariflichen Steigerungen schmackhaft zu machen!

  5. h - z sagt:

    Betr.: Verbraucherpreise für Verkehr (Auto, Benzin usw.)

    „Preisanstieg bei den Kfz-Policen“

    Die Auto-Haftpflichtversicherungen werden ab Januar 2014 um durchschnittlich 3,4 Prozent steigen.
    Dieser Steigerungs-Prozentsatz liegt über der Inflationsrate.

    Von der demnächst steigenden Teuerungsrate beim Verbraucherpreis Strom und den seit geraumer Zeit eingetretenen höheren Lebensmittelpreisen einmal völlig abgesehen.

    Also lassen wir doch einfach das verwirrende statistische Märchen des Deutschen Warenkorbs und der daraus abgeleiteten Inflationsrate beiseite!

  6. ghg sagt:

    @ -nz- von gestern

    Welche Voraussetzungen schaffen denn die Volksvertreter für ihre Völker in den europäischen Staaten?

    Sie füllen sich die Taschen mit ihren Politiker-Gehältern, Lobbyisten-Geldern sowie offenen und verdeckten Spenden – aktuell die CDU von Frau Klatten – und sorgen dafür, dass sie weiterhin an der Macht bleiben.
    Für die Lebensumstände der (arbeitenden) Menschen zeigen sie in Wahlkämpfen großes Verständnis.

    Zur aktuellen Machtfrage in der BRD:
    Rein rechnerisch käme eine Regierung aus SPD, den GRÜNEN und den LINKEN infrage. Sie hätte eine satte Mehrheit von neun (9) Stimmen und könnte somit das vollenden, wofür SPD und GRÜNE im Wahlkampf angetreten waren. Völlig unabhängig von der dazu zählenden SPD-Mehrheit im Bundesrat!

    CDU/CSU dürften dann eine erfolgreiche Opposition machen! 🙂

  7. -nz- sagt:

    Hierzu passend:

    Schlimmste humanitäre Krise seit 60 Jahren

    Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften veröffentlichte in Rom und Genf eine Studie die sehr nachdenklich stimmt. (http://www.ifrc.org/PageFiles/134339/1260300-Economic%20crisis%20Report_EN_LR.pdf )

    43 Millionen Europäer können sich von ihrem eigenen Geld nicht genug zu essen leisten. Somit sind sie auf Suppenküchen und Lebensmittelspenden angewiesen.
    Rund 120 Millionen Menschen sind in Europa akut von Armut bedroht.

    Laut dem Deutschen Rote Kreuz ist es so, dass 45 Prozent der Arbeitsverträge, die in Deutschland seit 2008 abgeschlossen wurden, so genannte Mini-Jobs sind.
    Ein Viertel der arbeitenden Deutschen sind Niedriglohnverdiener und die Zahl jener, die sich mit ihrer Arbeit den Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können, steige auch in Deutschland kontinuierlich an.

    „Europa ist mit der schlimmsten humanitären Krise seit sechs Jahrzehnten konfrontiert“, ist das unsägliche Resultat von IFRC-Generalsekretär Geleta.“

    Solche Voraussetzungen können aber nur die jeweiligen Regierungen schaffen. Die so genannten Volksvertreter…
    Paradox oder pervers…?

  8. rh sagt:

    Die Argumentation der IG Metall Bruchsal-Bretten ist nicht nachvollziehbar, weil sie einzig Klientel-Politik vermittelt.
    Die Gewerkschaft will also nicht nur den Inflationsausgleich, sondern dazu eine satte Lohnerhöhung, um mehr Kaufkraft zu haben. Sie sollte bedenken, dass dieses scheinbare Mehr an Kaufkraft bereits durch die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge ab 2014 aufgezehrt wird.

    Und sie sollte vielleicht einmal an die Rentner denken, die mit ihren Rentensteigerungen schon seit vielen Jahren noch nicht einmal den jährlichen Inflationsausgleich erreichen konnten. Nun ja, die 20 Millionen Menschen gehören eben nicht zu ihrer Klientel!

  9. h - z sagt:

    BNN 12. Oktober 2013
    Kommentar: „Griff ins Portemonnaie“

    “ … Die Kaufkraft der Arbeitnehmer hat sich nicht verbessert. Ohne Lohnzuwachs oberhalb der Inflationsrate führen

    die steigenden Abführungen an die Sozialkassen

    für die Bezieher höherer Gehälter zu sinkenden Nettoeinkommen. Viele Arbeitnehmer können sich das im Januar auf ihrer Lohn- und Gehaltsabrechnung anschauen.“ …

    BNN 12. Oktober 2013
    WIRTSCHAFT
    „Die Inflation ist auf dem Rückzug“

    Der Deutsche Warenkorb (nach Statistischem Bundesamt) ermittelt u.a. den Index für Verbraucherpreise und dazu die Inflation.

    Die vier größten Beeinflussungen sind die Preise für:
    1. Wohnung, Wasser, Gas, Brennstoffe
    2. Verkehr (u.a. Kraftstoffe)
    3. Freizeit
    4. Nahrungsmittel

    Deutliche Entlastung für Autofahrer senkt doch nicht die Inflationsrate, wenn die Preise unter 1. und 4. deutlich gestiegen sind. Wie wird denn derjenige entlastet, der kein Auto hat und keinen Brennstoff nachfragt? Das alles ist doch allein schon deshalb ein Märchen, weil die Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer regelmäßig steigen, was ja neben der gestiegenen Inflationsrate Weniger Netto vom Brutto bedeutet.
    Übrigens: Seit 1990 sind die Verbraucherpreise nur gestiegen, nie gefallen!

    Insofern gebe ich dem Verfasser des erwähnten Kommentars den Vorzug vor dem Berichterstatter auf der Seite WIRTSCHAFT in der gleichen BNN-Ausgabe.

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